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Beim Herrn bleiben
Das Töchterchen des Jaiurs
Aschermittwoch 2007
Spurensuche
Im Feuer der Sehnsucht:
der ungläubige Thomas

Ein Licht durchleuchtet die Nacht - Ostern 2006
Karfreitag 2006
Sich abwenden vom Spalt der Grabkammer
Weihnachtstür und Osterstein
Die Erde ist Gottes so voll
Geburtsfest neuen Lebens

Dem neuen Geist entgegen
Osterkerze 2005
Schweißtuch der Veronika
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Anfänge

weitere Texte

 

 

Apostelgeschichte 2:1 Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.
 
2 Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.

 
3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
 
4 Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt

 

Pfingsten – Christen sind Menschen mit Geist

Als ich vor einigen Tagen diesen Satz formulierte und in den Aushang unserer Kirche hängte, habe ich mich gefragt, ob das wirklich ein guter Satz ist. Vielleicht ist das beste an dieser Formulierung, dass ich es auch jetzt noch nicht weiß.

Christen sind Menschen mit Geist. Das so zu sagen, provoziert. Es provoziert zum Nachdenken: Was heißt das? Was will der, der das so hinstellt, damit sagen? Wie verstehe ich selbst diesen Satz? Solche Provokation ist gut, denn sie weckt die behäbige Verschlafenheit, - regt die Lebensgeister an und regt vielleicht sogar zum Widerspruch auf.

Christen sind Menschen mit Geist. Die Formulierung ist sehr allgemein. Sie schreit in dieser Allgemeinheit nach Präzisierung. So wie sie dasteht, ist sie irgendwie „geistvoll“, aber in ihrer undefinierten Weite auch wieder „geistlos“. Sie gefällt mir als Bonmot, aber ist sie auch ein gutes Wort?

Christen sind Menschen mit Geist. Ich habe ganz bewusst das religiöse Wort „heilig“ ausgelassen. Ich wollte und will verhindern, dass wir allzu schnell oder gar sofort in vielleicht allzu engen und festen religiösen Klischeegedanken weiterdenken. Gerade das biblische Denken über den Geist scheint mir gegen jede Engführung und jedes Klischeedenken protestieren zu wollen. Und auch die Siebenzahl der Gaben des Geistes deutet nicht an, dass es eben nur sieben sind. Die Siebenzahl will vielmehr von einem Feuerwerk des Wirkens Gottes künden.

Christen sind Menschen mit Geist. Wo Geist ist, da ist Beweglichkeit, - da ist Aufbruch, - da ist Mut zu einem Weg. Da lebt etwas. Da lebt die Gegenwart auf eine Zukunft hin. Christen sind nicht Friedhofsverwalter der Vergangenheit, sondern Lebensgestalter des Reiches Gottes.

Christen sind Menschen mit Geist, - ... mit Heiligem Geist. Sie glauben, dass die Gegenwart und all ihre offenen Fragen in der guten Hand Gottes ruhen. Sie glauben, dass unser Weg, so stolprig wir ihn auch gehen, zu einem guten Ende führt. Sie glauben an den Heiligen Geist, der in die Fülle der Vollendung Gottes führt.

Christen sind Menschen mit Geist.

Abt Albert Altenähr OSB
Pfingstsonntag, 020519

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