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Jahreswechsel 2003
Allerseelen 2003
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21. So i.J. B
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Annaoktav 2003
Dreifaltigkeit 2003
Stopp! Da geht's lang
5. Fastensonntag
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3. Sonntag im Jahreskreis
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33. Sonntag im Jahreskreis
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13. Sonntag im Jahreskreis  
Profess Fr. David
Allerseelen 2001
Silberprofess

Predigt vom 20.5.2001

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weitere Texte

 

Lesungen und Predigt zur Eucharistiefeier
anlässlich der ewigen Profess von Frater David Palm,
Abtei Kornelimünster, am 01. Mai 2002

1 Könige 19,11 Der Herr sprach zu Elija: Komm heraus aus der Höhle, und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht im Erdbeben.
12 Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln.
13 Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.

Johannes 3,1 Es war ein Pharisäer namens Nikodemus, ein führender Mann unter den Juden.
2 Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.
3 Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
4 Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden.
5 Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.
7 Wundere dich nicht, daß ich dir sagte: Ihr müßt von neuem geboren werden.
8 Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.

Die Feier der ewigen Profess gehört zu den Initiations-, den Einführungsriten und -feiern des klösterlichen Lebens. Sie ist deren Abrundung und Höhepunkt. Der neue Mitbruder ist „da“. Er ist da angekommen, wohin ihm seine Sehnsucht und Hoffnung Zukunft verhieß. Diese ersehnte Zukunft ist im Jetzt der Gegenwart angekommen. Frater David schenkt sich Gott und unserer Gemeinschaft. Wir Mönche schenken uns und unsere Gemeinschaft ihm. Der mehrjährige Wegprozess des Klostereintritts ist abgeschlossen. Er ist zur Ruhe gekommen. Kann und will Frater David sich nun zur Ruhe setzen?

Die Frage dürfte sich in ähnlicher Weise mancher gestellt haben, als er vor vier Jahren davon hörte, dass der damals 72-jährige verwitwete und pensionierte Realschullehrer Johannes Palm, Vater von vier Kindern und 11 Enkelkindern - inzwischen sind es 13 und ein Urenkel -, in das Kloster Kornelimünster eingetreten ist. Das Kloster als vielleicht ein wenig aparter, aber letztlich doch gar nicht so ganz abwegiger Ruheplatz und Alterssitz?

Wenn Frater David je so gedacht haben sollte, dann dürfte ihm sehr bald deutlich geworden sein, dass er sich gründlich geirrt hatte. Ordensleben ist und bleibt ein, - wenn nicht sogar  d e r  Unruhestand des Lebens! Er ist die „Unzufriedenheit“ mit dem, was das Leben so „alles“ anzubieten hat. Beruf und berufliches Fortkommen, Anspannungen in den Alltagen und Entspannung in den Urlauben, das Regengrau der Rurebene und der Sonnenschein der Berge und südlicher Strände, dröge Konferenzsitzungen und der Genuss von Musik, nervige Mitmenschen und schmusefreudige Enkel ... und alles, was an Farbschattierungen dazwischen liegt, ... – war und ist es das? Ist das des Lebens-Pudels Kern? Es muss im Leben mehr als „alles“ geben! Ordensleben ist die „Unzufriedenheit,“ die sich nur mit diesem „Mehr“ über und jenseits von allem zufrieden geben will.

Lieber Frater David, mit der Stunde der ewigen Profess sind Sie darum zwar in unserer Gemeinschaft ganz angekommen und voll aufgenommen, aber wir verstehen uns als eine Gemeinschaft, die auf einem Weg ist und bleibt zu einem Ziel, das uns immer voraus ist. Wir glauben, dass Gott nur für den eine lebendige Gegenwart werden und sein kann, der weiß, dass er ihn nie erreicht hat. Wer meint, Gott irgendwann und endlich zu „haben“, dem zerrinnt er zwischen den Fingern. Wer in der Gottsuche bleibt, dem bleibt er spannend und dem wurzelt er sich in sein Herz hinein.

Wie kann einer, der an Jahren alt ist, wiedergeboren werden, fragt Nikodemus, - wie kann er jung bleiben? ... indem er dem Sturmklang und dem Windhauch des Geistes nachlauscht, - ... indem er der Ahnung nachgeht: da ist doch noch etwas, das den Einsatz lohnt. Indem er zum Frieden, - zu dem, der der Friede ist, hinstrebt. „Wie dem Adler wird die Jugend ihm neu!“ (Ps 103,5)

Albert Altenähr OSB
020426

 

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