Kurznachrichten  Mai bis Dezember 2002

Dezember 2002

31. Dezember

18:00

  Jahresdankmesse

23:15

  sakramentale Anbetung

23:45

  meditative Messe zum Jahreswechsel

Nach der Dankmesse (18:00) versammelten sich der Konvent und alle Gäste zu einem gemeinsamen Buffet-Abendessen. Um 20:15 sangen wir die Vesper und danach hatten wir für den weiteren Abend zu einem lockeren Beisammensein mit verschiedenen Getränken eingeladen.- Nach der mitternächtlichen Jahreswechsel-Messe, die gut 50 Besucher zählte, trafen wir uns noch mit den Gottesdienstbesuchern zu einem Neujahrs-Umtrunk im Kreuzgang.

In seiner Predigt in der Dankmesse akzentuierte Abt Albert die immer und so auch in diesem Jahr "unerfüllte" Aufgabe des "guten Eifers, den die Mönche haben sollten" (Regel Benedikts, Kapitel 72,4-9). Der "gute Eifer" bleibt somit die Aufgabe auch des neuen Jahres. Er schloss mit einem Abschnitt aus dem Buch von Khalil Gibran, Der Prophet, in dem es heißt: "Ihr seid gut, wenn ihr fest und mit kühnen Schritten auf euer Ziel zugeht. Doch seid ihr nicht böse, wenn ihr hinkend darauf zugeht. Selbst die Hinkenden gehen nicht rückwärts." - Die Messe zum Jahreswechsel hatte die Gruppe, mit der P. Oliver in diesen Tagen Einkehr hält, ganz dem Thema Frieden gewidmet. Allein Gott, der sein Volk um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Treue ausgelöst hat (Hosea 2), kann Grundlage und Garant des Friedens sein.

Der Weihnachtsrundbrief versuchte, einen Überblick über die wichtigsten Geschehnisse des Jahres 2002 zu geben. Hier sollen einige Zahlen des Jahres diesen Überblick ergänzen:
Der Konvent zählt zur Zeit 10 Mitbrüder. Der älteste Mitbruder ist 76 Jahre alt, der jüngste 28. Das Durchschnittsalter der Mitbrüder beträgt 53 Jahre.
Wir haben im vergangenen Jahr 18 Wochenendkurse in eigener Verantwortung und Regie angeboten.
Weitere 31 Gruppen waren mit wenigstens einer Übernachtung unsere Gäste. Bei einigen Gruppen stellten wir dabei auch die Referenten. Die Gruppen sind sehr unterschiedlich geprägt. Das können Geistliche zu Exerzitien, Pfarrgemeinderäte oder Presbyterien zu Arbeitstagen sein. Es sind Schüler zu Exerzitientagen, Pfadfinder zu ora-et-labora-Tagen; Pilgergruppen (nach Echternach, Santiago, Maria Laach, Kornelimünster), Rhetorik-Seminare u.a. mehr. Fast einen Monat waren wir Gastgeber für eine Gruppe von 8 senegalesischen Jungen, die für ihre Schule im Senegal buchstäblich "trommelten."
Insgesamt zählten wir - trotz unserer Umbaumaßnahme - 2678 Übernachtungen (2001: 2736).
Der Volkshochschule und einigen Privatinitiativen konnten wir für 10 Unterrichtseinheiten pro Woche Räume anbieten (Yoga, Bewegungsübungen u.a.). "Festes" Tagungshaus sind wir für die verschiedenen meist halbtägigen Kurse der Aachener Notfallseelsorge.
Unsere Homepage wird am Jahreswechsel etwa 9900 Male angeklickt worden sein (Stand am Abend des 28.12.: 9819). Die Homepage wurde am 18.7.2001 geöffnet. Am 19.7.2002 hatte sie 5994 Zugriffe gezählt. In den gut 5 Monaten seither sind also etwa 4000 Zugriffe registriert. Zur Zeit können wir mit täglich rund 25 Zugriffen rechnen. Eine ganze Reihe unserer "neuen" Gäste findet den Weg über die Internetsuche zu uns.
Das neue Jahr gehen wir - nicht nur was Zahlen betrifft! - mit Zuversicht an. Wir wünschen auch Ihnen einen zuversichtlichen Blick in die Tage und Monate des Jahres 2003! 
Gott segne Sie und uns alle!
  

29. Dezember: Am zweiten Weihnachtstag laden wir zum "großen Weihnachtskaffee" neben den Hausgästen auch Verwandte von Mitbrüdern und Freunde des Hauses, denen wir uns zu besonderem Dank verpflichtet wissen ein. Mit dem Eintritt von Frater David Palm haben wir für seine 4 Kinder (und Ehepartner), 13 Enkelkinder und 1 Urenkelin einen "Sonderkaffee" eingerichtet. Heute - an Frater Davids klösterlichen Namenstag und Sonntag der Hl. Familie - war dieser "Palm-Familienkaffee". Frater David war glücklich, aber am Ende des Nachmittags doch auch "geschafft". 

25. Dezember - Weihnachten: Die Vesper am Heiligabend, Vigil und Pontifikalamt um 23:30 und das morgendliche Pontifikalamt um 10:30 waren gut bis sehr gut besucht. Wir registrierten viele unbekannte Gesichter, und sehr viel Jugend. 
In der Predigt der Mitternachtmesse akzentuierte Abt Albert - ausgehend von dem farbenreichen Lukasbericht der Geburt Jesu - das Fest als Fest der Nähe Gottes. Gott ist mitten unter uns. - Der durchtheologisierte Anfang des des Johannesevangeliums - "Im Anfang war das Wort ..." - gab der Predigt am 1. Weihnachtstag Anstoß, den Gegenpol aufzuzeigen: Das Wort, das Fleisch geworden ist, löst sich nicht in der Welt, - in der Nähe auf. Religion und christliches Leben ist nicht mit bürgerlicher Anständigkeit identisch.
Nach der Mitternachtmesse  - erfahrungsgemäß endet sie gegen 1:20 - laden wir die Gottesdienstbesucher immer noch zu einer Begegnung in den Kreuzgang ein. Gegen 3:00 gingen die letzten Gäste. Für uns bedeutet das dann eine kurze Nacht. Die Weihnachtslaudes singen wir zwar erst um 8:00, aber man kann es auch anders sehen und sagen: schon wieder um 8:00.
Ärgerlich war,  dass eine der beiden Aachener Tageszeitungen unsere Gottesdienstordnung nicht korrekt wiedergegeben hatte. So erwarteten eine Reihe von Besuchern der Vesper (17:30) um 18:00 eine Eucharistiefeier. Leider haben wir mit solchen Fehlermeldungen Erfahrung, aber noch kein wirkliches Gegenmittel. Jedes Jahr studieren wir am Heiligabend die Zeitungen, um uns für den Ärger der Leute zu wappnen: " ... aber steht doch in der Zeitung!"

 

Weihnachten geschieht dann,
wenn wir es wagen,
uns irritieren und beunruhigen
zu lassen.

Wir Mönche der Abtei Kornelimünster
wünschen Ihnen 
ein gesegnetes Fest.

 

21. Dezember: Ein Buchhinweis, der besonders für Benediktineroblaten interessant sein könnte: "Benedict in the World: Portraits of Monastic Oblates".

20. Dezember: Bauinfo: Es ist keineswegs so, dass wenigstens der Schlussspurt des Baus so über die Bühne ginge, dass man gelassen Weihnachten angehen könnte. Jetzt sind es unvollständige Möbellieferungen, sich hinziehende Einbauschrank-Arbeiten, hier eine verkehrte Tür und da noch ein Schlitz für den "Hausalarm". Eigentlich sollte heute "Weihnachtsputz" sein. Aber das wird sicher frühestens Montag über die Bühne gehen. Und was dann nicht fertig ist, geht erst nach Dreikönige weiter.

Aus Australien kam die Email-Anfrage nach dem lateinischen Text des Benedikt-Gebetes, das wir dienstags in der Komplet beten und das der Fragesteller in unserer Homepage in dem Beitrag über die Benedikts-Medaille entdeckt hat. Solche kleine Anfrage-Freuden sind Balsam für die gestressten Bau-Nerven.

15. Dezember . Sonntag "Gaudete": Eine unserer Wochenend-Gästinnen machte mich heute morgen darauf aufmerksam, dass sie die Weihnachtsgeschichte "Wie der Strohhalm tanzen lernte" von Abt Albert im Internet gefunden hat. Die Geschichte hatte ich 1991 an unsere Kirchenkrippe gelegt; 1999 scheint sie in die betreffende Internet-Seite aufgenommen worden zu sein. Nach "Das kleine Lob" ist es die zweite Geschichte von Abt Albert, die irgendwo im Internet auftaucht. Danke für den Hinweis! ... und vielleicht haben ja auch Sie Freude daran.

14. Dezember: Mehr als eine Woche "Nachrichtenstille" heißt nicht, dass wir die Tage in beschaulicher Langeweile verbracht hätten. Es war eine ganz "normale" Woche: Am vergangenen Freitag hatten wir den Morgen über mit unserem Supervisor als Moderator ein intensives Konventgespräch. Übers Wochenende waren 10 Einzelgäste im Haus. Am Samstag hatte Abt Albert eine adventlichen Besinnungstag mit 40 Teilnehmern. Am Montag-Morgen tagte die Aachener Notfallseelsorge wieder einmal bei uns. Unser Nachbar, Herr Hollands, schlug in seinem Gartenbereich einige große Tannenbäume, die in diesem Jahr  unsere Kirche schmücken werden. Noch liegen Sie bei uns vor Kirche. Von Dienstag auf Mittwoch war eine Gruppe von 9 Personen zu einem Rhetorik-Seminar unser Gast. Am Dienstagabend war das monatliche Bibelgespräch. Am  gestrigen Freitag waren wir Gastgeber für eine Arbeitsgruppe einer Aachener Firma. Am Abend begann Frater Matthias mit 9 Teilnehmern ein Einkehrwochenende. Außerdem sind 7 Einzelgäste übers Wochenende da. Die verschiedenen Gruppen der Volkshochschule oder auf privater Basis, die jede Woche untertags oder abends ins Haus kommen, sind mir bei dieser Aufzählung fast entfallen, weil sie inzwischen zum allernormalsten Alltag des Hauses gehören. Abt Albert nahm am Montag an einer Beerdigung im Benediktinerinnenkloster Neuss-Kreitz teil. Am Abend gestaltete Frater Egilhard wie schon viele Jahre die Nikolausfeier in einem Kreis Aachener Bekannter. P. Friedhelm machte am Mittwoch einen vorweihnachtlichen Besuch bei seinen Eltern. Und dann gibt es noch den Schlussspurt unserer Bauarbeiten. Die neue Kücheneinrichtung wurde geliefert und weitgehend bereits eingebaut. Obwohl noch allenthalben gebohrt, geschraubt und gestaubt wird, sind im Laufe der Woche die ersten vier Mitbrüder bereits in ihre neuen Zimmer im zweiten Obergeschoss des Südflügels umgezogen. Und natürlich in den Sprechzimmern angemeldete und unangemeldete Seelsorgsgespräche. ... wie gesagt: eine ganz normale Woche.  

