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Von der Lust an
den Psalmen Ps 1
Psalmbrücke
Komm, uns zur Rettung
(Ps 80,3)
Lied der Zeitenfülle
(Ps 150)
Herr, öffne
mir die Augen
(Ps 119, 18)
Singt dem Herrn
ein neues Lied (Ps 149, 1)
Ein Psalmenlied dem
Herrn (Ps 148)
Pretiosen aus Psalm 37
Öffne mir die
Augen
(Ps 119,18)
Die Ur-Kunde der
Gründung
Wie der Hirsch lechzt
nach frischem Wasser - Ps 42, 2f
Psalm 91
Psalm 24
...wie dem
Adler ... (Ps 103,5 )
Ducantur
ad orationem
Bei Ihm ist Erlösung in Fülle (Ps
130,7)
ex
Monasterio Salvatoris
(Ps 60, 3-7)
Ein Zeichen, zu dem wir fliehen können - Ps
60, 6
Vigil
am Mittwoch
Ps 73, 13-16
Psalmenerfahrung
- ein Dekalog
Brunnengespräche
Esel
und Psalmengebet
"Der Eine" gegen "das
Nichts" (Ps 1, 6b)
Wir
sind stark im Namen des Herrn
( Ps 20,8)
Er
setzt den Kriegen einen Sabbat!
(Ps 46)
Du
krönst das Jahr mit deiner Güte
(Ps 65)
Vom
positiven Hoch Mut
(Ps 118,7)
"...
der das Schilfmeer zerschnitt ..."
(Ps 136,13)
Kirchenjahr /
Feste
Benediktinisches
Anfänge
weitere Texte
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Er
setzt den Kriegen einen Sabbat!
(zu Psalm 46)
Es
ist erschreckend, dass Spannungen in der Welt immer wieder mit religiösen
Argumenten und Ansprüchen unterfüttert und überhöht werden. Das geht
quer durch die Religionen und quer durch die Konfessionen. Der Weg von
der geistig-geistlichen zur handfesten Auseinandersetzung scheint
erschreckend kurz zu sein. Die Fragen von Recht und Gerechtigkeit
wandeln sich blitzschnell zu Fragen nach dem richtigen Gott und zum
Anspruch, diesen Gott auf die eigene Seite zu begrenzen. Es ist die
Gefahr aller Auserwählten, den eigenen Standpunkt mit dem Gottes
zu verwechseln.
Für
mich stellt sich die Frage, ob ich mich und ob wir uns wirklich tief
genug in Gott hinein vertieft haben, - ob wir uns von dem
Tiefen-Frieden, den wir als Gottes innerste Wirklichkeit glauben und
bekennen, nicht nur träumend ansprechen, sondern auch in Anspruch
nehmen lassen, - ob wir nicht allzu oft die Untiefen unserer jeweiligen
Engherzigkeit mit Rechtgläubigkeit verwechseln. Gott ist größer
als unser Verstand und unser Herz.
Diese
Fragen darf ich sicher den anderen stellen, die den Frieden mit
Gewalt herbeizwingen wollen. Ich muss die Frage aber auch mir selbst
stellen, denn ich bin gar nicht so anders als die anderen. Der
Teufelskreis des Unfriedens kann nur an Einzelstellen durchbrochen
werden. An dem Ort, an den ich gestellt bin, bin die entscheidende
Stelle ich selbst. Ich selbst muss tiefer in den eintauchen, der der
Friede ist.
Am
Morgen nach dem schrecklichen Terror-Anschlag auf das World Trade Center
in New York (11. Sept. 01) begann unser klösterliches Chorgebet mit dem
Psalm 46. Er ist eine Wegermutigung hinein in den Gott des Friedens. Er
ist Ermutigung zum Frieden in mir, in meinem Umfeld und in der Welt.
Friede ist möglich, - denn Gott ist Friede.
Psalm 46, 10
Krieges-Sabbat setzt er
bis zu den Rändern der Erde.
Er wird Bogen zerbrechen und Lanzen zerschlagen,
Wagen wird er im Feuer verbrennen.
11 Lasst ab und erkennt: Gott bin Ich.
Abt Albert Altenähr
OSB
010912
Übersetzung N. Lohfink. Vgl. N. Lohfink, Der den Kriegen
einen Sabbat bereitet. Psalm 46 ein Beispiel
alttestamentlicher Friedenslyrik, in: Bibel und Kirche (44 (1989)
148-153.
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