auf unbestimmte Zeit zum Abt gewählt.
Am 13. März wurde er von Abtpräses Bruno Marin OSB bestätigt und in einer
liturgischen Feier in sein Amt eingesetzt.
Abt Friedhelm Tissen OSB wurde am 24. Januar 1954
als drittes Kind der Eheleute Ernst und Änne Tissen, geb. van Treeck,
geboren. In seinem Heimatort Alpen am Niederrhein besuchte er von
1960-1965 die Volksschule. 1965 wechselte auf das bischöfliche Gymnasium
„Collegium Augustinianum Gaesdonck“, wo er besonders durch die Zeit als
Internatsschüler geprägt wurde. 1974 machte er dort das Abitur.
Im selben Jahr trat er in die Abtei Gerleve im
Münsterland ein. Dort legte er am 11. April 1976 seine ersten und 1979
seine ewigen Gelübde ab. Von 1976 bis 1978 studierte er
Philosophie in Salzburg, von 1978 bis
1981 Theologie an der benediktinischen Ordenshochschule St. Anselmo in Rom. Am 27.
August 1981 wurde er in Gerleve vom Münsteraner Diözesanbischof Reinhard
Lettmann zum Priester geweiht. In Gerleve war er u.a. in der
Jugendarbeit und in der Gästebetreuung tätig, zudem war er als
Zeremoniar verantwortlich für die Liturgie.
Fotos nach
der Wahl und von der Installation
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Abtpräses Ansgar Schmidt
(Trier), Abtpräses Bruno Marin (Rom) und Abt Friedhelm (von
links) nach der Wahl |
Abt Friedhelm |
Abtpräses Bruno bei der
Bestätigung der Wahl |
Abt Friedhelm und Fr. David |
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Installation in der Kirche |
Begegnung im Gästespeisesaal |
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Abtsbenediktion - Was ist das?
Es ist eine alte Tradition, dass es für die
Einführung in den Dienst des Abtes oder einer Äbtissin eine eigene
Segensfeier gibt. Diese Feier heißt Abtsbenediktion oder landläufig
"Abtsweihe". Im Gegensatz zu einer Bischofs-, Priester- oder
Diakonenweihe ist diese Weihe kein Sakrament, sondern ein
feierlicher Segen. Um dieses Missverständnis zu vermeiden, umgehen
wir nach Möglichkeit den Begriff Abts"weihe".
Dieser Segen wird in einer Eucharistiefeier gespendet. Der
Abtsbenediktion steht in der Regel der Diözesanbischof vor, sie kann
aber auch von einem anderen Bischof oder Abt geleitet werden. In
dieser Feier werden dem neuen Abt die Ordensregel und die
Amtszeichen (Stab, Mitra und Ring) überreicht.
Der Abt ist damit kein Bischof und ihm nicht gleichgestellt (so ein
beliebtes Vorurteil). Er darf aber als Zeichen der klösterlichen
Unabhängigkeit in seinem Kloster die Pontifikalien (Brustkreuz, Stab
und Mitra) benutzen.
Der Tag
der Abtsbenediktion im Rückblick
"Wann
gibt es Fotos von der Abtsbenediktion?" - so lautete in der
vergangenen Woche eine nicht selten gestellt Frage. Da wir
Schwierigkeiten mit unserer eigenen Homepage hatten, mussten
sich Betreiber wie Besucher in Geduld üben. Nun ist es also
so weit.
Für Sonntag, 13. April, 10.30 Uhr war die Benediktion von
Abt Friedhelm angesetzt. In den Tagen davor wurde viel
geputzt, geschleppt, geplant, getan... Und dann gab es am
Tag selber doch noch sehr viel Staub, da die Fertigstellung
der neuen Räume doch nicht so gelang, wie es uns versprochen
war.
Die Kirche war mit 250 zusätzlichen Stühlen versehen worden
- aber das reichte lange nicht, um allen ca. 850
Gottesdienstbesucher aus nah und fern eine Sitzgelegenheit
zu verschaffen. So rückte man zusammen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Herrn Gach an der
Orgel und eine Schola verstärkt, die in den Tagen vorher mit
Fr. Antonius eifrig geübt hatte.