6. Dezember: Zum Tag des hl. Nikolaus fand ich eine sehr instruktive Website der Erzdiözese Köln. ... und dann gibt es natürlich die ausführlichen Hinweise des ökumen. Heiligenlexikons

5. Dezember: Heute hatten wir die Arbeiter und Handwerker, die an unseren Umbauarbeiten beteiligt waren und sind, zu einem deftigen "Nikolaus-Eintopfessen" eingeladen. Etwa 80 Arbeiter waren zu diesem Anlass gekommen.
Dass die Baumaßnahme jetzt tatsächlich in die "Zielgerade" einbiegt, kann u.a. daran gesehen werden, dass gestern bereits im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss die Fensterputzer am Werk waren. Im neuen zweiten Obergeschoss - unserer künftigen Klausur - sind allerdings noch etliche Kleinigkeiten zu tun. Der Küchenumzug ist für die Tagen nach dem 5. Januar geplant. Wahrscheinlich könnte er auch vorher stattfinden, aber wir wollen die Weihnachtstage und die unmittelbaren Tage danach nicht mit dieser sicher noch einmal stressigen Schlussanstrengung belasten.

3. Dezember: Zum geistlichen Text zu Weihnachten "Christus entwickeln" erhielt ich einen ergänzenden Kommentar, den ich dem Text als Postscriptum angefügt habe.

2. Dezember: Zu einem kurzen Besuch haben wir die Oberin des Benediktinerinnenklosters Dzogbégan, Togo, M. Priorin Marie, und ihre Mitschwester Sr. Christine bei uns. Ihr Kloster ist 1963 gegründet worden. Die Gemeinschaft zählt heute etwa 30 Schwestern. Bei der Visitatorenkonferenz im November 2001 im nahen Mönchskloster von Dzogbégan konnte Abt Albert seinerseits diese Schwesterngemeinschaft kurz besuchen. Die beiden Schwestern werden uns bereits am 3. Dezember wieder verlassen, um dann die Kölner Benediktinerinnen zu besuchen. 

November 2002

28. November: Auf der Sitzung des Vorstandes des Vereins der Freunde wurden u.a. einige Termine für das Jahr 2003 festgelegt: (1) Jahresversammlung des Vereins: 2. April; (2) Vereinsfahrt (angedachtes Ziel: "Klein Jerusalem" Willich-Neersen"; das Münster in Mönchengladbach; Schloss Dyck - im einzelnen hängt das von den jetzt zu treffenden Absprachen ab): 14.Juni; (3) "Tag der Freunde": 13. Juli. - (4) Als "Kinderausflug" wurde eine Kurzwanderung mit "Erlebeniselementen" von Raeren zum Grenzstein "Beirbvm" angedacht; der Termin wurde noch nicht festgelegt.
Eine Reihe von Vereinsmitgliedern sind mit ihren Beitragszahlungen noch im Verzug. Zur Erinnerung sei das Vereinskonto noch einmal angegeben: Verein der Freunde der Abtei Kornelimünster, Sparkasse Aachen, BLZ 390 500 00, Konto-Nr. 33 007 592 (... fast eine reine "James-Bond-Nummer").
Als Vereinsmitglied unterstützen Sie ideell und auch praktisch materiell "Ihr Kloster". Werden auch Sie Mitglied.

27. November, 17:15: Eine große Kette Kraniche zieht Richtung Süden über unser Kloster hinweg. Vor gut einer Woche habe ich schon einmal einen Kranichzug gehört, konnte ihn aber am abendlichen Himmel nicht ausmachen. Es ist selten, dass wir - eigentlich abseits der üblichen Zugroute - vom Zug der Kraniche berührt werden. Insofern ist das immer ein Erlebnis für die Ohren und die Augen. 

Im Laufe des Tages registrierte der Zähler den 9000. Zugriff auf unsere Homepage. Unsere Homepage steht seit dem 19. Juli 2001 im Internet. Am ersten Jahrestag konnten wir 5994 Zugriffe zurückblicken. 

26. November: Bauinfo: Ein markanter wirklicher Anfang vom Ende der Umbauphase wurde heute mit dem Umzug der Sakristei in ihr altes-neues Domizil gesetzt. Am Abend haben wir die Übergangssakristei zum letzten Mal genutzt, - morgen wird die "neue" Sakristei voll funktionsfähig sein. - Nach sorgfältigen Vorarbeiten wurde heute auch der größte Teil der Pflasterung zwischen dem Südflügel und dem Gartenbereich verlegt. Wegen des Gefälles vom Garten zum Haus hin und wegen des bei uns vorherrschenden Tonbodens, der kaum Wasser aufnimmt, musste in die Pflasterung ein genau austariertes Gefälle "einkomponiert" werden, die das Gebäude bei Sturz-Regenfällen vor Wassermassen bewahrt. Aus den letzten zehn Jahren haben wir einige unangenehme Sturzbachfluten in Erinnerung. 

23. November: Die Gottesdienstordnung für Weihnachten und den Jahreswechsel wurde heute in die Homepage gesetzt. - Unsere Gottesdienstordnung für die Festtage können Sie auch in dem Deutschland-weiten Angebot der katholischen und evangelischen Kirche www.weihnachtsgottesdienste.de abrufen. Das Portal bietet vielleicht auch die Gottesdienstordnung Ihrer Heimatgemeinde an. Wenn nicht ... - machen Sie doch einfach Ihre Gemeinde darauf aufmerksam, sich da einzutragen!  

22. November: Der weihnachtliche Rundbrief ist fast versandfertig. Noch einmal der Hinweis und die Anfrage: Wer den Rundbrief künftig  per Email erhalten möchte, möge es uns doch kurz mitteilen (Benediktiner@abtei-kornelimünster.de

20.November: Nach einwöchiger Abwesenheit des Chronisten (s. Info vom 11. November) registriert er als Bauinfo, dass die kleiner dimensionierte Sakristei weitgehend wieder eingerichtet ist. Die alten Einbauschränke sind den neuen Verhältnissen sehr gut angepasst worden. - Im neuen Obergeschoss kommt der Fliesenleger im Nasszellenbereich in dieser Woche an sein Ziel. Die Parkettleger sind auch gut weitergekommen. Die Trockenbauer hängen mit ihrer Arbeit noch nach und ihre Arbeit ist Voraussetzung für die Anstreicher. ... aber es geht sichtbar dem Ende entgegen. - Im Außenbereich sind die Vorbereitungen für die Neupflasterungen soweit, dass mit dem Verlegen des Pflasters begonnen werden kann. (... und so sehr der Baulärm an und in unserer Baustelle abnimmt, so intensiv ist er zur Zeit vor dem Haus, wo auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Kabel verlegt wird.)

Übrigens: in England hatte Abt Albert unerwarteterweise Zeit und Gelegenheit, auch unsere Klöster Ramsgate (Mönche) und Minster (Nonnen) sowie Canterbury zu besuchen. - Die Abteikirche Ramsgate ist ursprünglich als "Privatkirche" des Vorkämpfers der Neugotik in England, A. W. Pugin (1812-1852), gebaut worden. Pugin zeichnete wesentlich verantwortlich für die Inneneinrichtung der Houses of Parliament in London. - Minster ist eine Gründung aus der Sachsenzeit (670) und war wohl Ausgangspunkt der angelsächsischen Missionare des Kontinents. Bonifatius und Lioba führten einen Briefwechsel mit der Äbtissin von Minster. Die heutigen Gebäude stammen aus sächsich-normannischer Zeit  (11. Jh.). Das Kloster rühmt sich, das älteste ohne Unterbrechung bewohnte Gebäude Englands zu sein. Die Wiederbesiedelung durch Benediktinerinnen geht auf das Jahr 1937 zurück, als die Abtei St. Walburg in Eichstätt ein Refugium für eine eventuelle Ausweisung in der Nazizeit vorbereitete. 

15. November: Gedenktag des hl. Albertus Magnus; Namenstag von Abt Albert.

11. November: Abt Albert fährt mit Abt Aldhelm, dem Visitator der englischen Provinz unserer Kongregation, zu einer Visitationsaufgabe nach Farnborough in England. Abt Albert wird am 18. November zurückkommen. - Das Kloster Farnborough ist eine Stiftung (1887)der französischen Kaiserin Eugenie. In seiner Kirche ruhen Kaiser Napoleon III.(+ 1873), die Kaiserin Eugenie (+ 1920) und beider Sohn, der Prince Imperial Louis (+ 1879). Anfangs dem Prämonstratenserorden anvertraut, später den Benediktinern von Solesmes (1895), gehört das Kloster seit 1947 zur Kongregation von Subiaco. (Bild: Sarkophag des Prince Imperial Louis) - Der Ort Farnborough ist heute durch seine internationale (vor allem militärisch orientierte) Luftfahrtschau bekannt. 

11. November: Fest des hl. Martin (um 316-397) - Namenstag unseres Postulanten Martin van Schwartzenberg (Bild: El Greco, hl. Martin)
Wussten Sie,
- dass der heilige Martin der erste Nichtmärtyrer war, der als Heiliger verehrt wurde?
- dass Martin das erste Kloster im Frankenreich gegründet hat (Ligugé, gegründet um 360)?
- dass die Verehrung Martins so groß war, dass allein im Frankenreich 3667 Martinskirchen gezählt wurden?
-
dass die Mantelreliquie des Heiligen der Ursprung der Wörter „Kapelle“ und „Kaplan“ ist? Der Mantel Martins galt als fränkische Reichsreliquie und wurde von den Königen auf ihren Zügen mitgeführt. Das lateinische Wort für Mantel ist „cappa“. Die „Kapelle“ ist der Ort, wo die „cappa“ aufbewahrt wird; - der „Kaplan“ der Geistliche, der an diesem Ort seinen Dienst tut.
- dass „Martini“, der Martinstag, der Beginn des bäuerlichen Wirtschaftsjahres war, - der Termin für Gesindeeinstellungen, - für Zinsabgaben an den Grundherren, - für die Herbstschlachtungen, - der Beginn einer vorweihnachtlichen Fastenzeit? Dass all das für Groß und Klein Grund zu vielfältigem Feiern war, - wen wundert’s? Die Martinsgans und auch die Martinszüge der Kinder lassen sich aus diesem geballten Feieranlass herleiten.
- dass Martin Luther am 10. November 1483 geboren und am Tag darauf auf den Tagesheiligen getauft wurde?
-
dass am 11. November 1918 der Waffenstillstand des Ersten Weltkrieges in Compiegne unterzeichnet wurde und dass die alliierten Truppen im Zweiten Weltkrieg jeweils am 11.11., dem „Armistice Day“, um 11:11 Uhr eine Gedenkminute an diesen Waffenstillstand von 1918 hielten?

