Liebe Freunde der Abtei Kornelimünster!
Zum Osterfest wünschen wir Mönche von Kornelimünster
Ihnen Gottes Segen der Auferstehung und lebendigen Lebens. Wir
erhoffen diesen Segen natürlich auch für uns selbst. Und wir sind
überzeugt, dass jeder, der wirklich lebt, Leben schenken kann. So
sind wir nicht nur Gott dankbar, sondern auch einem jeden von Ihnen,
die Sie uns Leben schenken, wo und wie es in Ihnen lebendig ist. Wir
hoffen andererseits, dass auch wir den Lebensfunken „Ostern“
hier und da an Sie weiterreichen können.
Die Zeit seit Weihnachten, als Sie den letzten
Rundbrief erhielten, war eine gefüllte Zeit. Abt Albert war mit
vielen Eindrücken von der Herbst-Konferenz unserer
Benediktinerkongregation in Togo und Ghana (Nov. 01) zurückgekehrt.
Einzelgäste, Gästegruppen und Kurse, die wir selbst anboten, füllten
unser Haus, - die Mitbrüder des benachbarten Klosters
Benediktusberg in Vaals (NL) besuchten uns an einem Nachmittag
(17.01.), - der Chor der Katholischen Studentengemeinde Aachen war
mit einem Konzert „Venezianischer Abend“ zu Gast in unserer
Kirche (03.02.), - die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete am
Karnevalssamstag über Karnevalsflüchtlinge (09.02.).
Frater Egilhard schloss den ersten Abschnitt eines
Kurses für Ordensleute „Begleitung im Alter“ ab, der vom
Ordensreferat des Bistums Paderborn angeboten wurde. Über zwei
Jahre verteilt waren die Teilnehmer immer wieder für eine
Seminarwoche zur Fortbildung zusammen. Im Zusammenhang mit dieser
Fortbildung war und ist Frater Egilhard regelmäßig Montag morgens
im Altenheim in Stolberg-Venwegen, um das Gehörte in der Praxis zu
erproben und zu vertiefen.
Am Montag, 28.01., rückten pünktlich um 08:00
Uhr die Handwerker an und begannen die „unruhigen Monate“ dieses
Jahres. Die Baumaßnahmen, die wir in der Fernziel-Planung beim
„Tag der Freunde“ im vergangenen Jahr vorstellten, sehen als
konkreten Schritt in diesem Jahr vor, dass unser Neubau-Flügel so
weit ertüchtigt wird, dass wir 20 Gästezimmer, eine neue Küche
und die Refektorien des Konventes und der Gäste dort unterbringen.
Um die Arbeiten durchführen zu können, zieht der Konvent für die
kommenden Monate (bis Ende September) noch einmal in den straßenseitigen
Altbau um. Da auf jeden Fall und auf Dauer (!) die Pforte wieder an
die Straßenseite des Klosters verlegt werden sollte und die
weiteren Bauschritte der Zielplanung zeitlich im Moment nicht
fixierbar sind, sind wir jetzt – vor den Arbeiten im Neubau - in
den alten Pfortenräumen, im Kreuzgang und im Wohnbereich der Mönche
Sanierungen und Ertüchtigungen angegangen, die nötig und für eine
längere Zeit der intensiveren Nutzung dieses Bereiches sinnvoll
sind. Als praktische Information ist für unsere Besucher wichtig:
Die Klosterpforte ist ab ca. Mitte März wieder in das Altgebäude
an der Oberforstbacher Strasse verlegt!
Unmittelbar nach Ostern werden die Arbeiten im und
am Neubauflügel beginnen. Das Dachgeschoss wird mit Zellen für den
Konvent ausgebaut. Bei der Erstellung 1990-92 wurden die dafür
notwendigen technischen Anschlüsse bereits installiert. Indem der
Konvent in das ausgebaute Dachgeschoss einzieht, werden alle Zimmer
im ersten Geschoss für den Gäste zur Verfügung stehen. Im
Erdgeschoss werden das Gäste- und das Konventrefektorium und im
Kellergeschoss die neue Küche eingerichtet.
Die Arbeiten sind bis Ende September terminiert.
In dieser Zeit wird unser Gästebereich in reduziertem Rahmen
weitergeführt werden können, - sicher in einem bescheideneren
Ambiente, aber eben nicht einfach geschlossen. Wenn Sie uns für
einige Tage besuchen wollen, fragen Sie also durchaus an. Auch
„Unmögliches“ ist bisweilen möglich; nur Wunder dauern etwas länger.
– Übrigens: 2001 zählte unsere kleine Gastabteilung 2.748 Übernachtungen.
So nervig und stressig Sanieren, Optimieren und
Bauen ist, so sehr ist es ein Bekenntnis der Einwurzelung und der
Zuversicht. Wir bitten Sie, uns in dem Ziel Der Zukunft Zukunft
geben zu stärken und zu unterstützen.
In den Anfang der Hauptbauphase wird die
feierliche Profess von Frater David Palm fallen (01.05.,
Pontifikalamt 14:30 Uhr). Wir laden Sie herzlich ein, an seiner und
unserer Freude teilzunehmen. Eine ewige Profess ist für ein Kloster
ein Hochfest der Überzeugung, dass Glaube Zukunft hat.
Mitten in die Bauzeit fällt der Tag der Freunde
(30.06.), zu dem wir Sie ebenfalls herzlich einladen. Beide Feste
sind sicher auch eine gute Gelegenheit, den Fortgang der Arbeiten in
Augenschein zu nehmen.
Wenn Sie diesen Brief erhalten, werden
wahrscheinlich zwei markante Geburtstage von Mitbrüdern schon
hinter uns liegen. Am 10.03. wird P. Georg 65 Jahre alt und eine
Woche später (17.03.) begeht Abt
Albert den 60. Geburtstag. Der Präses unserer
Benediktinerkongregation, Abt Thierry Portevin, wird uns zum
Geburtstag von Abt Albert mit seinem Besuch erfreuen.
Wir hoffen, Sie mit diesem Bericht wieder an
„Ihre“ Abtei erinnert zu haben. Wir danken Ihnen für alles
Mitgehen und Begleiten.
Ihre Mönche der Abtei Kornelimünster