Die eigentliche Segensfeier fand nach der Predigt von
Bischof Heinrich Mussinghoff statt. P. Oliver bestätigte dem
Bischof die Rechtmäßigkeit der Wahl und bat ihn im Namen der
Mönche die Benediktion vorzunehmen. Dann befragte der
Bischof Abt Friedhelm nach seiner Bereitschaft, den Dienst
des Abtes auszuüben. Zur folgenden Allerheiligenlitanei
legte sich Abt Friedhelm auf den Boden mitten im Chorraum.
Danach erfolgte das eigentliche Weihegebet.
Abschließend überreichte der Bischof dem Abt die Regel des
heiligen Benedikt, Ring, Mitra und Stab. Dann ging Abt
Friedhelm zu seinen Mitbrüdern und gab ihnen den
Friedensgruß. Die Messfeier wurde in gewohnter Weise
fortgesetzt.
Vor dem Segen bedankte sich Abt Friedhelm beim Bischof für
die Erteilung des Segens, bei P. Albert für seinen Dienst
als Abt, den er 25 Jahre ausgeübt hatte sowie bei P. Oliver,
der im vergangenen halben Jahr die Geschicke der
Gemeinschaft geleitet hatte. Drei Gottesdienstbesucherinnen
erwähnte Abt Friedhelm eigens: Seine 93jährige Mutter, seine
98jährige Patentante und die Witwe des verstorbenen
Patenonkels, mit fast 90 Jahren die "Jüngste" der Genannten.
Nach dem Schlusssegen ging Abt Friedhelm zu diesen dreien
und spendete ihnen den Segen.
Dann begann ein großes Fest, das kaum zu beschreiben ist. Im
Kreuzgang nahm Abt Friedhelm die Glückwünsche vieler
entgegen. Um halb drei erst nahm das Händeschütteln ein
Ende. Inzwischen wurde in drei Räumen Suppe und Getränke
ausgeteilt, wobei viele Helferinnen und Helfer im Spiel
waren. Diesen gilt an dieser Stelle ein ganz besonderer
Dank. - Bei dieser Gelegenheit wurde zum letzten Mal der
immer noch so genannte "Schülerspeisesaal" genutzt, zum
zweiten Mal der neue Festsaal vor der Kirche. Im
Gästespeisesaal versammelten sich die Verwandten von Abt
Friedhelm, die in großer Zahl gekommen waren. Ehe er bis zu
ihnen vordringen und selber etwas essen konnte war es schon
15.00 Uhr.
Einfach einige Zahlen: 250 Liter Suppe wurden ausgeteilt,
120 Liter Bier flossen, andere Getränke noch mehr. Gut 50
Kuchen wurden gestiftet, damit die Kaffeetafel nicht leer
wurde. Auch hier sei allen Stifterinnen und Stiftern Dank
gesagt!
Das Fest wurde abgeschlossen durch die gemeinsam gesungene
Vesper im Chor der Abteikirche. Sah es zunächst so aus, als
kämen nur relativ wenige Gäste zur Vesper, kamen von außen
doch noch wieder viele dazu, so dass der Chorraum mehr als
gut gefüllt war. Das war ein schlichter schöner Abschluss
des Festtages.
Allen, die zum Fest gekommen sind sei gedankt, allen die
gebetet haben, die geschrieben haben, die gespendet haben!
Dank vor allem dem, der uns auf den Weg der Nachfolge
gerufen hat und hier im Kloster immer wieder zusammenführt.
Ihre Mönche der Abtei Kornelimünster
Predigt von Bischof Heinrich Mussinghoff
Lesung: Apg 2, 14a.36-41 Evangelium:
Joh 10, 1-10
Lieber Abt Friedhelm! Lieber Altabt Albert!
Liebe Mönche der Abtei St. Kornelius und St. Benedikt von
Aniane an der Inda!
Liebe Gäste! Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!
Die
Mönche der Abtei St. Kornelius und St. Benedikt von Aniane
haben nach Gebet und Kontemplation einen neuen Abt gewählt:
Pater Friedhelm Tissen. Heute erhält der Gewählte den Segen
der Kirche für den Dienst der Leitung des Klosters, die
Benediktion, die Abtsweihe.
Kaiser Karl der Große hatte die Reichsabtei an der Inde
gegründet, mit Reliquien von der Auferstehung des Herrn
ausgestattet und in Benedikt von Aniane einen führenden Abt
gefunden, der die überlieferte Regel des hl. Benedikt für
das Mönchsleben überarbeitete, vereinheitlichte und seine
segensreiche Kraft für das ganze Heilige Römische Reich
Deutscher Nation verwirklichen konnte. Wir sind froh, dass
1906/07 ein neues Kloster entstehen konnte und dass die
Weichen gelegt sind für ein geistliches Wirken durch Gebet
und Arbeit in unserem Bistum und darüber hinaus.