9. November: Bauinfo: In der abgelaufenen Woche wurde damit begonnen, die Sakristei wieder einzurichten. Zwischen dem Gästehäuschen und dem Neubau wurde im Rahmen der Neupflasterung zunächst ein größer dimensioniertes Abwasserrohr gelegt und ein Gully angelegt; er soll das Oberflächenwasser aus dem Gartenbereich auffangen. Im neuen Obergeschoss sind die Parkettleger intesiv bei der Arbeit gewesen und gut vorwärts gekommen. 

4. November: Vom 4.-9. November tagt unter der Leitung von Abtpräses Thierry Portevin die Visitatorenkonferenz unserer Benediktinerkongregation von Subiaco in Kornelimünster. Die Kongregation ist in neun "Provinzen" gegliedert (Italien, England, Flandern, Frankreich, Spanien, Deutschland, Afrika und Madagaskar, Philippinen, Vietnam). Jede Provinz wird durch einen "Visitator" geleitet. Die Visitatorenkonferenz ist das erweiterte Leitungsgremium unseres Klosterverbandes, dem weltweit 61 Klöster angehören. Die Konferenz tritt zweimal im Jahr zusammen (meist leider ohne die Mitbrüder aus Vietnam und den Philippinen). Die Frühjahrssitzung 2002 fand am Golf von Neapel statt, die nächste Sitzung wird in Ramsgate, England, stattfinden. Schwerpunkte dieser Konferenzen sind neben dem allgemeinen Informationsaustausch über Entwicklungen in den Klöstern konkrete Schwierigkeiten, mit denen einzelne Klöster aktuell konfrontiert sind. Da die Konferenz ein echtes Leitungsgremium ist, können und werden auch Entscheidungen getroffen, die durchaus prägend in den Weg der Klöster eingreifen können. Breiten Raum nahm diesmal die Vorbereitung einer Visitationsaufgabe ein, zu der der englische Visitator und Abt Albert am 11.11. nach England fahren werden.
Am 7. November nahmen alle Visitatoren an der Abtsweihe von Abt Benedikt in Maria Laach teil. Am 8. November besuchten die Visitatoren unsere Schwesterabtei Siegburg.

2. November: Ein Schweizer Studienfreund aus fernen römischen Tagen entdeckte beim Surfen die Meditation zu Allerseelen aus dem vergangenen Jahr und mailte folgende Zeilen von Nelly Sachs: "... presst, o presst an der Zerstörung Tag an die Erde das lauschende Ohr, und ihr werdet hören, durch den Schlaf hindurch werdet ihr hören wie im Tode das Leben beginnt." - Danke! 

Bauinfo: Heute wird das "Restgerüst" an der Giebelseite des Südflügels abgebaut. In ihm waren ein Lastenaufzug und eine "äußere Bautreppe" integriert. ... ein Signal auch naach außen, dass die Ausbauphase sich tatsächlich ihrem Ende nähert. 

Oktober 2002

31. Oktober: Halloween - Nicht viele in Deutschland - so meine Vermutung - werden um den religiösen Ursprung und Hintergrund dieser aus Amerika zu uns herübergeschwappten "Mode" wissen. Schauen Sie einmal im "Ökumenischen Heiligenlexikon" unter dem 1. November nach.

... und passend dazu der abendliche Halloween-Schreck: Vor der Abendmesse fällt auf, dass sich bei den neuen Möbeln für den Gästebereich, die im Kreuzgang zwischengelagert sind, etwas verändert hat. ??? Ein Kleiderschrank fehlt - Höhe 2,50 m. !!! Von den Mitbrüdern weiß keiner etwas. ... Diebstahl? Möglich ist ja alles. Aber ausgerechnet so ein unhandliches Stück; - das "mitgehen" zu lassen, dazu braucht's echt organisierte Logistik. Ein Ersatz muss auf jeden Fall her, - also ein Fax an den Lieferanten. ... - ... Allerheiligen: ein morgendlicher Anruf. Der Spediteur hat das gute Stück wieder abgeholt, weil ein verkehrtes Modell geliefert war. Gott sei Dank, dass es nur so war, ... aber den richtigen Schrank hat er leider (noch) nicht hingestellt.

30. Oktober: Am vergangenen Wochenende war das Presbyterium der evangelischen Gemeinde Hennef-Uckerath zu einem Arbeitstag bei uns. Beim Blättern in unserer Homepage stößt jetzt die Pfarrerin auf den Text "Gebet am Rande ..." und bittet darum, ihn für den Gemeindebrief verwenden zu dürfen.

29. Oktober: Schildbürgerei - Im Kreuzgang der Baustelle werden die Türen eingehängt. Seltsamerweise sind bei drei nicht geänderten (!) Türanlagen die Lichtschalter auf einmal hinter den Türen. Die "Freude" hält sich in Grenzen.

28. Oktober: Der kleine Ärger: Auf der Kühlerhaube unseres Polo eine dicke Delle. ... in der Nähe kein vom Sturm herabgerissener Baumast. ... bei näherem Hinsehen: eine Fußspur auch auf dem Autodach. ... 

27. Oktober: Das Orkantief "Jeanett", das mit in Aachen gemessenen Spitzenböen von 107 km/h über uns hinwegzieht, gibt unseren Gottesdiensten in der Kirche eine leicht "gespenstische" Begleitmusik: Der Winddruck auf den Dachflächen lässt das Gebälk eifrig stöhnen. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen haben sich einige Eternit-Verkleidungsplatten vom Kirchturm gelöst. Vor einigen Jahren ist ein ähnlicher Schaden von einer Arbeitsbühne an einem Autokran aus behoben worden. Im Park sind bisher außer abgebrochenen Ästen keine Schäden registriert worden. ... aber noch stürmt es.

27. Oktober: Bauinfo - Im Erdgeschoss (Gäste- und Mönchsrefektorium) ist der Parkettboden verlegt; die entsprechenden Parkettarbeiten im Dachgeschoss können in dieser Woche beginnen. Die - verkleinerte - Sakristei wird Anfang November wieder eingerichtet. Die Neupflasterung des "Bau-Arbeitsplatzes" zwischen dem Südflügel und dem "Gästehäuschen" ist vergeben und dürfte bis Anfang Dezember ausgeführt sein. Die Anpflanzung von Sträuchern und die gärtnerische Gestaltung dieses Bereiches wird erst im Frühjahr 2003 erfolgen können.

20. Oktober: Dem Text "Klosterbenediktiner und Benediktineroblaten"  mit Gedanken, ob einem Laien "draußen" die Leitung der Oblatengemeinschaft anvertraut werden könnte, wurde ein weiterer Diskussionsbeitrag (Nr. 4) hinzugefügt.

17. Oktober: Wir können einen neuen Postulanten begrüßen: Martin van Schwartzenberg (43) aus Bremen ist Augenoptikermeister und führte in den vergangenen Jahren einen eigenen Betrtieb. Vor gut zwei Jahren lernte er unser Kloster kennen. In etlichen kürzeren und längeren Besuchen vertiefte sich unsere Bekanntschaft. Sie führte zur Konversion und nach und nach zum Wunsch des Klostereintritts. Wir heißen Martin van Schwartzenberg herzlich in unserer Mitte willkommen und wünschen ihm in und mit unserer Gemeinschaft einen guten Weg auf Gott hin. – Der „normale“ klösterliche Weg in unserer Gemeinschaft sieht eine einjährige Postulatszeit vor und ein weiteres Jahr des Noviziats. Während das Postulatsjahr keine kirchenrechtliche Struktur hat, ist das Noviziatsjahr rechtlich vorgeschrieben. Nach diesen beiden Jahren bindet sich der neue Mitbruder in den „zeitlichen Gelübden“ für drei Jahre an die Gemeinschaft. Nach Ablauf dieser Zeit – also insgesamt nach fünf Jahren – legt der Mitbruder die „ewigen Gelübde“ ab.

15. Oktober: 40. Professtag von Frater Egilhard Swabinski. Frater Egilhard ist im April 1961, am Montag nach dem Weißen Sonntag, in Kornelimünster eingetreten. Nach dem Postulat und Noviziat legte er am 15. Oktober 1962 die zeitlich begrenzten und am 11. Februar  1967 die ewigen Gelübde ab. Als Hausmeister und Organist, als langjähriger Sakristan und Gastbruder und als Infirmar hat er  in all den Jahren nach innen und nach außen verkündigend gewirkt. Durch seine Aufgaben sind ihm viele Kontakte zugewachsen, die er dankbar pflegt. Gut 20 Jahre organisierte Frater Egilhard mit befreundeten Organisten in unserer Kirche Orgelkonzerte. Aus Adventsbasaren wurde die Idee des monatlichen Sonntagsfrühschoppens geboren, der mit seiner Erbsensuppe inzwischen eines der "Markenzeichen" unseres Klosters ist. - Die "40" ist in der klösterlichen Tradition keine Jubiläums-Zahl. So beschränkt sich der Rahmen des Gedenkens mehr oder weniger auf den "familiären" innerklösterlichen Bereich.

14. Oktober: Am 14. Oktober 1909 - dreieinhalb Jahre nach dem Neuanfang  in Kornelimünster - wurde die Neugründung zum "abhängigen Priorat" erhoben. Mit diesem Tag beginnt das feierliche Gotteslob. Abt Hermann Renzel von Merkelbeek verstärkte die Pioniermannschaft der ersten Jahre (P. Benno Wessels, P. Suitbert Brückmann, Br. Gerhard Giesen) durch die Entsendung weiterer 12 Mitbrüder aus dem Mutterkloster Merkelbeek. Die Errichtung zu einer "domus formata" ist im kirchenrechtlichen Sinn das eigentliche Gründungsdatum eines Klosters. Im Bewusstsein der Kornelimünsteraner Mönche hat sich dieses Datum aber nicht verankert. Als Gründungsdatum gilt in der internen Tradition der Tag des allerersten Anfangs, der 12. Februar 1906.

