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33. Sonntag im Jahreskreis
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13. Sonntag im Jahreskreis  
Profess Fr. David
Allerseelen 2001
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Predigt vom 20.5.2001

Gedanken zu
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Benediktinisches

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Meine Stärke ist der Herr
Zum 16. Sonntag im Jahreskreis A, 17. Juli 2005

Einer der mich wirklich bewegenden Psalmverse ist jener aus dem Psalm 118: „Meine Stärke und mein Lied ist der Herr“. In diesem Vers erspürt sich mir eine eine Sicherheit und ein Strahlen, das einfach Gelassenheit ausdrückt. Der Psalmist weiß um die Größe seines Gottes. Er hat die Erde gegründet. Er hat Israel erwählt. Er hat es aus dem Druck Ägyptens befreit. Er hat es durch die unwegsame Wüste geführt und ihm an neuem Ufer Heimat geschenkt. Gepriesen sei ER.

Der Psalmist weiß das alles und er übersetzt das in sein eigenes Lebens- und Daseinsverstädnis. Dieser große Gott ist nicht einfach der Gott des Volkes, sondern der Psalmist darf ihn als meinen mir ganz persönlich zugetanen Gott glauben. Die große Geschichte derAhnen von Adam und Eva angefangen über Mose bis zu David und ins Heute hinein ..., der Psalmist nimmt sie in seine kleine, ganz persönliche Geschichte auf.

Genau das singt sich mir heute im Juli 2005 ins Herz, wenn ich diesen Psalmvers lese, höre, singe. Ich bin eingewoben in die Geschichte Gottes mit den Menschen und mit seinem Volk. Ich darf ihn mir zur Seite glauben. Ich darf glauben, dass ich ihm wichtig bin und er mich darum nicht im Stich lässt. Seine Freude ist es nicht einfach, allgemein bei den Menschen zu sein, sondern ganz konkret, bei mir zu sein.

Sicher, das wird in Ihren Ohren ziemlich anmaßend klingen und auch meine anerzogene Bescheidenheit will mich zügeln, jetzt nicht maßlos zu übertreiben. Aber darf ich im Glauben nicht absolut unbescheiden sein und aufs Ganze glauben und hoffen, dass ich einmalig wichtig für meinen Gott bin?

Deine Stärke beweist du in Milde
Die alttestamentliche Lesung aus dem Buch der Weisheit (Weish 12,13.16-19) vergewissert sich in gar nicht so unähnlicher Weise der Stärke Gottes. Immer wieder wird sie erwähnt, als ob sich der Weise neu und neu daran erinnern will: Gott ist stark. Und weil er stark ist, ist er großartig erbarmend und nicht erbärmlich kleinlich. Seine Gerechtigkeit ist nicht Erbsenzählerei unserer Fehltritte, sondern die Liebe seiner Fürsorge. In der Souveränität dieser Liebe kann er milde und nachsichtig sein.

Ich glaube, wir sind immer wieder in Gefahr, der Stärke Gottes nicht so recht zu glauben. Vor lauter Verantwortungsgefühl pflegen wir manchmal das schlechte Gewissen, dass Gott mit uns Sündern eigentlich ja doch nichts anfangen kann und uns darum eigentlich auch aufgeben müsste. Um in solch schlechtem Gewissen nicht unterzugehen, haben wir vielleicht Gott zu einem Greis herabstilisiert, der alles durchgehen und letztendlich auch uns schon irgendwie in den Himmel passieren lässt. Vielleicht haben wir uns auch zu einer Gottfreiheit emanzipiert, die ihn auf Gedeih und Verderb los werden will, um ihn nicht mehr in unser Leben hineinreden zu lassen. Beides verkennt die Größe Gottes. Er weiß mit uns, wie wir sind, umzugehen,

Kleines Senfkorn großer Hoffnung
Ich bin beileibe kein Heiliger und wenn ich mich je zu solchem Fehlglauben hinreißen ließe, bin ich gewiss, dass meine Mitbrüder mich sehr schnell auf den Teppich herunterholen würden. Aber ich habe den festen Glauben, dass bei allem, was an Irdischem in mir ins Kraut schießt, hier und da doch ein Korn guten Samens auf den Acker meines Lebens gefallen ist, der zum Baum in Gottes Garten heranwachsen kann und wird. Die Vögel des Himmels werden darin nisten und ihr Lied in die Welt singen (vgl. Evangelium:  Mt 13,24-43): Unsere Stärke und unser Lied ist der Herr. Gepriesen sei ER.

Abt Albert Altenähr OSB
050714

(Text für die Kirchenzeitung Aachen)

Bild: M. Büning, Tabernakelvorhang Kornelimünster
Foto: fr.a.

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