Lieber Abt Friedhelm! Sie haben sich den Wahlspruch gegeben
"Sub ducatum evangelii", "Unter der Führung des Evangeliums"
(Prolog der Regel, V. 21).
Darum bitten wir Sie: Gehen Sie
mit Ihren Mönchen Ihren Weg "unter Führung des
Evangeliums". Und dieses Wort regt uns an, nach Weisung in
der Regel des hl. Benedikt zu suchen. In
prägnanter Kürze beginnt die Regel: "Höre, mein Sohn, auf
die Weisung des Meisters, und neige das Ohr deines Herzens,
nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle
ihn durch die Tat! So kehrst du durch die Mühe des Gehorsams
zu dem zurück, von dem du dich durch die Trägheit des
Ungehorsams entfernt hast", damit du zurückkehrst zu deinem
Gott! (Regula Benedicti, Prol. 1 und 2)
"Höre, mein Sohn, auf die Stimme des Meisters." Immer und
immer wieder weist Benedikt uns auf die Stimme Christi hin:
"Was könnte für uns beseligender sein als die Stimme des
Herrn, der uns einlädt? Seht doch, in seiner Güte zeigt uns
der Herr den Weg zum Leben" (Prol. 19 und 20).
"Unter Führung des Evangeliums" - per ducatum evangelii (Prol.
21)
-
das ist der Wegweiser, auf den Benedikt uns verweist. Höre
ich die Stimme Christi, indem ich
das
Evangelium höre und lese, indem ich höre, was Christus mir
durch die Zeichen der Zeit, durch die Begegnung mit unseren
Mitmenschen, durch die Ereignisse in unserer Gesellschaft,
durch die Schwestern und Brüder in unseren Kommunitäten
sagen will? Lasse ich mich in meinem konkreten Leben, in
meinen alltäglichen Entscheidungen und in
meinem Handeln von der Stimme Christi leiten? Benedikt lehrt
uns die Liebe zur Schrift, zum Evangelium, zur Stimme
Christi, die uns ruft. Im Hören des Wortes öffnen wir uns
ihm.
"Ausculta,
o fili, praecepta magistri".
Ausculta (oder obsculta) - Höre. Altabt Albert hat darauf
aufmerksam gemacht, dass in diesem Wort "Hören" das aures
cultivare steckt, die Ohren kultivieren, d.h. Benedikt
fordert uns zu einer Kultur des Hörens, zu einer Kultur der
Hörsamkeit und Hörbereitschaft, der Achtsamkeit und
Aufmerksamkeit auf. Und wenn die Regel fortfährt: "und neige
das Ohr deines Herzens", dann wird klar, dass es bei dieser
Kultur des Hörens nicht um den Laut der Stimme noch um das
Begreifen der Vernunft, sondern um die Offenheit und
Aufmerksamkeit des Herzens geht, das die Stimme Christi
vernimmt und sein Wort in Liebe aufnimmt. Kultur des Hörens
führt zur Kultur des Herzens, zu einer Kultur der Liebe.
"Damit du zurückkehrst zu Gott."
In
unserem Leben erfahren wir immer wieder, dass wir Wege
gehen, die vergeblich sind, die sich als Irrwege erweisen,
die in Sackgassen enden. Die Wege unseres Lebens sind nicht
immer Wege der Treue, der Gerechtigkeit und des Friedens,
sondern oft Wege der Selbstsucht und des Unverstehens, wo
wir unsere Vorteile suchen und den anderen das Lastentragen
zumuten. Auf unseren Wegen sind wir oft nicht gute
Weggefährtinnen und Weggefährten, die in Freundschaft Last
und Hitze des Weges teilen. Benedikt mahnt uns, dass wir
umkehren sollen zu unserem Gott, dass wir uns auf unserem
Lebensweg von seiner Stimme führen lassen sollen; er ruft
uns wie den verlorenen Sohn heim in die Arme des Vaters, der
in seinen ausgestreckten Armen uns verlorene Söhne und
Töchter birgt.
"Damit du durch die Mühe des Gehorsams zu dem zurückkehrst,
von dem du dich durch die Trägheit des Ungehorsams entfernt
hast."
