Textauswahl
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Wegweiser zur Gotteserfahrung
(Psalm 50,23)
Ein Psalm im Psalm
(Ps 36,6-10a )
Jahwe, du
Bezwinger
Von der Lust an
den Psalmen Ps 1
Psalmbrücke
Komm, uns zur Rettung
(Ps 80,3)
Lied der Zeitenfülle
(Ps 150)
Herr, öffne
mir die Augen
(Ps 119, 18)
Singt dem Herrn
ein neues Lied (Ps 149, 1)
Ein Psalmenlied dem
Herrn (Ps 148)
Pretiosen aus Psalm 37
Öffne mir die
Augen
(Ps 119,18)
Die Ur-Kunde der
Gründung
Wie der Hirsch lechzt
nach frischem Wasser - Ps 42, 2f
Psalm 91
Psalm 24
...wie dem
Adler ... (Ps 103,5 )
Ducantur
ad orationem
Bei Ihm ist Erlösung in Fülle (Ps
130,7)
ex
Monasterio Salvatoris
(Ps 60, 3-7)
Ein Zeichen, zu dem wir fliehen können - Ps
60, 6
Vigil
am Mittwoch
Ps 73, 13-16
Psalmenerfahrung
- ein Dekalog
Brunnengespräche
Esel
und Psalmengebet
"Der Eine" gegen "das
Nichts" (Ps 1, 6b)
Wir
sind stark im Namen des Herrn
( Ps 20,8)
Er
setzt den Kriegen einen Sabbat!
(Ps 46)
Du
krönst das Jahr mit deiner Güte
(Ps 65)
Vom
positiven Hoch Mut
(Ps 118,7)
"...
der das Schilfmeer zerschnitt ..."
(Ps 136,13)
Kirchenjahr /
Feste
Benediktinisches
Anfänge
weitere Texte
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"...
der das Schilfmeer zerschnitt in zwei Teile"
(Ps 136,13)
So einfach sieht der Psalmist das Ende der Sackgasse,
in die sich das Volk Israel bei seinem Auszug aus Ägypten
hineingeflüchtet hatte. Hinter sich der Pharao und seine Streitwagen,
vor sich das Wasser, das keinen Weg öffnete. Gewiss, dem forschenden
Bibelausleger wird hinter dem Bildwort die ganze mythische Tradition vom
göttlichen Kampf gegen den Chaosdrachen aufleuchten, aber der
Psalmdichter konzentriert die göttliche Kampftat auf das Ergebnis: er
zerschnitt ... einfach so.
Das Grab ist leer ..., ER ist auferstanden ... einfach so wird es
gesagt und wiederholt und wiederholt, immer wieder. Und das ist alles,
das ist der Angelpunkt, um den wir das Christsein, unser Christsein
sich drehen lassen? ... einfach so? Ist das nicht zu einfach? Gewiss,
die Evangelisten berichten das Leben Jesu und schon die Apostelbriefe
und danach erst recht die Theologen der Kirche entwickeln ein ganzes
Lehrgeflecht um die einfache Aussage, aber zum Schluss geht doch alles
wieder in die Uraussage zurück: Das Grab ist leer, Er ist auferstanden.
Ich fühle mich hin-und-hergerissen zwischen den Kompliziertheiten des
modernen Lebens, der theologischen Aussagen und meinem eigenen
Denkanspruch einerseits und der Einfachheit der Kernbotschaft des
Glaubens. Ist es wirklich so kompliziert, wie ich/wir es sehe/n? Oder
machen wir die Dinge nicht vielleicht doch komplizierter, als sie sind?
Mir kommt ein Wort in den Sinn, das ich vor einiger Zeit las:
Wer nur
Probleme sieht, frage sich, ob er nicht selbst das Problem ist.
Ganz nüchtern muss ich sagen: Ich kann aus dem Geflecht der Erde und
ihrer Komplizierheiten nicht aussteigen. Ich muss mich ihnen stellen, -
sie aushalten, - und, soweit möglich, ihre Verknotungen aufzuknüpfen
versuchen.
Doch genauso nüchtern ahne ja, erkenne und weiß ich, dass die großen
Dinge und Entscheidungen einfach sind. Pascal hat es formuliert:
Das
Herz hat seine Gründe, denen der Verstand nicht folgen kann, und
Saint-Exupery: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist
für die Augen unsichtbar.
Ostern, Auferstehung ... der Verstand sagt: das geht vorne und hinten
nicht. Schön wär´s ja, aber ...
Ostern, Auferstehung ... das Herz lockt:
Versuch es, trau dich, trau IHM! Lass die Botschaft nicht nur an
dich heran, sondern nimm sie in dich hinein und lebe mit ihr.
Ich schaue mir die Spannung zwischen Herz und Verstand an und spüre die
Versuchung, sie aufzulösen: Lass nur den Verstand gelten; das Herz
gaukelt dir nur eine Illusion vor. Lass nur das Herz sprechen; der
Verstand führt aus den Fragen nicht heraus.
Die Versuchung ist groß, doch ich will ihr widerstehen. Ich nehme mir
ein Herz, mit Gott in der Welt zu leben: im Dunkel der Nacht das
österliche Lumen Christi, im Tod das Leben, in den Ängsten die
Geborgenheit zu glauben. Ich erfahre, dieser Glaube ist ein Kompass, der
im Labyrinth des Lebens Richtung weist.
Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke, Herr, du mein Fels, meine
Burg, mein Retter, mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, mein
Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht (Ps 18,2-3).
Abt Albert Altenähr OSB
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