13. Oktober Orgelkonzert: Cantor Josef P. Eich, Kornelimünster mit Werken von Johann Sebastian Bach, Johann Christian Heinrich Rinck, Olivier Messiaen, Flor Peeters und Louis Vierne. 

13.Oktober: Im Schloss Salem ordiniert die Badische Landeskirche neue Pfarrer, u.a. die durch ihr ganzes Studium hindurch unserem Kloster verbundene Anja Ramelow. In ihrem erfrischend offenen und unkomplizierten Fragen war und ist A. Ramelow uns stets eine anregende Gesprächspartnerin. Ihren Wunsch, wir möchten doch einmal ein Wochenende in "praktischem" Katholischsein - etwa unter der Überschrift "Katholisch - Wie geht das?" -  haben wir leider noch nicht erfüllt; vielleicht können Sie uns eine Anregung geben, wie man das anpacken könnte. A. Ramelow hat darum gebeten, dass P. Friedhelm ihr "Ordinationspate" ist; er überbringt unsere herzlichen Glückwünsche

12. Oktober: Am äußeren Treppenaufgang zur Klosterpforte werden die vor 6 Wochen in Auftrag gegebenen Handläufe montiert.

11. Oktober: Wie erstmals im vergangenen Jahr veranstalten die christlichen Gemeinden Aachens auch in diesem Jahr eine "Nacht der offenen Kirchen",an der auch wir uns beteiligen. Wir beginnen diese Nacht um 20:15 Uhr mit der gesungenen Komplet und wollen dann von verschiedenen uns und/oder in Aachen bekannten Persönlichkeiten das Evangelium des Matthäus nach Möglichkeit ganz vorlesen lassen. Als Leser haben zugesagt: Franz Baumann (ehem. Karnevalsprinz); Michael Bayer (Geschäftsführer der IHK Aachen), Janet Brooks-Gerloff (Malerin der Bilder in unserer Kirche), Hans-Peter Bruckhoff (Superintendent des evgl. Kirchenkreises Aachen), Rita Claßen (Bezirksamtsleiterin Kornelimünster-Walheim), Elisabeth Disse (Lehrerin), Hein Engelhardt (Öcher Mundartdichter), Harald Fenske (Pfarrer der evgl. Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall), Wendelin Haverkamp (Kabarettist), Manfred van Holtum (Generalvikar des Bistums Aachen), Manfred Kutsch (Chefreporter der Aachener Zeitung), Dr. Jürgen Linden (Oberbürgermeister der Stadt Aacchen), Heinz Lindgens (Amtsdirektor, Leiter des Straßenverkehrsamtes Aachen), Klaus Pavel (Vorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins), Joachim Schauss (Ratssekretär des Wirtschafts- und Sozialrates der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Eupen [Belgien]), Hans-Georg Schornstein (Regionaldekan Aachen-Stadt), Alexander u. Marco Schüller (Studenten, Messdiener bei uns), Hermann Josef Schüren (Schriftsteller) Sr. Christophora Vossen (Düren; Rumänien-Hilfe). Die Lesung wird an einigen Stellen musikalisch unterbrochen. Wir schließen den Abend mit dem nächtlichen Stundengebet der Vigil.

Das positive Echo auf unser Angebot im Vorfeld bestätigte sich durch den starken Besuch der Nacht und das Engagement der angesprochenen Leser. Die meisten Leser hatten ihre eigene Bibel mitgebracht, was für eine bewusste und eingehende Vorbereitung spricht und das wurde auch durchaus im Vortrag deutlich. Wir hörten die Evangelienkapitel in Übersetzungen von Luther, Stier, Zink, der "Einheits-" und auch in eigener Übersetzung, - in Aachener Platt, Englisch und mit Einsprengseln des griechischen Urtextes. Katja und Wladimir Bayer und Bettina Schafmann spielten auf drei Klarinetten Intermezzi von Haydn, Mozart und Macdowell. Wir haben den Eindruck, dass nicht nur die Besucher, sondern auch - vielleicht sogar vor allem - die einzelnen Leser der Evangelienkapitel bereichert nach Hause gingen. Es war ein intensiver, meditativer Abend, der erst um 0:30 Uhr ausgeklungen ist. - Im kommenden Jahr will sich auch die evangelische Gemeinde Kornelimünster an dieser Aktion der Aachener Kirchen beteiligen.

8. Oktober: Namenstag unseres Fr. Simeon.

In den vergangenen Tagen lieferte der Drucker neue Ansichtskarten. Motiv ist die Abteikirche vor blauem Himmel (mit einer "duftigen" weißen Wolke). Auf der Wiese neben dem Kirchparkplatz weiden einige schwarzbunte Rinder. Es ist eine sehr passable, "allgemeine" Postkarte. Unsere bisherige Klosterpostkarte (Luftbild) war ausverkauft und wir wollten sie nicht neu auflegen.

September 2002

29. September: In der Propsteigemeinde Kornelimünster wird Propst Manfred Müller mit einem Festgottesdienst und einem Empfang im Pfarrheim verabschiedet. Propst Müller war 25 Jahre Pfarrer der Gemeinde. Wir Mönche der Abtei danken ihm besonders für seine liebevolle Pflege der alten reichsabteilichen Traditionen der Kornelioktav und der Heiligtumsfahrt und sein stetes Engagement für den Erhalt und die jeweils notwendigen Restaurrierungen der alten Abtei- und heutigen Pfarrkirche St. Kornelius.

In der Abtei gab es heute eine Premiere: Kerstin Breuer und Eva-Maria Wackers sind als unsere ersten Messdienerinnen in die bisher reine Jungenriege aufgenommen worden. Ein grundsätzliches "Problem" war das schon lange nicht mehr, sondern eher ein faktisches: Da wir keine Pfarrgemeinde sind, haben wir keinen "geborenen" Stamm von Kindern, aus dem wir unsere Messdiener rekrutieren können.

26. September: Abt Albert kehrt aus Rom zurück (vgl. 22.09.). Die vorbereitende Arbeitsgruppe für das Generalkapitel (GK) 2004 präzisierte das Thema des GK, legte die weitere Arbeitsmethode und den Zeitplan der Vorbereitungsphase fest. Thematisch wird das GK über folgende Fragen beraten: "Welche Anfragen/Erwartungen (= „interpellations“) stellt die moderne Welt an das monastische Leben in den versch. Kontinenten und Regionen? Wie kann unsere Kongregation auf diese Anfragen antworten?" Die Arbeitsgruppe stellt u.a. sich vor, dass ihre Mitglieder, über den klösterlichen Rahmen hinaus die Fragen an Freunde, Bekannte und Interessierte weitergibt und um Antworten und Anregungen bittet. Gebündelt sollen die Antworten Anstoß für die Diskussion auf dem GK werden. Sie als Leser dieser Zeilen sind in diesem Sinn eingeladen, sich an unserer kongregationsinternen Diskussion zu beteiligen!! - Abtpräses Thierry Portevin nutzte darüber hinaus die Gelegenheit, in unterschiedlicher Konstellation Einzelfragen von Klöstern zu besprechen. - ... und bei all dem blieb auch noch Zeit, gezielt das eine und andere in Rom zu besuchen. --- Das Foto (24.9.02) wurde während einer Sitzungspause in der Bibliothek unserer Generalkurie aufgenommen. Von links: Frater Jean-Michel (Landevennec, Frankreich), P. Paolo (Praglia, Italien), P. Marcelo (Goias, Brasilien), Abtpräses Thierry.

22. September: In unserer Abteikirche entfallen das Hochamt um 10:30 und die Vesper um 17:30 Uhr. Der Konvent nimmt an den Schlussfeiern der Kornelioktav in der Propsteikirche Kornelimünster teil. Abt Albert ist am Morgen Hauptzelebrant der Messe (10:30) sein, Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff feiert die Schlussandacht (17:00). -  Entsprechend dem diesjährigen Motto der Kornelioktav "Vergangenheit und Zukunft. Im Glauben unterwegs" hat Abt Albert als Lesungstexte für die Messe die Erzählung vom Weg des Propheten Elija durch die Wüste zum Gottesberg Horeb (1 Könige 19) und die Geschichte der Emmausjünger (Lukas 24) ausgewählt. Der Prophet und die Jünger sind auf ihrem Weg voller Fragen, Zweifel und Verzweiflung. Die guten Gaben für den Weg (Brot u. Wasser bei Elija; die Lebenserfahrung mit Jesus bei den Jüngern) werden durch die aktuelle Not übersehen. Sie brauchen "Zeichen-Deuter", die sie behutsam auf den "Denk-Weg" des Glaubens zurückführen. Wo uns solche Zeichendeuter geschenkt sind, da begegnet uns der "Engel des Herrn", - da begegnet uns der Christus von Emmaus. 

Abt Albert fliegt am Nachmittag nach Rom, um dort in einer kleinen Kommission das Generalkapitel 2004 der Kongregation von Subiaco mit vorzubereiten. Die anderen Kommissionsmitglieder kommen aus Schottland, Frankreich, Spanien, Italien, Brasilien und Togo. Abt Albert wird am Donnerstag Abend aus Rom zurückkommen. - Frater Antonius kehrt aus den Semesterferien nach Siegburg zurück. An der Uni Bonn stehen für ihn Examina an. 

21. September: Die Aachener Gruppe der internationalen Gemeinschaft "Glaube und Licht" kommt - wie in den vergangenen Jahren - im Rahmen ihres Besuchs der Kornelioktav mit ca. 70 Personen zum Kaffeetrinken und zum Austausch zu uns.

19. September: Ein zweiter Diskussionsbeitrag ist dem Artikel "Klosterbenediktiner und Benediktineroblaten" hinzugefügt worden.

18. September: Der Baukran über unserem Umbau des Südflügels wird abgebaut, - ein Hinweis, dass die Arbeiten trotz aller Verzögerungen doch "irgendwann" ihrem Ende nahen. - Im Park hat sich das städtische Umweltamt daran gemacht, die Hainbuche und die Eiche, die unter Naturschutz stehen, auszuasten - ... war dringend nötig.

17. September: Das Religionspädagogische Institut Loccum der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover fragt für die Erstellung einer Arbeitsmappe um die Abdruckerlaubnis einer Zeichnung von Abt Albert aus der Handreichung an, die er zusammen mit Frau M. Pölling-Rupieper 1994 beim DKV veröffentlicht hat. (Die Ostergeschichte. Arbeitsheft und Bildermappe mit begleitendem Text und Vorschlägen zur methodischen Arbeit in Familie, Kindergarten, Gemeindekatechese und RU).  