Benedikt kennt unser Herz, das nicht so sehr von der puren
Bosheit, der bewusst gewollten und zynisch angestrebten
bösen Tat besessen ist. Es ist eher die Trägheit des
Herzens, die Unbekümmertheit, mit der wir die Stimme Christi
überhören und vergessen, die Lauheit und Gleichgültigkeit,
die uns immer wieder vorgaukelt, morgen sei es früh genug
anzufangen, sich zu ändern, als ganzer Ordenschrist zu
leben. Ungehorsam, das ist in der Wurzel ein
Nicht-hören-Wollen auf die Stimme Christi. Trägheit und
Schläfrigkeit lassen uns oft nicht gute Christen sein.
Benedikt hat erfahren und weiß: Umkehr, Heimkehr zu Gott,
das geht nicht von selbst, das erfordert die Mühe des
Gehorsams. Das neue Hören auf die Stimme des Herrn und das
daraus folgende Gehorchen erfordert Aufmerksamkeit,
Anstrengung, Mühe, Arbeit (labor). Die Mühe des Gehorsams
wird uns nicht erspart. Aber sie birgt eine Verheißung.
"Seht doch, in seiner Güte zeigt uns der Herr den Weg zum
Leben" (Prol. 20).
Weg
zum Leben. Viele Geschichten und Mythen erzählen vom
Scheideweg, von der Entscheidung für den Weg, der ins
Verderben führt, oder für den Weg, der zum Leben führt. In
seiner Güte führt uns Christus den Weg zum Leben. Wir
brauchen nur den Mut des Gehorsams gegenüber seinem Wort,
die Kraft der Umkehr von der Trägheit des
Ungehorsams, die Beharrlichkeit auf dem Weg in seiner
Nachfolge. Der Weg zum Leben ist der Weg Christi, der Weg,
der zum Kreuz führt und durch das Kreuz hindurch zur
Herrlichkeit der Auferstehung. Christus zeigt uns den Weg
zum Leben. Er ist der Anführer auf dem Weg des Glaubens
(vgl. Hebr 12, 2); er selbst ist der Weg
(vgl. Joh 14, 6); er bietet uns seine Freundschaft an; er
will unser Weggefährte sein. Der Weg jedes Menschen in
Christi Nachfolge hat je seine besondere Prägung, seinen
besonderen Gehorsam. Gefordert ist von mir Nachfolge Christi
in meinem Orden, in meiner Kongregation, in meinen
Lebensaufgaben.
Benedikt sagt im Vorwort zur Regel weiter:
"Lasst uns unter der Führung des Evangeliums Wege gehen, die
der Herr uns zeigt, damit wir ihn schauen dürfen, der uns in
sein Reich gerufen hat" (Prol. 21)
Jeder Weg hat ein Ziel, jeder Weg hat seine Hoffnung. Der
Weg Jesu hat seine Verheißung. Unter Führung des Evangeliums
gehen wir diesen Weg der Hoffnung. Hoffnung ist in ihm, weil
ihn Jesus uns zeigt. Hoffnung ist in ihm, weil er auf ihn
hinführt. Christus ist der Weg und das Ziel des Weges,
"damit wir ihn schauen dürfen, der uns in sein Reich gerufen
hat". Der ewige, lebendige, unwandelbare Gott selbst ist das
Ziel unseres Weges. Gottes Reich ist unsere Hoffnung, dass
Gott in unseren Herzen und in unserer Welt zur Herrschaft
kommt. Gottes Reich aber ist kein Herrschaftsgebiet, kein
Machtbereich, in dem es Herrscher und Untertanen gibt,
sondern Gottes Reich ist er selbst. Und wir werden ihn
schauen, wie er ist.
Er
ruft uns in sein Reich, in seine Gemeinschaft, in seine
Freundschaft, an seinen Tisch. Bilder für das, "was kein
Auge geschaut, kein Ohr gehört, in keines Menschen Herz
gedrungen ist, was Gott aber denen bereitet hat, die ihn
lieben" (1 Kor 2, 9).
Benedikt weist uns den Weg: auf die Stimme Christi hören,
Mut zum Gehorsam, auf seinem Weg gehen, in der Gemeinschaft
des Ordens, in der Freundschaft der Weggefährten, unter
Führung des Evangeliums, an seiner Seite, in sein Reich, "wo
Gott
alles in allem sein wird" (1 Kor 15, 28).
