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Benediktinisches
Ritter und Mönch

Sinfonia Benedetiina

 

Vom Zauber des Hörens

Mönche - Aphorismen


Brief des heiligen Benedikt

Höre die Weisung
 

Immer neu anfangen

 

ora et labora - Nutzen für alle

 

Oblationsfeier 9.1.2010

 

Chorgebet u. Choralgesang

Die Stimme der Herrn, der uns einlädt

Christi Liebe nichts vorziehen

Benedikt XVI. über Benedikt

Hören - ankommen

stabilitas und Gottsuche

Die Benediktus-Medaille
des Klosters Weingarten

Kloster ist wie Golf

Hier bin ich

Verabschiedung von
Abt Albert

Die Quelle

Mit geistlicher Freude Ostern

Moritat vom verlorenen Heiligenschein - Demut

Neige dein Ohr - RB Prol 1

nie alles gleichzeitig

Im Alltag Gott

Mönchtum für die Kirche

auf Seinen heiligen Berg

Gott suchen - ihm nach-
gehen wie ein Späher

Das Ohr des Herzens

Gehorsam

Klösterlicher Lebenswandel

Ent-scheidung
Einkleidung am 11.1.2004

Christus Abbas

opprobia - zu RB 58,7

Christus nichts vorziehen

An einen jungen Dichter

Suche mehr, als du suchst!

Benedikt kurzgefasst

Lectio meditatio oratio

Der Gast und das Schweigen im Kloster

Demut RB 7
 

"In Klausur gehen..."
 

Ora et Labora
Prüfe und handle

Ein Gott der Überraschungen

Unterwegs zum Menschsein


Die Benedikt-Medaille
Crux S. Patris Benedicti

Stabilitas

Benediktsregel cap. 58
Weite der Grenze
Investitionsbereitschaft
Magnetfeld des Lebens

Kirchenjahr / Feste

Gedanken zu
Psalmen

Anfänge

weitere Texte

 

 

CRUX SANCTI PATRIS BENEDICTI

Die Benedikt-Medaille
Facetten der Benedikt-Verehrung
und benediktinischer Frömmigkeit

 

Ein Denkmal in Kornelimünster

Neben der Kapelle im sogenannten Klauser-Wäldchen bei Kornelimünster steht ein Gedenkstein, der an die Schenkung des Wäldchens an die Pfarrgemeinde Kornelimünster erinnert.  Die lateinische Inschrift auf dem Stein lautet: MUNIFICENTIA FRIDERICI III  REGIS BORUSSORUM CIRCUMIACENS SILVULA  ECCLESIAE CORNELIO=MONASTER. DONATUR. III. NON. FEBR. MDCCCXIX. Übersetzt lautet der Text:  "Durch die Großzügigkeit  Friedrich Wilhelms III., Königs der Preußen, wird das umliegende Wäldchen  der Kirche von Kornelimün­ster geschenkt. 3. Februar  1819."

Während dieser Text - zumindest  dem Lateinkundigen - keine Schwierigkeiten bereitet, dürfte das Kreuz oben auf dem Stein mit seinen Buchstaben den meisten Betrach­tern ein Rätsel sein. Auf dem  senkrechten Kreuzbalken liest man die fünf Buchstaben CSSML, auf dem  waagrech­ten ebenfalls fünf Buchstaben NDSMD. In den vier Kreuzecken sind als einzelne Buchstaben zu sehen CSPB.

Die Auflösung dieser "Rätsel-Buchstaben" ist in der benediktinischen Vergangenheit des Ortes    Kornelimünster, -  genauer: in einer alten Benedikt-Verehrung zu finden. Da­bei  ist schon ein wenig verwunderlich, dass siebzehn Jahre nach der Auflösung der alten Reichsabtei und anläßlich eines offiziellen Aktes, der den geschichtlichen Schluß­strich von 1802 noch einmal unterstreicht, ein so positives Zeichen der Erinnerung an die 1000jährige benediktinische Geschichte des Ortes gesetzt   wurde.

 

Das Benediktus-Kreuz und die Benedikt-Medaille

Die Buchstaben und ihre Anordnung sind einem Kreuzsegen entnommen, der im Namen des hl. Benedikt von Nursia, des Mönchsvaters von Montecassino, gegen Versuchungen gerichtet wird. Als Medaille war und ist dieser Segen im Benediktinerorden und bei seinen Freunden weit verbreitet.

     

Der Ursprung des Segens ist nicht wirklich klar. Ihn direkt auf Benedikt zurückzuführen ist nicht mehr als fromme Legende. Erstmals belegt ist der Segen in einem Codex des bayerischen Klosters Metten, der heute in der bayerischen Nationalbibliothek aufbewahrt wird (Cod. Lat. Monac. 8202). Der Codex zeigt eine Heiligengestalt mit dem ausgeschriebenen Buchstabensegen auf einem Kreuz und einem Spruchband.

Ab dem 17. Jahrhundert wird der Heilige dieses Bildes mit Benedikt von Nursia identifiziert. In einem Hexenprozess 1647 hatten die beklagten Frauen den Segen mit Benedikt in Verbindung gebracht. Einerseits schenkite diese Aussage dem Segen eine große Popularität, weil die Prozessaussage seine hohe Wirkkraft „beglaubigte“. Andererseits führte die Verbindung zur Zauberei auch zu den verschiedensten Indizierungen. Die Verbreitung des Segens blieb davon unbeeindruckt.

Die vier Buchstaben in den Kreuz­ecken sind gewissermaßen eine Überschrift über den Segenstext und die ganze Medaille. Sie iden­tifizieren den Segen als einen Benediktus-Segen: "Crux Sancti Patris Benedicti - Kreuz des heiligen Vaters Benediktus."

Die  Buchstaben auf den  Kreuzbalken - zuerst  senkrecht, dann  waagrecht zu lesen - kürzen die Kernworte des Segens ab. "Crux Sancta Sit Mihi Lux / Non Draco Sit  Mihi Dux - Das heilige Kreuz soll mir Licht sein. / Der  Drache soll mir nicht Führer sein."

Die Buchstaben der Umschrift  - zu lesen von rechts oben - erweitern die Kernworte um zweimal zwei Verse: "Vade Retro Satana / Numquam Suade Mihi Vana // Sunt Mala Quae Libas / Ipse Venena Bibas - Weiche zurück, Satan; / niemals verführe mich zu Nichtigem. // Schlecht ist, was du darreichst; selbst trinke das Gift."

Über dem  Kreuz ist auf der Medaille noch das Wappenwort des Benediktinerordens PAX zu lesen. Im Zusammenhang der Medaille, darf es sicher auch als Hinweis auf die Frucht des Segens, den Frieden, gedeutet  werden. Auf äl­teren Medaille ist an seiner Stelle das Christusmonogramm  IHS zu finden.

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