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im Juni 2007
Liebe Freunde der Abtei
Kornelimünster!
Die Jahresmitte und die
bevorstehende Urlaubszeit sind ein willkommener Anlass, Ihnen einen
Gruß zu schreiben. Was für den liturgischen Tag unseres Klosters das
Mittagsläuten und die Mittagshore sind, das sind im Jahresalltag der
Arbeitswelt die Sommerferien. Es gilt, zwischendurch innezuhalten,
sich zurückzuholen in die Mitte, aus der neue Kraft wächst, und den
Tages- und den Lebenslauf in seinem Tempo und seiner Zielrichtung
neu zu justieren. Diese Mitte von Tag und Jahr als Zeitgeschenk zu
nutzen und sie nicht als und im “Zeitvertreib” vorbeiplätschern zu
lassen, verwandelt die Ferienzeit zum Fest. Feiern wir uns durchaus
selbst: dass es uns gibt und dass wir wertvoll sind, ohne dass wir
etwas “tun”.
Viele von Ihnen können
unsere Website im Internet aufrufen und sich kontinuierlich in den
“Kurznachrichten” über das Geschehen in der Abtei informieren.
Anderen ist das nicht möglich. Für einen gedruckten Rundbrief erhebt
sich da immer die Frage, worauf soll der Chronist die Nachrichten
des Briefes konzentrieren.
Ostern:
Als Gemeinschaft, die
den Glauben und die Freude an Gott als ihre Mitte versteht, müssen
und dürfen wir sagen, dass das uns Wichtigste in der ersten
Jahreshälfte das Osterfest war. Das wird jedes Jahr so gesagt werden
können. Aber die jährliche Wiederkehr sollte ja nicht zur
Verflachung führen. Das Vertraute und Gewohnte kann ja gerade in
seiner Wiederkehr als besonderes Zeichen der Treue hohen Glanz
haben. Und natürlich haben wir uns sehr darüber gefreut, dass alle
unsere Kar- und Ostergottesdienste sehr gut besucht waren. Wir
erleben das dankbar als Hinweis, dass unsere doch recht “strenge”
Liturgie viele Menschen anspricht.
Zu Christi Himmelfahrt
hat uns nach einem Jahr der Prüfung unser Postulant Guido Bartels
wieder verlassen, um als Priester in den Dienst des Bistums
Paderborn zurückzukehren. Der Gedanke an die seelsorgliche Arbeit in
der Pfarrei hat ihn durch dieses Jahr hindurch begleitet, so dass
ihm das volle Einleben in das Klosterleben nicht gelungen ist. Der
Abschied ist beiden Seiten nicht leicht gefallen, weil wir sehr viel
Gutes aneinander gefunden hatten. Wir sind Guido Bartels dankbar für
das Jahr, das er mit uns verbracht hat und wünschen ihm, dass er nun
neu und gut in der Gemeindearbeit Fuß fasst.
Mit großem Interesse
haben wir das Papier “Gemeinsam dem Evangelium dienen” der deutschen
Bischöfe gelesen, das sie am 1. Februar zum Tag der geistlichen
Berufe veröffentlicht haben. Gemeinsam mit den Orden haben sie es
erarbeitet. Ziel des Papieres ist, die Zusammenarbeit zwischen der
diözesanen Kirche und den Ordensgemeinschaften auf allen Ebenen
weiterzuentwickeln und zu verstärken. Über die monastischen
Gemeinschaften heißt es in diesem Papier: “Die monastiche Lebensform
eröffnet mit ihrer zuverlässigen Beheimatung an einem konkreten Ort,
mit ihrer Liturgie und ihren Gästehäusern einen bedeutsamen Raum, in
dem suchende Männer und Frauen ihre Berufung zum Leben in der Kirche
und zur Nachfolge Christi entdecken, einüben und vertiefen können. …
Für viele geistlich suchende Menschen heute nehmen deshalb Klöster
und geistliche Gemeinschaften die Aufgabe einer mystagogischen
Hinführung zu Glaubenserfahrung und einer christlichen Initiation
wahr, die sie in Familie, Schule oder Parrei nicht mehr erfahren
haben.” Diese Aussage deckt sich weitgehend mit unserer Erfahrung
und unserer Zielsetzung, ein “Haus der Glaubensbegegnung” zu sein.
Umbau:
Mit der Unterschrift
unter den Vertrag mit der Simon Bauträger GmbH für die Ausführung
der Umbauarbeiten im Paradiesbereich der Abteikirche und in dem uns
weiterhin gehörenden Teil des Altbaus ist der lange Weg vom Verkauf
des Altbaus über die verschiedenen Phasen der Ideen und Planungen,
der Kalkulationen und der Verhandlungen zur Durchführung des
Vorhabens über die letze Hürde hinweg gekommen. Der Weg zu diesem
Punkt zog sich um etliches länger hin, als wir gedacht hatten, aber
jetzt haben wir den Eindruck, dass das Ergebnis sehr gut sein wird.
