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Benediktinisches
Vom Zauber des Hörens

Mönche - Aphorismen

Brief des heiligen Benedikt

Höre die Weisung

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ora et labora - Nutzen für alle

Oblationsfeier 9.1.2010

Chorgebet u. Choralgesang

Ulrichs- und Benediktuskreuz

Die Stimme der Herrn, der uns einlädt

Christi Liebe nichts vorziehen

Benedikt XVI. über Benedikt

Hören - ankommen

stabilitas und Gottsuche

Die Benediktus-Medaille
des Klosters Weingarten

Kloster ist wie Golf

Hier bin ich

Verabschiedung von
Abt Albert

Die Quelle

Mit geistlicher Freude Ostern

Moritat vom verlorenen Heiligenschein - Demut

Neige dein Ohr - RB Prol 1

nie alles gleichzeitig

Im Alltag Gott

Mönchtum für die Kirche

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Gott suchen - ihm nach-
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Das Ohr des Herzens

Gehorsam

Klösterlicher Lebenswandel

Ent-scheidung
Einkleidung am 11.1.2004

Christus Abbas

opprobia - zu RB 58,7

Christus nichts vorziehen

An einen jungen Dichter

Suche mehr, als du suchst!

Benedikt kurzgefasst

Lectio meditatio oratio

Der Gast und das Schweigen im Kloster

Demut RB 7
 

"In Klausur gehen..."
 

Ora et Labora
Prüfe und handle

Ein Gott der Überraschungen

Unterwegs zum Menschsein


Die Benedikt-Medaille
Crux S. Patris Benedicti

Stabilitas

Benediktsregel cap. 58
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Die Identifikations-Symbole des hl. Benedikt: Rabe und Kelch

Die Umschrift des Benediktus-Kreuzes lautet, wie wir oben sahen:  "Weiche zurück, Satan; niemals verführe mich zu Nichtigem. Schlecht  ist, was du darreichst; selbst  trinke das Gift." Im zweiten Teil dieser Beschwörungsformel ist sehr eindeutig von einem zum Trunk  angebotenen Giftbecher die Rede.

Als Hintergrund ist ein Abschnitt aus der Lebensbeschreibung des Heiligen durch Papst Gregor d. Gr. (+ 604, also etwa 60 Jahre nach dem Tod Benedikts) heranzuziehen. Gre­gor berichtet im zweiten Buch der Dialoge über das Leben der italischen Väter (Dialoge II  3), dass Benedikt, der als Einsiedler in einer Höhle bei Subiaco - heute ist dort in den Felsen oberhalb der Abtei Subiaco das kleine Kloster Sacro Speco (= heilige Höhle) - die ersten Erfahrungen des Mönchslebens gemacht hatte, von einer Mönchsgemeinschaft  im nahen Vicovaro gebeten wurde, ihr als Abt  vorzustehen. Da den dortigen Mönchen die Ansprüche des jungen Abtes aber bald als zu einschneidend erschienen, versuchten sie, sich seiner wieder zu entledigen, indem  sie dem Heiligen einen Gifttrank mischten. Benedikt schlug nach seiner Gewohnheit über den Trank ein Kreuzzeichen, und der Becher zerbrach. Aufgrund dieser Begebenheit wird Benedikt häufig dargestellt, wie er einen Kelch segnet; der Kelch hat einen Riß - oder es ist ein Stück aus ihm herausgebrochen - und aus dem Kelch züngelt eine Schlange als Sinnbild des Verderbens (Teufel / Gift) hervor.

      
Benedikt, Kloster Irsee - Subiaco, Sacro Speco

Der Rabe als Symbol des hl. Benedikt geht ebenfalls auf einen Vergiftungs­versuch an dem Heiligen zurück, von dem Gregor d. Gr. erzählt (Dialoge II 8). Ein Weltpriester namens Florentius war auf Benedikt und seinen Ruf eifersüchtig geworden. Eines Tages sandte er ihm ein vergiftetes Brot als Segens- und Freundschaftszeichen, doch Benedikt  entging nicht  "die Pest, die sich im Brot verbarg." Einem  Raben, der sich bei ihm täglich zur Fütterung einstellte, befahl der Heilige, das Brot wegzubringen und wegzuwerfen. "Nach langem Hin und Her biß der Rabe hinein, schnappte es auf und flog davon. Drei Stunden später, nachdem er das Brot weggeworfen hatte, kam er zurück und erhielt aus der Hand des Gottesmannes seine übliche Ration".

Das Motiv des Raben, der gehorcht,  ist eine Variante eines Berichts aus dem alttestamenlichen Erzählzyklus über den Propheten Elija, dem Raben in einer Zeit eremitischer Zurückgezogenheit täglich Nahrung  bringen (l Kön  17,6 ). Gregor d. Gr. weist selbst auf die Verbindung Elija - Benedikt hin und deutet sie - ergänzt  durch weitere Querverbindungen zu biblischen Gestalten:  "Mich dünkt, dieser Mann war vom Geist aller Gerechten erfüllt," um sich gleich darauf zu korrigieren und zu präzisieren:  "Der Mann Gottes Benediktus besaß den Geist nur des Einen, nämlich dessen, der ... die Herzen aller Auserwählten erfüllt ..."

In den beiden Identifikationssymbolen des Heiligen spielen Brot und Wein eine gewichtige Rolle. Brot und Wein sind an sich Lebens-Mittel, - Lebens-Zeichen, - ja in der Eucharistie sogar Sakramentszeichen Jesu Christi und des ewigen Lebens. Wenn sie nach dem Bericht Gregors d. Gr. als todbringende Giftträger mißbraucht werden, dann ist die versteckte Botschaft kaum zu übersehen. Auch das, was unter dem Schein des Angenehmen, - Guten, - ja Besten an den Menschen herankommt, ist unter dem Zeichen des Kreuzes zu prüfen. Der Schein kann trügen; der Geist Christi gewährt Durchblick zum wirklich Guten und Heilbringenden hin.

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