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Benediktinisches
Vom Zauber des Hörens

Mönche - Aphorismen

Brief des heiligen Benedikt

Höre die Weisung

Immer neu anfangen

ora et labora - Nutzen für alle

Oblationsfeier 9.1.2010

Chorgebet u. Choralgesang

Ulrichs- und Benediktuskreuz

Die Stimme der Herrn, der uns einlädt

Christi Liebe nichts vorziehen

Benedikt XVI. über Benedikt

Hören - ankommen

stabilitas und Gottsuche

Die Benediktus-Medaille
des Klosters Weingarten

Kloster ist wie Golf

Hier bin ich

Verabschiedung von
Abt Albert

Die Quelle

Mit geistlicher Freude Ostern

Moritat vom verlorenen Heiligenschein - Demut

Neige dein Ohr - RB Prol 1

nie alles gleichzeitig

Im Alltag Gott

Mönchtum für die Kirche

auf Seinen heiligen Berg

Gott suchen - ihm nach-
gehen wie ein Späher

Das Ohr des Herzens

Gehorsam

Klösterlicher Lebenswandel

Ent-scheidung
Einkleidung am 11.1.2004

Christus Abbas

opprobia - zu RB 58,7

Christus nichts vorziehen

An einen jungen Dichter

Suche mehr, als du suchst!

Benedikt kurzgefasst

Lectio meditatio oratio

Der Gast und das Schweigen im Kloster

Demut RB 7
 

"In Klausur gehen..."
 

Ora et Labora
Prüfe und handle

Ein Gott der Überraschungen

Unterwegs zum Menschsein


Die Benedikt-Medaille
Crux S. Patris Benedicti

Stabilitas

Benediktsregel cap. 58
Weite der Grenze
Investitionsbereitschaft
Magnetfeld des Lebens

Kirchenjahr / Feste

Gedanken zu
Psalmen

Anfänge

weitere Texte

 

 

Ansprache zur
Oblationsfeier am 9. Januar 2010
im Anschluss an die erste Vesper vom Fest der Taufe Jesu.

"Höre, mein Sohn,
höre meine Tochter"!

Die ersten Worte des Prologs aus der Regel des hl. Benedikt haben sich uns Mönchen tief eingeprägt; aber nicht nur uns Mönchen. "Höre" - das erste Wort der Regel, das Wort und die Haltung Mariens, wie wir es in der nun hinter uns liegenden Weihnachtszeit immer wieder gehört haben.

Sie haben als angehende Oblaten und Oblatinnen auf Ihre je persönliche Art erfahren: Da ist etwas, dem ich gerne Antwort geben möchte. In der Taufe haben Ihre Paten Sie über das Taufbecken gehalten und für Sie die Zustimmung zum Glauben gegeben. Irgendwann fühlten Sie sich als Erwachsene angeregt und angesprochen, gleichsam wie von der "Stimme aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter, an dir habe ich Gefallen gefunden (Lk 3,22). Das Wort, das bei der Taufe an Jesus erging, es erging auch an uns, erging an Sie. Sie haben gehört und wollen sagen: Hier bin ich.

 

Wir Mönche hörten gestern und heute in der täglichen Lesung der Regel das erste Kapitel "Über die Arten der Mönche". Da sind die Zönobiten, die, die in Gemeinschaft leben. Da sind die Eremiten, in der Gemeinschaft geschulte Menschen, die nun allein mit und vor Gott leben können. Und da sind die Gyrovagen und Sarabaiten, die einen ohne "Stabilitas", die anderen ohne den Willen sich zu ändern, ohne Bereitschaft ihre Gewohnheiten zum Guten hin zu wandeln und wandeln zu lassen. Von letzteren will Benedikt schweigen, da sie keine Vorbilder sind.

 

Ob Oblaten eine Mischung von Eremiten und Zönobiten sind? Gebunden an eine und getragen von einer Klostergemeinschaft leben sie "draußen in der Welt". Allein und doch gebunden, fühlen sie sich zum Leben im Sinne Benedikts gerufen. Es scheint ein Spagat zu sein, eine Spannung, die aber überaus befruchtend sein kann, befruchtend für den einzelnen, befruchtend für die familiären, kirchlichen und gesellschaftlichen Räume, in denen sie leben, - befruchtend für unsere Klostergemeinschaft, der Sie sich durch die Oblation verbinden.

 

"Höre mein Sohn, höre meine Tochter". Sie, Frau P. und Herr W., geben auf das Wort nun Ant -Wort in Ihrer Oblation. Sie, Frau H. und Frau G., bitten um Aufnahme in das Probejahr um noch genauer hinzuhören, vielleicht auch vertieft zu lernen hinzuhören, um dann zu Ihrer Zeit zu sagen: "Hier bin ich".

 

Zu unserem Suchen und zu Ihrem Suchen, zu unserem Hören und Antworten gebe uns allen immer neu der Herr, das Mensch gewordene Wort Gottes, seine Kraft und seinen Segen.

Abt Friedhelm Tissen OSB

 

Foto: die gestaltete Mitte im Tagungsraum des Oblatenwochenendes.

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