Textauswahl

Kirchenjahr / Feste
Advent und Weihnachten

Fastenzeit und Ostern

Wo geht's hin?
Der Hoffnung eine Schneise!
Jeremia Evangelista
Was Gott verbunden hat
27. So. i.J. B
Allerheiligen
Francesca Romana
Sanctus enim dies Domini est - 3. So.i.J. C
Fingerspitzengefühl für Gott - 13. So i.J. B
Neues sprießt - 7. So i.J. B
Denktage
Seid gesinnt wie Christus Jesus 26. So i..J. A
Meine Stärke ist der Herr

Allerseelen 2004
Erde braucht der Mensch zum Glauben 28. So i.J. C

Ein Gebetsnetz für das Leben 29. So i.J C
Weltennot und Gottesstunde 19. So. i J. C

Die beiden Brüder in mir
Jahreswechsel 2003
Allerseelen 2003
Ihr Frauen und Männer
21. So i.J. B
Das Menschsein Jesu

Annaoktav 2003
Dreifaltigkeit 2003
Stopp! Da geht's lang
5. Fastensonntag
Wendepunkte

3. Sonntag im Jahreskreis
Den Glauben wagen
33. Sonntag im Jahreskreis
Entschiedenheit
13. Sonntag im Jahreskreis  
Profess Fr. David
Allerseelen 2001
Silberprofess

Predigt vom 20.5.2001

Gedanken zu
Psalmen

Benediktinisches

Anfänge

weitere Texte

 


Gedanken zur Silberprofess von P. Friedhelm
(Zusammenfassung der Predigt im Festgottesdienst, 20.05.01)

1. »Musik ist mehr, als was in den Noten steht« (Gustav Mahler).
Als Komponist und Dirigent hat Mahler erfahren, wie schwer es ist, das, was in ihm lebt, schwarz auf weiß in den Notenzeichen niederzulegen, und wie schwer es ist, die geschriebene Partitur zu dem Leben zu erwecken, die »hinter« ihr lebt. Jedes dargebotene Werk der Musik zeigt »anderes« Leben. Es lebt den Komponisten, den Interpreten (seine Fingerübungen, seine Etüden, sein Können, sein »Spielen«, sein intellektuelles und sein Herzensverständnis des Werkes) ... und dann auch noch den Hörer und seine »Stunde«, in der er das Werk jetzt hört und aufnimmt. Noten werden Musik, wenn im Zusammenspiel(en) Stimmigkeit der Herzmitten aufscheint.

2. Ordensleben ist mehr, als was in der Ordensregel steht.
Es ist mir in letzter Zeit mehrfach aufgefallen, dass Journalisten, die über uns geschrieben haben, von den »Ordensregeln« des hl. Benedikt sprachen, die unser Leben bestimmen. Das ist für uns ein ungewohnter Plural; wir sprechen immer von der »Ordensregel« - im Singular. Gewiss gibt es in dieser Regel viele Regelungen, - also Regeln. Aber diese Regeln sind wie einzelne Noten oder auch Notensequenzen, aber weder als einzelne Note noch als bloß aneinandergereihte Notensequenzen, - ja, nicht einmal in ihrer bloßen Gesamtaddierung (also in ihrer Summe) fangen sie lebendiges Ordensleben ein. Auch wenn alles »richtig« sein mag, kann es doch sein, dass es von vorne bis hinten nicht »stimmt«, - nicht »klingt«, - keine Musik ergibt, ... - weil das Feuer des Herzens fehlt.

3. Abba Lot ging einst zu Abba Joseph und sagte zu ihm: »Abba soweit ich es vermag, halte ich meine kleine Gottesdienste, - ich faste ein wenig, - ich bete, - ich meditiere, - ich lebe in der Sammlung, - und, soweit ich kann, reinige ich meine Gedanken. Was muss ich noch tun?« Da erhob sich der Altvater und streckte seine Hände zum Himmel hinauf. Seine Finger wurden wie zehn Feuerlichter und er sagte zu ihm: »Wenn du IHN willst, werde ganz wie Feuer.«

»Du kannst nicht Mönch sein, wenn du nicht ganz in Feuer gerätst« [Apophtegmata Patrum (Bonifaz Miller (Hg.), Weisung der Väter ... Nr. 390 und 389)].

Abt Albert Altenähr OSB

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