16. September: "Namenstag" unseres Klosters und Ortes Kornelimünster.

15. September: In St. Ottilien, Diözese Augsburg, tagt vom 15.-19. September die Präsidessynode unseres Ordens. Die Synode versammelt einmal im Jahr die Präsides aller 21 Kongregationen der benediktinischen Konföderation, um gemeinsame Fragen des Ordens zu erörtern. Am 18. September feiert Abtprimas Notker Wolf sein silbernes Abtsjubiläum. Abtprimas Notker war 1977 zum Erzabt von St. Ottilien gewählt worden, nachdem sein Vorgänger, Erzabt Viktor Dammertz vom Äbtekongress des Ordens zum Primas gewählt wurde. Erzabt Notker wurde auf dem Äbtekongress 2000 zum Primas gewählt. Abtprimas Viktor Dammertz wurde am 24. Dezember 1992 zum Bischof von Augsburg ernannt. - Im Anschluss an die Präsidessynode tagt in St,. Ottilien die China-Kommission des Ordens. Abtprimas Notker hatte sich schon als Erzabt von St. Ottilien stark dafür eingesetzt, die Ende der 40-er Jahr des verg. Jahrhunderts abgebrochene benediktinische Tradition in der chinesischen Mandschurei wieder aufzugreifen. Seinem Engagement ist es zu danken, dass sich der "Türspalt" ein wenig geöffnet hat.  

12. September: Der Konvent besucht bei seinem traditionellen herbstlichen Jahresausflug die Landesgartenschau (Schloss Dyck; zw. Mönchengladbach u. Neuss) und die Kirche Klein-Jerusalem (Willich-Neersen). - Das Schloss selbst - seit kurzem aus dem Privatbesitz der Fürsten Salm-Reifferscheidt-Dyck in eine Stiftung überführt - war wegen Renovierungsarbeiten nicht zu besichtigen. Der alte Schlosspark ist ein exquisiter englischer Parkgarten und Kernstück der Landesgartenschau 2002. Klein-Jerusalem ist eine Kapelle, die im 17. Jh. von dem Geistlichen Gerhard Vinhoven in Erinnerung an einen dreijährigen Aufenthalt im Heiligen Land erbaut wurde. Eine ausgezeichnete Führung ließ uns die Impressionen nachspüren, die Vinhoven in seine Heimat mitgebracht hat. In "alter Tradition" schlossen wir den Konventausflug mit einem Abendessen in der Umgebung von Kornelimünster. 

10. September: Zum Thema "Klosterbenediktiner und Benediktineroblaten" erhielt ich einen - wie mir scheint - wichtigen und ergänzenden Diskussionsbeitrag, den ich meinem Artikel angefügt habe. 

8. September: Beim Surfen entdecke ich auf der Homepage der evgl. Kirchengemeinde Hallein (im Salzburger Land) meine kurze Geschichte von 1987 "Das kleine Lob". Eine echte Sonntagsüberraschung! - Der Fund machte mich neugierig. Ich entdeckte die Geschichte auch noch in einem Pfarrbrief der Gemeinde Aschau am Inn (mit der Notiz: Autor unbekannt) und auf einer privaten österreichischen Site.

7. September: Bauinfo: An den Längsseiten des Neubauflügels sind die Gerüste weitgehend entfernt, so dass die "neue Ansicht" sich schon etwas konkreter präsentiert. An der Giebelseite wird das Gerüst noch weiter stehen bleiben, weil in diesem Gerüstteil der Lastenaufzug integriert ist. -- Die Erneuerung der Dachrinnen am Altbau ist abgeschlossen, - eine sehr umfangreiche Arbeit! -- Im Paradies werden auf den Balken des offenen Dachstuhls rundum "Taubenstopps" aufgenagelt, die verhindern sollen, dass Tauben sich dort niederlassen und den Boden "verschönern".

Heute wird der Zugriff Nr. 7.000 auf unsere Homepage geschehen. Wir starteten die Homepage am 18. Juli 2001. Als 7.000-er Glückspilze "outeten" sich am 8.9. E.-M. und W. O. aus Kempen. Treffer! Glückwunsch!!

... und auch das: Drei junge Trierer "Dom-Firmlinge" - Laurenz, Mechthild und Johannes - sind mit ihren Firmpaten und Kaplan U. v. Plettenberg, "der da wohl irgendwie mitgemischt hat" (so Frater Antonius), übers Wochenende bei uns. Zwei der Firmpaten sind Trierer Studienfreunde von Frater Antonius. Sicher eine interessante und gute Fortführung der Firmvorbereitung. (Den Dreien habe ich versprochen, sie in unserer Homepage zu erwähnen, zumal sie in der Vorbereitung der Tage bei uns die Homepage intensiv studiert haben ... und Versprechen soll man halten.)

5. September: Die KirchenZeitung Aachen (36/02) veröffentlicht als Sonntagsmeditation den Beitrag von Abt Albert zu Ezechiel 33,7-9

4. September: 190 Schwestern kommen im Rahmen des Schwesterntags 2002 des Bistums Essen zu uns. (Interessante Essener Links: Geschichte des Essener Doms, Domschatz,.) 

Um 10:30 feiert der Diözesanadministrator von Essen, Weihbischof Franz Grave, in Konzelebration mit uns Mönchen für die Schwestern ein Pontifikalamt. Bischof Grave weist in seiner Predigt u.a. auf den "Mehrwert des Lebens in und aus Gott" hin, von dem die Ordenschristen in besonders erfahrbarer Weise Zeugnis geben. Nach der Messe - noch in der Kirche - erzählt Abt Albert einiges aus der Geschichte und der Gegenwart der Abtei. Anschließend nehmen die Schwestern bei uns ein einfaches Mittagessen ein. Nach einem kurzen Besuch der Propsteikirche fahren die Schwestern in die Stadt, wo sie eine Domführung haben und die Stadt "erbummeln" und entdecken können. - Für uns Mönche und - wie wir hoffen - auch für die Schwestern war es eine Begegnung der Freude und gegenseitiger Bereicherung. Hier in Kornelimünster hatten die Schwestern am Vormittag schönstes spätsommerliches Wetter mit Sonnenschein. Am Nachmittag regnete es sich in Kornelimünster ein, ... in Aachen hoffentlich nicht. -- Bischof Grave schreibt in einem Dankbrief: "Daß Sie Gastfgreundschaft zu einem programmatischen Manifest Ihrer Arbeit gemacht haben, das haben Sie in Ihren Ausführungen sehr anschaulich dargelegt, durch Ihr Handeln uns deutlich vor Augen geführt und durch die tatsächliche Erfahrung eingelöst" (6.9.02) -- Leicht irreführend und irritierend ist die Pressemitteilung des Bistums Essen vom 5.9., in der neben einem ausführlichen Bericht über die Predigt von Bischof Grave lediglich zu lesen ist: "Ziel des Ausfluges der rund 200 Ordensschwestern des Ruhrbistums waren in diesem Jahr die ehemalige Reichsabtei Kornelimünster und die Stadt Aachen." Da  w i r  nicht "die alte Reichsabtei" sind - das ist die Propsteikirche und das Bundesarchiv - kann man aus dieser Notiz nicht entnehmen, dass die Schwestern bei uns waren. (Bild: Stiegler, Ruhrwort: Frater Matthias, Bischof Grave, Abt Albert, P. Oliver)

3. September: Mit Schreiben vom 29. August beauftragte Bischof Heinrich Mussinghoff P. Friedhelm Tissen "rückwirkend zum 1. August für die Dauer von zwei Jahren zum Spiritual für die Ständigen Diakone im Bistum Aachen." Als Spiritual ist es P. Friedhelms Aufgabe, "den Ständigen Diakonen die Dimension des geistlichen Lebens zu eröffnen." Nachdem der frühere Spiritual vor einem Jahr ein Pfarramt übernommen hatte, hatte P. Friedhelm bereits "ad interim" diese neue Aufgabe wahrgenommen. Wir freuen uns mit P. Friedhelm und für uns als Abtei, dass er / wir diesen Dienst für das Bistum anvertraut bekam/en.  

1. September: Auf den Tag vor 200 Jahren übernahm die Pfarrgemeinde Kornelimünster die Kirche der alten Reichsabtei als Pfarrkirche (vgl. Kurznachricht vom 16. August). Wir heutigen Mönche der "neuen" Abtei gratulieren der Pfarrgemeinde sehr herzlich zu diesem Jubiläum. Gleichzeitig danken wir der Gemeinde, dass sie die alte Kirche der früheren Mönche des Ortes so hervorragend gepflegt hat und pflegt und die Klostertraditionen der Kornelioktav und der Heiligtumsfahrt nach wie vor mit Leben füllt. Ad multos annos! 

August 2002

29. August: In der Zeitung "Die Welt" finde ich einen lesenswerten Beitrag zum Thema "Klausur" und "Gastaufenthalt im Kloster", wobei beide Begriffe in dem besagten Artikel gar nicht auftauchen und Klöster mit ihrem Angebot, Orte des positiven Rückzugs zu sein, nicht in den Blick kommen. Tilman Krause, Alleinsein im Geheimnis, Produktive Potenziale: Der Rückzug auf sich selbst".

26. August: Bonmot des Tages: "Der Klostereintritt wird erleichtert!" Der Hintergrund: Auf dem Treppenaufgang zur Klosterpforte - also "vor Ort" - schneidet der Schlosser passgenau die Vierkantrohre für den Aufgangshandlauf, schweißt sie zusammen und testet aus, ob alles stimmt. Da das Ganze eine "dreidimensionale" Arbeit ist, erschien es dem Schlosser sinnvoll, diese Arbeiten vor Ort mit unmittelbaren Kontrollen und nicht fernab in seiner Werkstatt zu machen. Die Werkstücke kommen jetzt in die Verzinkerei. In 2-3 Wochen ist mit der Montage des Handlaufes zu rechnen. 

