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Benediktinisches
ora et labora - Nutzen für alle

Oblationsfeier 9.1.2010

Chorgebet u. Choralgesang

Ulrichs- und Benediktuskreuz

Die Stimme der Herrn, der uns einlädt

Christi Liebe nichts vorziehen

Benedikt XVI. über Benedikt

Hören - ankommen

stabilitas und Gottsuche

Die Benediktus-Medaille
des Klosters Weingarten

Kloster ist wie Golf

Hier bin ich

Verabschiedung von
Abt Albert

Die Quelle

Mit geistlicher Freude Ostern

Moritat vom verlorenen Heiligenschein - Demut

Neige dein Ohr - RB Prol 1

nie alles gleichzeitig

Im Alltag Gott

Mönchtum für die Kirche

auf Seinen heiligen Berg

Gott suchen - ihm nach-
gehen wie ein Späher

Das Ohr des Herzens

Gehorsam

Klösterlicher Lebenswandel

Ent-scheidung
Einkleidung am 11.1.2004

Christus Abbas

opprobia - zu RB 58,7

Christus nichts vorziehen

An einen jungen Dichter

Suche mehr, als du suchst!

Benedikt kurzgefasst

Lectio meditatio oratio

Der Gast und das Schweigen im Kloster

Demut RB 7
 

"In Klausur gehen..."
 

Ora et Labora
Prüfe und handle

Ein Gott der Überraschungen

Unterwegs zum Menschsein


Die Benedikt-Medaille
Crux S. Patris Benedicti

Stabilitas

Benediktsregel cap. 58
Weite der Grenze
Investitionsbereitschaft
Magnetfeld des Lebens

Kirchenjahr / Feste

Gedanken zu
Psalmen

Anfänge

weitere Texte

 

... in Klausur gehen ...

Ob Manager und Politiker sich bewusst sind, dass sie einen uralten Geheimnis-Quell anzapfen, wenn sie eine „Klausurtagung“ abhalten? Sind sie aber tatsächlich schon „in Klausur“, wenn sie die sog. Öffentlichkeit der Medien draußen vor der Tür lassen, damit nicht jede Luftblase des Denkens noch weiter aufgebläht wird?

Die Klöster der Mönche sind seit alters her Orte, die die „Klausur“ pflegen und den Menschen als Chance zu immer tieferer Menschwerdung anbieten. Klausur ist dabei mehr als eine Mauer und eine Tür, die ich hinter mir zumachen kann. Gewiss, Klausur ist ein Ort, aber darüber hinaus Zeit, Weg und Begegnung. 

Das Geheimnis des „In-Klausur-Gehens“ und seine Fruchtbarkeit erschließt sich vor allem dem, der als Einzelner den Schritt tut. Er tritt beiseite, - stellt sich neben das ihm Vertraute. Wer mitten im Leben steht, steht nicht unbedingt in der Mitte. Vor lauter „Immer-mitten-drin-Sein“ hat er unter Umständen die Mitte, - seine Mitte verloren.

Da tut es gut, es sich herauszunehmen, sich selbst gelegentlich aus dem quirligen Trubel herauszunehmen, um nicht nur irgendwelche Einzelfragen zu klären, sondern um sich sich selbst zu stellen. Wer den Mitte-Punkt seines Lebens gefunden hat, kann viele Fragen leichter auf den Punkt bringen. Er hat einen Stand-Punkt. Der alte griechische Philosoph Archimedes brachte es auf den Punkt: „Gib mir, wo ich stehen kann, und ich werde die Welt bewegen.“

Glücklich der Mensch, der ein für allemal die Mitte gefunden hat und sie ständig lebt. Diesen Menschen habe ich noch nicht gefunden. Auch ich, der ich als Mönch in der Klausur des Klosters lebe, brauche immer wieder Zeiten, Orte, Menschen der Klausur, um die Mitte neu zu orten. Ich spüre, es ist nicht verlorene Zeit, sich Zeit für eine Klausur-Zeit zu nehmen. In unserem klösterlichen Klausur-Ambiente genügt oft eine kurze Zeit. Andere brauchen wahrscheinlich einen längeren Anlauf. Wie dem auch sei: es ist gewonnene Zeit. Es ist Lebens-Gewinn!


Geh
von den Menschen -
schweige
Ruh
in der Bergmulde –
traumlos
 
Schau
in die Sonne –
stundenlang
Horch
in das Schweigen -
herbsttags
 
Geh
zu den Menschen –
rede

Abt Albert Altenähr OSB
010906
Gedicht: Diethard Zilz

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