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Höre, mein Sohn, auf die Weisung
des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, … (Regel Benedikts Prolog 1)
Reden und Lehren kommen dem
Meister zu, Schweigen und Hören dem Jünger.
(RB 6,6)
Der Mönch hält seine Zunge vom
Reden zurück, verharrt in der Schweigsamkeit und redet nicht,
bis er gefragt wird. Zeigt doch die Schrift: "Bei vielem Reden
entgeht man der Sünde nicht." "Der Schwätzer hat keine Rich-tung
auf Erden." (RB
7,56-58) |
Wer
nur auf sich hört,
stört sich nicht
am eigenen Hohlkopf.
Wer
sich gerne reden hört,
verstolpert sich
in leeren Wörtern.
Wer
den andern anhört,
beginnt das Geheimnis
der Freundschaft.
Wer dem Freunde zuhört,
schreibt ein Gedicht
der Liebe.
Wer
mit dem Herzen hört,
findet den Schlüssel
zum Leben.
Wer
aufhört zu hören,
fängt an zu sterben.
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