23. August: Der Verein unserer Freunde und Förderer hatte an diesem Tag zu einer Fahrt in die diesjährige Kulturhauptstadt Europas, Brügge, eingeladen. - Die sog. Goldene-Sporen-Schlacht vor 700 Jahren (11. Juli 1302) und ihre literarische Bearbeitung durch Hendrik Conscience in dem Roman "Der Löwe von Flandern" von 1832 sind wesentliche Wurzeln der flämischen Identität. Der Jahrestag der Schlacht ist flämischer Nationalfeiertag. - Mit 3 benediktinischen Frauenklöstern (De Wijngaard, St. Godelieve, Loppem) und 2 Männerklöstern unseres Ordens (St. Andries, Steenbrugge) kann Brügge darüber hinaus auch heute noch ein Bewusstsein dafür vermitteln, wie dicht die Städte des Mittelalters mit Klöstern durchflochten waren und welche Bedeutung ihnen zugemessen wurde. - Wir besuchten zunächst im alten Beginenhof der Stadt das Kloster De Wijngaard. Die Priorin, Sr. Marie-Christine, schloss uns in Gespräch und Führung die Schönheiten der Kunstwerke ihres Klosters und die Atmosphäre seiner Stille auf. Für den Nachmittag hatten wir eine zweistündige Stadtführung organisiert. Haften bleiben dürfte u.a. das Staunen über die alte bis ins 20. Jh. lebendige Tradition von reichen Brügger Familien, sog. "Godshuis" - wörtlich: "Gotteshäuser",  wir würden sagen: Sozialwohnungen - zu stiften. Das Programm des Tages ließ dazu noch genügend Freiheit, in Einzelunternehmungen das eine oder andere Museum bzw. einzelne Kirchen privat und intensiv zu besichtigen. - Der Sonnenschein präsentierte das einmalige Gesamtensemble der Stadt in vollem Glanz. Er war ein wesentlicher Beitrag zum Gelingen dieses Ausflugs.

21. August: Am 11. Juli wurde in Tschechien (Novy Dvur, Böhmen) durch Kardinal Vlk das erste Trappistenkloster nach der Wende eröffnet. Die französische Abtei Sept Fonts hatte vor 10 Jahren den Besitz erworben. 12 Mönche aus Sept Fonts – davon 6 Tschechem, während die anderen aus verschiedenen Ländern Westeuropas kommen - werden unter der Leitung des bisherigen Priors von Sept Fonts, Samuel Lauras, in Novy Dvur das klösterliche Leben aufnehmen (Quelle: Vidimus Dominum ... 21.8.02) - In der Diözese Aachen liegen die beiden einzigen Trappistenklöster in Deutschland: die Männerabtei Mariawald bei Heimbach und die Frauenabtei Maria Frieden bei Dahlem.

18. August: Die KirchenZeitung Aachen (Nr. 33/34, S. 21) bringt in der Rubrik "Mit der KirchenZeitung unterwegs zu Kirchen und Klöstern" einen ganzseitigen Beitrag über die Abtei. Für die "alten Freunde" des Klosters bringt der Beitrag wenig Neues, aber andere kann er durchaus neugierig machen. Es würde uns nicht wundern, wenn als Echo auf diesen Beitrag die eine oder andere Anfrage nach einem Gastaufenthalt an uns herankommt.

... und die Kuriosität der Woche: eine Postwurfsendung mit der Anschrift: "Herrn Peter Benediktinerabtei" und der Anrede "Sehr geehrter Herr Benediktinerabtei"...

16. August: Zu einer von der F.A.Z. (Feuilleton vom Tag) sehr gelobten Ausstellung in der Stiftskirche Gernrode (Ostharz) gibt es eine ausgezeichnete Homepage. Unter dem Titel "SchleierHaft?" werden interessante Fragen zum Klosterleben des 11. Jahrhunderts behandelt. Sehenswert!!

16.. August: Am 16. August 1802 - also vor genau 200 Jahren - mussten die Mitbrüder der alten Reichsabtei Kornelimünster auf Grund der Juni-Gesetze der französischen Revolutionsregierung ihr Kloster endgültig verlassen. Damit hatte die 1000-jährige Geschichte der Reichsabtei Kornelimünster ein Ende gefunden. - Erst 104 Jahre später, am 12. Februar 1906, kehrten die Benediktiner wieder nach Kornelimünster zurück und siedelten sich an der Straße nach Oberforstbach an.

12. August: Der Drehkranz des Baukrans an unserer Baustelle ist gebrochen. Der Kran muss abgebaut und durch einen anderen Kran ersetzt werden. Für zwei bis drei Tage werden daher gewisse Arbeiten, die auf den Kran angewiesen sind, ruhen müssen. (Mir fällt das Wort ein: "Jesus hat viel gelitten, - gebaut hat er nicht.") 

8. August: Abt Albert kehrt von einer 16-tägigen Reise nach Nigeria zurück. Zusammen mit der Oberin von St. Mildreds' Priory, England, M. Nikola Proksch, nahm er im Auftrag des Abtpräses der Benediktinerkongregation von Subiaco, Abt Thierry Portevin, in Nigeria die Benediktinerinnenabtei Umuoji und deren abhängiges Priorat Ozubulu die turnusmäßige kirchenrechtliche Visitation vor. Die beiden Klöster liegen etwa 400 km östlich von Lagos im Bundesland Anambra State.  (Im Bild von links: Priorin Christine [Ozubulu], Äbtissin Patricia [Umuoji], Chief Jerome Udoji [Ozubulu], Abt Albert u. Priorin Nikola.) Das Christentum - in allen möglichen Schattierungen - ist im Osten Nigerias sehr stark vertreten. Die Bevölkerung gehört dem Ibo-Volk an. In den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war der Osten Nigerias Schauplatz des Biafra-Krieges (1967 - 1970).  -  Die Abtei Umuoji wurde vor 24 Jahren von dem damaligen Erzbischof von Onitsha und heutigem Kurienkardinal Arinze und einer nigerianischen Benediktinerin des römischen Klosters Monte Mario, M. Patricia Alufuo, gegründet. Zur Abtei gehören heute 180 nigerianische Schwestern. 121 Schwestern waren in diesen Tagen in der Abtei selbst, 35 im Priorat Ozubulu. Mit jeder dieser Schwestern führten die Visitatoren ein wenigstens kürzeres Gespräch. In den Tagen der Visitation traten in Umuoji 6 Postulantinnen ein. Drei Kandidatinnen begannen eine 14-tägige Probezeit. Über die gesammelten Eindrücke haben die Visitatoren, ein ausführliches Protokoll mit Ermutigungen, Anregungen und Anfragen erstellt, das den Konventen zur nachdenkenden Bearbeitung bekanntgegeben wurde und der Kongregationsleitung in Rom zugeleitet wird.  -   Eine Visitation ist gewissermaßen der "Gesundheits-Check" eines Klosters mit gegebenenfalls für sinnvoll oder notwendig erachteten "Therapie-Anweisungen". Dass die Begegnung mit einem anderen Kloster - und das auch noch in einem sehr anderen Kulturkreis - auch für die Visitatoren eine Bereicherung ist, hat Abt Albert intensiv erfahren.

Juli 2002

27.Juli: Beim Oblatennachmittag entstand ein anregendes Gespräch über die Frage, was Oblaten für ihr Kloster sein können und sein wollen.

Der Umbau schreitet weiter voran.  Inzwischen haben die Trockenbauer im Dachgeschoss die ersten Wände gesetzt, so dass sich der Zuschnitt der neuen Mönchszellen schon gut erkennen lässt.

25.Juli: Vor zwanzig Jahren wurde P. Albert aus Gerleve  zum dritten Abt unseres Klosters geweiht. Während Abt Albert bis zum 8.8. in Nigeria ist, gedachten wir seiner besonders in der Konventmesse. Ein recht weltlicher Grund ließ vor zwanzig Jahren den Termin vom Fest des hl. Benedikt (11. Juli) um zwei Wochen verschieben: das Endspiel einer Fußballweltmeisterschaft. So fand die Abtsweihe am Fest des Pilgerpatrons Jakobus statt - vielleicht ein Hinweis darauf, dass wir als pilgernde Kirche unterwegs sind. Andere sind vor uns den Weg gegangen, wir sind in ihre Fußstapfen getreten und hoffen, dass sich wieder andere begeistern lassen, unsren Weg einzuschlagen und das Leben als Benediktiner in Kornelimünster fortzusetzen.

21. Juli: Es ist in diesen Tagen viel "Bewegung" im Haus. Am Donnerstag (18.7.) fuhr P. Oliver zur Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft katholisch-theologischer Bibliotheken nach Wiesbaden-Naurod. Dort wurde die Weiterentwickelung , des  im wesentlichen von ihm erarbeiteten "Verbundkatalogs" vorgestellt, der künftig mit Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz in "offiziellen" Strukturen weitergeführt wird. Im Anschluss gönnt er sich einige Tage "Auszeit". - Am Freitag (19.7) kehrt Fr. Antonius aus dem Semester zu uns zurück. Sein Studienende ist für Mitte Februar 2003 abzusehen. - P. Friedhelm fährt heute (21.7.) für eine Woche zu einem Fortbildungskurs "Gregorianik" nach Essen. - Abt Albert bereitet sich auf eine Visitationsreise nach Nigeria vor (22.7.-8.8.). Die Reisevorbereitungen waren wegen der schlechten Kontakte nach Nigeria "abenteuerlich". Bis heute steht nur der Flug bis Lagos und die erste Übernachtung in Lagos!  

20. Juli: Die F.A.Z. berichtet, daß an diesem Tag vor 1200 Jahren, also im Jahr 802, der Elefant Abul Abbas als Geschenk des Kalifen Harun al Raschid nach Aachen an den Hof Karls d. Gr. kam. Für das damalige Europa war das exotische Geschenk nicht nur eine Attraktion, sondern eine Sensation allerersten Ranges. Der Elefant ist 810 gestorben. 

19. Juli: Unsere Homepage kann heute ihr "Einjähriges" begehen. 5994 Zugriffe in diesem "Jahr 1", etliche neue Bekanntschaften und Gäste und hier und da ein Lob weisen darauf hin, dass die Homepage angenommen wurde und wird.

Der Baufortschritt vollzieht sich z.Zt. in wenig auffälligen Schritten: Die Lücke zwischen den beiden angehobenen Dachteilen ist ihrerseits hoch-gezimmert und wieder eingedeckt worden. Im Obergeschoss werden die ersten Ständerwände montiert, so dass die Größe der neuen Zimmer konkreter erkennbar ist - Die Sanierung der Dachrinnen am Altbau ist an der Außenseite des Gebäudes weitgehend abgeschlossen. Die Dachrinnen im Binnenhof müssen noch erneuert werden - Für die Außentreppe zur Klosterpforte wurde ein Geländer in Auftrag gegeben.

