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Beim Herrn bleiben
Predigt am 2. Fastensonntag 2007 -
zum Evangelium von der Verklärung
des Herrn (Lk 9,28b-36)
Es sind "gute Christen", - die drei Apostel, die Jesus mit auf den Berg
nimmt. Der Aufstieg aber ist anstrengend. Und nun schlafen sie. Auch
gute Christen sind nicht immer hellwach. Auch sie können es: schlafen.
Sogar in diesem Lese-Augenblick.
Die Apostel werden wach. Was sie weckt, ist im Evangelium nicht gesagt.
"Gute Christen" lassen sich wecken, wovon auch immer es sein mag.
Sie sehen das Alte, - die alten Propheten Mose und Elija, die
Großartiges gekündet haben. Das Alte ist aber nicht altes Eisen, das auf
den Schrotthaufen der Geschichte entsorgt werden sollte.
Die alte Botschaft hat
einen lichtvollen neuen Propheten gefunden. Ein neuer Bote steht bei
Mose und Elija.
Was macht ihn aus, den
neuen Propheten?
Er achtet das Alte. Er
behauptet nicht von sich, dass erst er das Rad erfunden hat. So reiht
sich Jesus ein in die Gottesbotschaft des Elija und des Mose. Ihre
Botschaft ist seine Botschaft.
Die Apostel hören eine Stimme: "Mein geliebter Sohn ist er. Ihn sollt
ihr hören. Seine Botschaft trifft den Kern."
Was also verbindet Jesus mit Mose und Elija?
Im Buch Deuteronomium hat
Mose den neuen Boten angekündigt und auch, was er sagen wird: „Einen
Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte, unter
deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören. -
Du sollst ganz und gar bei
dem Herrn, deinem Gott, bleiben“ (Dtn 18,15.13).
Und Elija? Da reicht es, seinen Namen zu übersetzen: "Mein Gott ist
Jahwe. Ihm gehört mein Bekenntnis. Er ist mir Messlatte für alles
Weitere."
Dieses Wenige hat Jesus verkündet. Uralte Botschaft, - immer wieder
hintangesetzt, vergessen, als gestrig abgetan.
In diesem Wenigen ist alles
enthalten. Mehr hat Jesus nicht gepredigt, aber auch nicht weniger.
Fragt bei allem, was ihr
tut, ob das deutlich wird: "Mein Gott ist Jahwe! Ganz und gar beim Herrn
bleiben! Lebt das und ihr werdet ein Wunder erleben: das Heil.“
Abt Albert
Altenähr OSB
070304 |