Was
aber ist nun des Abtes? Wie soll er sein? Wohin soll er
seine Mönchsgemeinde führen? Es trifft sich gut, dass das
Evangelium vom Guten Hirten am heutigen Tag, wo wir den
Herrn um Berufungen bitten, vor uns steht und dem neuen Abt
Hinweise für seinen Dienst als Abbas, als Vater der
Mönchsgemeinschaft gibt. Und darum
bitten wir Gott für Sie, Abt Friedhelm, was im Weihegebet
festgelegt ist:
"Gott, allmächtiger Vater,
du
hast deinen Sohn in die Welt gesandt,
damit er den Menschen diene
und
als Guter Hirte sein Leben hingebe für seine Herde.
Wir
bitten dich:
Segne und stärke deinen Diener Friedhelm Tissen,
der
zum Abt dieses Klosters gewählt wurde.
Gib
ihm die Kraft, allen ein Vorbild klösterlichen Lebens zu
sein
und
sich des Namens würdig zu erweisen,
den
er von nun an trägt: Abt, das heißt Vater.
Das
Wort seiner Lehre werde zum Sauerteig,
der
in den Herzen der Söhne wirkt,
damit sie in allem deinem Willen folgen.
Lass
ihn bedenken, welch schweres und
mühevolles Amt ihm übertragen ist:
Menschen zu leiten und der Eigenart vieler zu dienen.
Lass
ihn erkennen, dass es seine Aufgabe ist:
nicht so sehr anderen vorzustehen,
als
vorzusehen, was ihnen hilfreich ist.
Gib
ihm ein waches Herz,
dass
er sich darum sorge,
keinen von denen zu verlieren,
die
du ihm anvertraut hast.
Er
sei um alles eifrig besorgt,
doch
halte er Maß und treffe seine Weisungen so,
dass
die Seinen wachsen in der Liebe zu Christus
und
zu allen Menschen,
und
dass sie mit freiem Herzen
den
Weg der Gebote laufen.
Erfülle ihn mit den Gaben deines Geistes,
damit er zusammen mit seinen Brüdern deine Ehre suche und
das Wohl der Kirche.
Er
gebe Christus in allem den Vorrang
und
lehre auch seine Brüder, Christus über alles zu lieben.
Wenn
dann der Jüngste Tag kommt,
gib
ihm mit seinen Brüdern Anteil an deinem Reich.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn."
Lieber Abt Friedhelm! Wir alle, die heute hier versammelt
sind, beten für Sie und für Ihre Mönche. Möge das Kloster
ein Zentrum für Spiritualität sein, eine Oase in der
geistigen Wüste unserer Zeit, ein geistliches Labsal am
Strom des kirchlichen Lebens. Gott segne Sie und Ihren
Dienst in der Gemeinschaft Ihrer Mönche. Amen.
zur Druckversion
Fotos
der Abtsbenediktion
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Bischof Mussinghoff bei der
Predigt |
Blick in den Chorraum |
P. Albert, Pfr. Helmut Grauten (Alpen), Abt Friedhelm,
Abtpräses Bruno, P. Oliver, Fr. Matthias (von links) |
Abt Friedhelm bei der Allerheiligenlitanei |
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Abt Friedhelm bei der
Allerheiligenlitanei, im Hintergrund Mönche von
Kornelimünster, Siegburg und Gerleve |
Der Bischof spricht das Segensgebet über den neuen Abt |
Abtpräses Bruno und Bischof
Mussinghoff übergeben Abt Friedhelm die Benediktsregel |
Überreichung der Mitra... |
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... und des Abtsstabs |
Die Konzelebranten mit Diakon beim Hochgebet |
Die Konzelebranten mit Diakon beim Vater unser; im
Hintergrund Mitglieder des Aachener Domkapitels, Priester und Ordensleute |
Tante, Patentante und
Mutter von Abt Friedhelm (von links) |
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Blick in das Kirchenschiff |
Blick in den Hochchor. In den Bänken: Schwestern und
Brüder der benediktinischen Klöster |
Abt Friedhelm bei der
Danksagung |
Abt Friedhelm und sein
Vorgänger, P. Albert |
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Auszug |
Mutter und Sohn |
P. Albert, Bischof
Mussinghoff, Abt Friedhelm, Abtpräses Bruno (von links) |
"Herzlichen Glückwunsch!" |
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Gratulanten
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Der "frische" Abt |
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