Dankbar sind wir für die kompetente Begleitung und Beratung durch
die Immobilienfirma Pro Secur (Verkauf Altbau) und die Architekten
E. Sommer (Planung Umbau) und D. Krull (Controlling) bis zu diesem
Punkt. Die gute Erfahrung gibt uns auch ein gutes Gefühl für die
Durchführung der Bauarbeiten. Am 4. Juni wurden die Arbeiten dann
konkret aufgenommen. Der Zeitplan sieht vor, sie in einem halben
Jahr abschließen zu können.
Die
Heiligtumsfahrten
in Aachen und Kornelimünster (01. bzw. 02. - 10. Juni), die seit
1349 im Siebenjahres-Rhythmus gefeiert werden, haben wir als normale
Pilger mitgefeiert. Abt Albert war dabei von Propst Vienken bei der
Eröffnung in Kornelimünster und am Sonntag, 10. Juni, zur
Konzelebration eingeladen. Seit der Aufhebung der Reichsabtei 1802
hat die Pfarrgemeinde des Ortes die Verantwortung für die hiesigen
Reliquien. Damit hat sie auch die Planung und Durchführung in den
Händen. - Für eine “Statio” hatten sich bei uns eine Fahrradgruppe
der Kath. Hochschulgemeinde und eine große Gruppe “Öcher Platt”
angemeldet. Eine Gruppe Jugendreferenten aus der Diözesan-Region
Düren hatten bei uns drei Tage Ausgangsquartier für Fußwallfahrten
zu den Heiligtümern in Aachen und Kornelimünster genommen. -
Konventsintern ist es selbstverständlich, dass wir an den
Hauptfeiern der Kornelimünsteraner Wallfahrt teilnehmen. Als stilles
Angebot “im Hintergrund” sprechen in unserer Kirche die großen
Bilder von Janet Brooks-Gerloff über die Kornelimünsteraner
Reliquien. Sie entstanden als unser Beitrag zum Katholikentag und
zur Heiligtumsfahrt 1986. Ein Glasfenster von Ernst Jansen-Winkeln
von 1956 zeigt darüber hinaus die Übergabe der Reliquien durch
Kaiser Ludwig den Frommen Benedikt von Aniane bei der Gründung des
Klosters (814/817). Herr Ernst Hönings hat im Rahmen einer kleinen
Arbeit “Bilder der Zeichen des Heils. Zugänge zu den biblischen
Heiligtümern ind Kornelimünster” (Hg.: Hauptabteilung Pastoral …
Generalvikariat Aachen, 2007) auch den Bildern in unserer Kirche
größeren Raum geschenkt.
Und jetzt ganz einfach:
Einladung
Sonntag, 5. August
Tag der Freunde
Feier des 25. Jahrestages der Abtsweihe von Abt Albert
10:30 Pontifikalamt
etc. etc.
gegen 16:00 Vesper
Besondere
Einzeleinladungen zum Fest wollen wir nicht aussprechen. Wir möchten
den Tag als “Familienfest” verstehen, zu dem alle herzlich
eingeladen sind, die dem Kloster und/oder Abt Albert verbunden sind.

Abtsweihe, 25. Juli 1982
Vielleicht möchte aber der eine oder andere in diesem Jahr und zu
dieser Gelegenheit kommen, der in anderen Jahren nicht gekommen ist.
Da wäre es schon hilfreich, wenn Sie uns eine kurze Rückmeldung
zukommen ließen, ob und mit wievielen Personen Sie
voraussichtlich kommen möchten. Mit Ihrer Rückmeldung versichern Sie
sich auch ein wenig, dass Eintopf., Kaffee und Kuchen einigermaßen
korrekt kalkuliert werden. Am besten melden Sie sich sofort,
spätestens aber, bitte, bis zum 15. Juli.

geplanter Festsaal
Panoramablick durch das Paradies der
Kirche
Ich bitte darum, auf
persönliche Geschenke zum Abtsjubiläum zu verzichten. Wenn Sie einen
Beitrag für den neuen “Festsaal” schenken könnten, der zwischen den
Aufgängen des Paradieses zur Kirche entstehen soll und in dem
künftig z.B. der Frühschoppen stattfinden soll, wäre ich Ihnen sehr
dankbar. - Zum 80. Geburtstag von Frater David hatte er um “einen
Farbtopf” für einen neuen Kirchenanstrich gebeten. Die Geschenke und
die Aufgabe sind nicht vergessen. Sie stehen nach dem Umbau auf der
Prioritätenliste der großen Vorhaben ganz oben.
Abt Albert und alle
Mitbrüder aus Kornelimünster
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