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Das Wort ist nahe

Berufung

Seligpreisungen

Hüte den Schatz

Mitte des Paradieses

Mit dem Himmelreich ist es 

Leuchtspuren

Du bergende Höhle Gott

Wo ist Emmaus?

Ferien

Ein Ort für dich

Gespräch mit einem Zirkuswagen

Brunnen, gebohrt in die Luft

Lass die Hoffnung fahren

Dem Glauben ein Gesicht

"Die Ernte ist groß ..."

Der Mönch

Spann den Bogen

Emmaus

Auf dem Weg ... wohin?

Ich möchte beten  lernen

Frage und Antwort

Sein ist die Zeit

Der leichte Glaube

An grauen Nebelmorgen

Maria Magdalena

Vertrauen

Die Seele baumeln lassen

Beten

Alleluja

Gotteserfahrungen

Ein Gebet um den rechten
Augen - Blick

Meditative Stolperkante

Ein Gebet der Zukunft

Dem Heiligen begegnen

Herr, lehre uns beten

„Einen Gott, den es gibt,
gibt es nicht“ (Bonhoeffer)

Ich glaube an Gott

Wann betet ihr?

Die Kelter der Liebe

Anreicherungen

Der Traum des Jakob

Freiheit des Betens

Begegnung in Holz

Elija - die Kraft des Weges

Elija und Lazarus

Deus caritas est

Die Farbe des Nebels

Das Tor ist nicht verschlossen

Herr, in deinem Garten

Der Weihrauch

Tabernakellicht

Wenn dein Herz wach ist

Urlaub

erinnere dich

Verkündigung in Gelassenheit

Die Kirche ist jung

„Leib Christi“ – „Blut Christi“

Feuer für morgen

Wachsen

Weisheit der Arche

Lebens-Lauf

Freundin Gott

Paris -
eine geistliche Botschaft

Die Kunst des Feierns

Cantate Domino

Das Heilige den Heiligen

Gott steckt im Detail

Schätze den Schatz

Feiern - wie geht das?

Elija Bilder

Kar- und Osterbilder

Nelly Sachs: David

Gebet am Rande...

Vorsicht Gott!

Gedanken zu einer
Hochzeitsanzeige

farbig glauben

Weltverantwortung

Sich Zeit nehmen

Nachtherbergen für die Wegwunden

Unterwegs nach Emmaus

Kirchenjahr / Feste

Gedanken zu
Psalmen

Anfänge

Benediktinisches

 

Cantate Domino
„Nacht der offenen Kirchen“, Aachen, 10. Oktober 2003
Impuls zur biblischen Lesung im Abendgottesdienst in der Abtei Kornelimünster

 Mt 11,25 In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. 26 Ja, Vater, so hat es dir gefallen. 27 Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. 28 Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.


Kyriale-Handschrift der Abtei Siegburg,
geschrieben in den 50-er Jahren des 20. Jhd. von P. Mauritius Mittler

Wir haben diesem Abend in unserer Kirche die Überschrift „Cantate Domino“ gegeben und wollten uns in das Geheimnis der Musik und speziell des gregorianischen Chorals einhören und einsingen.

Als biblische Lesung für diesen Gottesdienst haben wir jene Stelle aus dem Matthäus-Evangelium ausgewählt, die so ganz anders klingt als das übrige Evangelium dieses Evangelisten. Die Exegeten erkennen hier den meditativen Klang und die spirituelle Melodie wieder, die vor allem das Johannes-Evangelium prägen. Sie nennen unsere Verse die „johanneische Stelle“ des Matthäus. Worin zeigt sich dieser Johannes-Klang unserer Verse?

Jesus antwortet den Suchenden aller Zeit auf ihre Sehnsucht, Klarheit über Gott und Klarheit über den Weg zu ihm zu erhalten. Gott ist nicht verschlossen, - nein, er erschließt sich ... denen, die nicht die Wege der Eigenmächtigkeit und selbstherrlicher Weisheit und Klugheit gehen, sondern sich der Führung seines Sohnes wirklich anheimgeben. Wer sich in die Melodieführung von Jesu Leben einlauscht, und mit dem eigenen Leben den Melodiebogen des Lebens Jesu nachtastet, der wird stimmig werden, - kon-sonant mit Jesus. Sein Leben wird sich einklinken und damit einklingen in die Lebensmelodie Jesu. Er wird das „neue Lied“ lernen und so das neue Leben gewinnen.

Der heilige Augustinus hat das einmal so formuliert: „Ihr wollt Gott Lob singen?  S e i d , was ihr singt! Ihr seid was ihr singt, wenn ihr ein heiliges Leben führt“ – oder noch prägnanter: „Cantate oribus, cantate moribus – Singt mit dem Mund, vor allem aber: singt mit dem Leben!“ (Augustinus, Sermo 34)

Abt Albert Altenähr OSB
031010

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