18.Juli: Die Abtei Medellin, Kolumbien, präsentiert sich seit neuestem mit einer Homepage. Die sehr breite Anlage der Texte erlaubt unter anderem eine ausführliche Würdigung Benedikts von Aniane als des "zweiten Gründers des Ordens" (Benito de Aniano, Segundo Fundador) und dabei findet  auch Inda / Kornelimünster Erwähnung. Der "natürliche" Nachteil der Homepage ist, dass sie in spanischer Sprache geschrieben ist. - Abt Albert hatte 1999 im Rahmen einer Tagung unserer Kongregationsleitung in Kolumbien Gelegenheit, die Abtei und die drei weiteren Benediktinerklöster des Landes zu besuchen. Die Fotos der Homepage wecken darum bei ihm sehr konkrete Erinnerungen.

17. Juli: P. Friedhelm ist vom Bistum Aachen in Absprache mit der Abtei für zwei Jahre als Spiritual für die ständigen Diakone der Diözese bestätigt worden. P. Friedhelm nahm die Aufgabe seit einem Jahr "ad interim" wahr, nachdem der bisherige Spiritual als Pfarrer eine Pfarrgemeinde übernommen hat. -

14. Juli: Das sonntägliche Konventamt  wurde mitgestaltet vom Kirchenchor St. Martin, Düsseldorf-Bilk. Auf seinem Jahresausflug machte der Chor zusammen mit seinem Gemeindepfarrer Wolfgang Härtel Station bei uns.

12.Juli: Die neue Rampe vom Parkplatz zum Paradies der Kirche wurde fertiggestellt. Nach der Abendmesse konnten wir sie mit einem kurzen Gebet segnen. Ein Jahr hat es gedauert, bis nach verschiedenen vergeblichen Anläufen die Arbeiten vor drei Wochen in Angriff genommen werden konnten. Fr. Egilhard hatte zu seinem 60. Geburtstag um einen Beitrag zur Finanzierung gebeten. Allen Spendern sei noch einmal herzlich gedankt.

Gleichzeitig wurde die Außenwand des Paradieses zum Parkplatz hin mit einer Spezialfarbe gestrichen.  Sie soll es ermöglichen, dass das stark durchfeuchtete Mauerwerk allmählich wieder trocknet. Die Arbeiten zur Sanierung des Dachs von Paradies und Altbau schreiten zügig voran.

11. Juli: Im Rahmen der kanonischen Visitation in der Abtei Praglia (bei Padua) feierte Abt Albert mit der dortigen Gemeinschaft ein Pontifikalamt zum Hochfest unseres heiligen Vaters Benedikt.

07. Juli: Im Rahmen seines Semesterkonzerts sang der KHG-Chor Aachen Missa Papae Marcelli von Giovanni Pierluigi da Palestrina und die Misa Criolla von Ariel Ramirez in unserer Abtekirche

Die Missa Papae Marcelli (um 1562)  von Palestrina gilt seit Jahrhunderten als ideale Verbindung von von Polyphonie und Textverständlichkeit.

Der Argentinier Ariel Ramirez gehört zu den herausragenden Zeugen  lateinamerikanischer Musikkultur. Der Misa Criolla (1965) liegt der spanische Text der Messe zugrunde. Sie greift traditionelle Rhythmen und Melodien Lateinamerikas auf und erfreut sich bei einem breiten Publikum größter Beliebtheit. Ohne den Verlust von Authentizität führt sie weit über die Grenzen regionaler Folklore hinaus.

05. Juli: Um das Altgebäude und das Kirchenparadies herum wurden in dieser Woche Gerüste aufgerichtet, um die Dachrinnen und die Fallrohre zum großen Teil zu erneuern. Zwei Feuchtigkeitsschäden nach starken Regengüssen und das Urteil des Dachdeckers zwangen uns zu der Einsicht, es nicht mehr bei einfachen Einzel-Reparaturen zu belassen, sondern die Sache gründlicher anzugehen. Parkplatz-seitig - wo die neue Rollstuhlrampe entsteht - wurde gleichzeitig die Wand des Paradiesvorbaus durch einen Maler fachgerecht bearbeitet und gestrichen. Die nächsten monatlichen "Kollekten für die Kirche" werden wir gezielt der Sanierung der Dachrinnen am Kirchenparadies widmen. Wenn wir für die Dachrinnen- (140 m) und Fallrohrsanierung (160 m) am übrigen Altgebäude Teil-Patenschaften finden könnten, wäre das eine große Hilfe (125 Euro/m ca.; - Konto: Abtei Kornelimünster, Sparkasse Aachen (BLZ 390 750 00) Konto-Nr. 2 750 420). Diese Investition gibt dem Altgebäude eine gute Perspektive für die nächsten 20 Jahre.

Abt Albert fliegt nach Italien, um im Auftrag von Abtpräses Thierry Portevin in der Abtei Praglia (bei Padua) die kanonische Visitation vorzunehmen. 

04. Juli: Über Abtpräses Thierry Portevin, Rom, erfahren wir, dass das landwirtschaftlich und als Ruhezone für Exerzitiengäste genutzte Terrain der Abtei Thien An in Vietnam nach langem Tauziehen enteignet wurde, um in der dortigen Seelage einen Erholungs- und Vergnügungspark einzurichten. Präses Thierry will über die Botschaft Vietnams in Rom, französische diplomatische Kanäle und die französische Presse dagegen protestieren. Abt Albert empfahl Präses Thierry, auch Kontakt mit den römischen Korrespondenten der großen deutschen Tageszeitungen Kontakt zu suchen.  

Juni 2002: 

30. Juni: Bei strahlendem Sonnenschein und gerahmt von den Feiern des Pontifikakamtes (10:30) und der Vesper (16:00) begingen wir den jährlichen „Tag der Freunde“. Unkomplizierte Gespräche und Begegnungen wollen die Verbundenheit zwischen den Mönchen und ihren Freunden und Bekannten sichtbar werden lassen und fördern. Sicher hat das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft eine Reihe von Bekannten davon abgehalten, sich zu uns auf den Weg zu machen, aber trotzdem dürfen wir mit dem Besuch sehr zufrieden sein.

Anspielend auf die sportlichen Großereignisse des Tages - das Aachener Reitturnier und die  Fußballweltmeisterschaft - fragte Abt Albert in seiner Predigt: wer wird Sieger, - wer wird Weltmeister? Seine Antwort: einer  i s t  Sieger und Welt-Meister - ... Gott, der Herr. Nicht wenige Sieger von gestern sind heute traurige Gestalten. Und die Sieger von heute sind vielleicht die Verlierer von morgen. Ferrari-Rot, Schwarz-Rot-Gold, Schleifen und Pokale setzen Staub und Patina an, Gott aber bleibt in Ewigkeit. Wenn wir Christen und Mönche unserer Berufung zum Gottes-Leben treu bleiben, dann sind wir nicht kurzatmig modisch-trendy, sondern zeitentübergreifend modern. Wir schauen über den Tellerrand irdischer Sieges-Pokalschalen hinaus.

Nach dem Hochamt unterhielten und erfreuten wie in den vergangenen Jahren die Bläser des Rotter Musikvereins die Gäste beim Frühschoppen und dem Eintopfessen.

Natürlich konnten und wollten wir das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft nicht ignorieren. Eine Großprojektion erlaubte es den Fans, das Ereignis zu verfolgen. Frater Matthias hatte übrigens für die Altarstufen ein Blumengesteck mit schwarz-rot-goldenen Schleifen, zwei Fußbällen und Reiterdress gelungen erweitert und so dem "Weltereignis" Rechnung getragen.

Den Nicht-Fans des Fußballs stellte Abt Albert in einem Referat die Grundlinien der Homepage der Abtei vor. Die Erfahrungen eines Jahres der Internetpräsenz haben ihn davon überzeugt, dass das Medium Internet nicht nur ein Medium für Informationen, sondern eine Chance der Verkündigung ist. Positive Reaktionen lassen Abt Albert davon überzeugt sein, dass eine Homepage mit spirituellem Inhalt und Gehalt ein Weg zu suchenden Menschen ist, die den traditionellen Weg zur Kirche nicht mehr finden. Nach dem Referat boten wir unseren Gästen an, am Computer einen konkreten Blick in die Homepage zu tun.

Im weiteren Verlauf des Tages informierte Herr Schäfer vom Architektenbüro Hahn Helten über den Stand und Fortgang der Arbeiten am Südflügel des Klosters. Gerne hätten wir unsere Freunde in der Baustelle herumgeführt, aber Sicherheitsargumente und -vorschriften sprachen gegen diesen sicher faszinierenden Gedanken.

Zum „Tag der Freunde“ konnte Herr Ernst Hönings die Schrift „Tausend Jahre ‚unter dem Krummstab’. Kaiserlich freie Reichsabtei Kornelimünster an der Inde 814 –1802“ vorlegen. Die Arbeit zeichnet mit dem Blick auf drei Äbte (Benedikt von Aniane, 814 – 821; Anno, 12. Jahrhundert; Hermann von Eynatten, Abt 1620 – 1645) den Spannungsbogen klösterlicher und reichsabteilicher Wirklichkeit der alten Abtei Kornelimünster nach. Sie ist ein/unser Beitrag zum Gedenken an das Ende der Reichsabtei vor genau 200 Jahren. Die Schrift kann zum Preis von 5 Euro bei uns erworben werden.  

29. Juni: An der Mittagshore und -Messe nehmen 120 (!) ehrenamtliche Mitarbeiter der Pfarrgemeinde "Maria Frieden", Coesfeld, teil. Die Pfarrgemeinde macht mit ihnen einen Tagesausflug nach Aachen. Nach dem Gottesdienst wollten die Besucher bei uns im Garten eine Erbsensuppe essen. Das wechselhafte kühle Wetter ließ uns sie in den großen Speisesaal bitten. Von Gerleve aus hat Abt Albert häufiger in der Gemeinde "Maria Frieden" Messaushilfen geleistet. Die Begegnung mit der Gemeinde war von daher für Abt Albert eine Auffrischung alter flüchtiger oder auch intensiverer Bekanntschaften und Freundschaften.

28. Juni: Mit dem Ende des Bauarbeiterstreiks am Dienstag dieser Woche sind die Rohbauarbeiten wieder aufgenommen worden. Bei anderen Gewerken. die während des Streiks weiterarbeiten konnten, macht sich aber jetzt der Zeitverlust bemerkbar, so dass sie pausieren müssen, bis die Rohbauer ihren Part aufgeholt haben. - Am Südgiebel des Altgebäudes wurde das Gerüst abgebaut. Die Erneuerung der Dachpappenabdeckung wird sich als Wetterschutz auszahlen. 

27. Juni: Die "Aachener Zeitung" bringt einen mittellangen Beitrag "Mönch bekennt Farbe: Abt Altenähr im 'Sommergespräch'". Der Artikel weist auf das "Sommergespräch" am morgigen Freitag in der Theresienkirche in der Aachener Innenstadt hin (20:30 -21:30). Der Artikel schließt: "Die Menschen auf Gott neugierig zu machen, ist ein Anliegen des Abtes." - 28. Juni: Mit gut 30 Teilnehmern war das Abendgespräch im "Flanierbereich" der Innenstadt nach dem Eindruck der Veranstalter gut besucht. Das Gespräch selbst verlief sehr lebendig. Abt Alberts Beiträge versuchten, mit persönlichen Akzenten Einblicke "hinter die Mauern" des Mönchtums zu gewähren. 

25. Juni, 15:22 Uhr: Das Halbfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft Deutschland - Korea ist abgepfiffen (1:0). Deutschland ist im Finale. Gut, dass wir für den "Tag der Freunde" am Sonntag für eine Fernseh-Möglichkeit vorgesorgt haben. Unsere Freunde brauchen sich also nicht zu zerreißen, ob sie lieber zu Hause bleiben oder zu uns kommen wollen. ... und im Kreis vieler Freunde feiert es sich doch auf jeden Fall besser ... oder? - 15:36 Uhr: Zwei einsame Autohupen signalisieren ihre Siegesfreude. 

22. Juni: Der Streik im Baugewerbe hat die Rohbauarbeiten unserer Südflügel-Baustelle die ganze Woche lahm gelegt. Andere Gewerke (Zimmermann, Fenster) konnten weiter arbeiten. In der nächsten Woche sieht es dann kritischer aus, weil die bei anderen Gewerken anstehenden Arbeiten die Vorarbeit der Rohbauer voraussetzen. - Außerhalb der großen Ausbauarbeiten am Südflügel wurden (endlich!) die Arbeiten an der Rampe vom Kirchenparkplatz zum "Paradies" in Angriff genommen. Die Außentür der Klosterpforte wurde durch einen Maler überarbeitet. Die Teerpappenverkleidung am Südgiebel des Altbaus (- Durchgang zum Innenhof -) wurde entfernt und eine neue Verkleidung schon teilweise wieder aufgebracht. Diese Arbeiten hätten in dieser Woche abgeschlossen werden können, wenn die Dachdecker unserer Baustelle nicht ein sehr "frühes Wochenende" beschert hätten. Hoffentlich geht's am Montag weiter! 

20. Juni: Die Terminhinweise auf den Tage der Freunde am 30. Juni und auf das Konzert des KHG-Chores am 7. Juli wurde durch Details ergänzt.

17. Juni: Die Feier der ewigen Profess von Frater David  (76 Jahre) am 1. Mai war dem "Grenz-Echo", einer Zeitung der deutschsprachigen Ostkantone Belgiens, Anlass, in der vergangenen Woche Frater David in einem längeren, vier-spaltigen Artikel vorzustellen. Ein Foto zeigt Frater David beim Tischdecken; die Bildunterschrift nennt ihn nett "'Jung-Mönch' Johannes Palm alias Frater David". 

15. Juni: P. Oliver begleitet unsere "Gottesdienstkinder" auf ihrem Jahresausflug zum Wildparkgehege Gangelt (Selfkant). Die Jahresfahrt ist inzwischen eine feste Tradition, die die jungen Familien, die sich aus unseren Gottesdiensten kennen, ein wenig zusammenführen und ihre Verbindung zu uns stärken will. Nach dem "üblichen" Hin-und-Her der An- und Abmeldungen (Kinder werden krank und auch wieder gesund) waren es etwa 35 Kinder / Eltern, die teilnahmen. Das Wetter spielte mit und das machte den Tag wieder zu einem guten "Selbstläufer".

12. Juni: Die Dachanhebung "zweiter Teil" ist gut über die Bühne gegangen (s. Notiz zum 24. Mai).

10. Juni: Frater Antonius entdeckt im Internet den "wdr.de-Fragebogen: Ein Rückblick auf das Jahr 2001" vom 31.12.01, den der NRW-Vorsitzende der CDU, Jürgen Rüttgers, beantwortete. Unter anderem ist darin zu lesen: "Wann im Jahr 2001 haben Sie sich in einer Situation wiedergefunden, mit der Sie nie gerechnet hätten? -  Nach der Bundestagswahl hatte ich meiner Partei empfohlen: "Ins Kloster  gehen, Einkehr halten, den Boden schrubben - und dann mit neuer Kraft ans Werk gehen." Überraschend erhielt ich eine Einladung von Abt Albert Altenähr, ein Wochenende in der Benediktiner-Abtei in Kornelimünster bei Aachen zu verbringen. Der Abt hat mir Eimer und Schrubber in die Hand gedrückt - und ich habe den Klosterboden gewienert." 

9. Juni: Nach dem Hochamt trommeln die senegalesischen Kinder, die bei uns in diesem Monat wohnen, zur Freude unserer Gottesdienstbesucher zugunsten des Schulprojektes, für das sie unterwegs sind. - Am Nachmittag erfreut ein Kammerchor-Konzert  der Kirchenmusikhochschule Aachen zahlreiche Zuhörer. 

8. Juni: In einem Dankbrief auf einen Email-Gruß zum Kirchentag in Görlitz (siehe Notiz vom 1. Juni) schreibt Bischof Wollenweber von der Ev. Kirche in der schlesischen Oberlausitz: "... mit froher Ergriffenheit habe ich Ihrem Mail-Brief vom 02.06.2002 entnommen, dass Sie am vergangenen Sonntag einen Brückenschlag des Gedenkens und des Gebetes von Aachen nach Görlitz vorgenommen haben. Ich danke Ihnen für dieses Zeichen der christlichen Verbundenheit... Die Thomasmesse am Samstagabend in der Bischofskirche St. Peter und Paul in Görlitz war einer der Höhepunkte dieses Vier-Länder-Begegnungs-Kirchentages." Eine dem Brief beigefügte Zusammenstellung führt insgesamt 2.470 "auswärtige" Teilnehmer auf (Polen: 650; Tschechien: 720; Slowakei: 55; Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg: 1.000; Niederlande: 30; Luxemburg 10; Rumänien / Siebenbürgen: 5). 

7. Juni: Von den Warnstreiks im Baugewerbe am heutigen Freitag sind auch die Bauarbeiten bei uns betroffen. - Von Montag, 10.06., an wird der zweite Teil des Daches unseres Südflügels angehoben (Vgl. Notiz vom 24. Mai).

3. Juni: Frater Antonius hat mit der Fertigstellung seiner Diplomarbeit und deren Vorstellung im alttestamentlichen Oberseminar der Uni Bonn einen entscheidenden Schritt auf den Abschluss seiner theologischen Studien tun können. Die Arbeit von Frater Antonius befasst sich mit dem "ersten Davidspsalter" - einem besonderen Abschnitt innerhalb des Psalmenbuches - und dem inneren Zusammenhang der darin vereinigten Psalmen. Da Frater Antonius die Arbeit sehr zeitig fertiggestellt hat und der Studiengang erst einmal "normal" weiter geht, ist "alles in allem" mit einem Studienende im kommenden Frühjahr zu rechnen.

2. Juni: Neu in der Homepage: Benedikt von Nursia 11. Juli, Farbig glauben, Entschiedenheit (zum Evangelium des 13. Sonntags im Jahreskreis)

1. Juni: Eine kleine Gruppe Kinder aus dem Senegal, Westafrika, unter Leitung von Abbé Olimpio bezieht für den ganzen Monat Quartier in unserem kleinen Selbstversorger-Gästehäuschen. Die Kinder sollen ein exzellentes Trommel-Ensemble sein. Die Gruppe wird in Schulen im weiteren Aachener Raum zugunsten eines Missionsprojektes im Senegal auftreten.

1. Juni: In Görlitz veranstaltet die Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz einen Internationalen Begegnungskirchentag für die evangelischen Christen im Grenzgebiet Deutschlands, Polens und Tschechiens. Für den Abendmahlsgottesdienst mit dem Thema „Emmaus“ („THOMASMESSE, Gottesdienst mit Herz, Mund und Händen“) und sein Programmblatt nutzt man unser Emmausbild. Der Prediger, Jürgen Westerhoff, Chefredakteur der „Wilhelmshavener Zeitung“, nimmt auf das Bild in seiner Predigt ausdrücklich Bezug. Herr Westerhoff war nach Ostern eine Woche Gast bei uns. Er hatte unser Emmausbild im Internet gefunden. Die Veranstalter haben auch eine größere Stückzahl unserer neuen Postkarten und Andachtsbildchen des Emmausbildes für die Teilnehmer an dem Gottesdienst bei uns bestellt.

Mai 2002

28. Mai: Der Zähler unserer Homepage registrierte heute den 5000. Zugriff auf die Homepage. Wir sind seit dem 18. Juli 2001 mit der Homepage im Internet. Die Zahl der monatlichen Zugriffe hat sich auf 420 – 450 eingependelt.

24. Mai: In den vergangenen Tagen wurde im Rahmen der Ausbauarbeiten unseres Südflügels der erste Teil des Daches angehoben. Die Arbeiten waren dem WDR-Fernsehen so interessant, dass es am 21. Mai ein Aufnahmeteam schickte und in der „Lokalzeit“ kurz darüber berichtete. Beide Aachener Tageszeitungen berichteten ebenfalls.

18. Mai: Die russisch-orthodoxe Gemeinde Aachen hat einen eigenen Pfarrer bekommen. Archimandrit Josif Pustoutov hat zunächst bei uns Gastfreundschaft gefunden, bis er in der Stadt eine eigene Wohnung gefunden hat. Auf den Äbtekongressen 1988, 1992 und 1996 unseres Ordens in Rom war Archimandrit Josif offizieller Vertreter seiner Kirche.

Im Beuroner Kunstverlag ließen wir Postkarten und Andachtsbildchen des Emmaus-Bildes von Janet Brooks-Gerloff in unserem Kreuzgang drucken. Fotos des Bildes sind in der Vergangenheit immer wieder in größerer Stückzahl von verschiendenen Gruppen für Meditationsabende o.ä. bestellt worden. 2001 hat ein Münsteraner Neupriester das Bild für sein Primizbildchen genutzt. Das brachte uns auf die Idee, nicht immer wieder Fotoabzüge herstellen zu lassen, sondern einen größeren Druckvorrat in Auftrag zu geben.


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