Kurznachrichten Januar - Juni 2003

Tagung der Arbeits- 
gemeinschaft Bene-
diktineroblaten, 
10.-13.6.03 in St. 
Ottilien
(>> Notiz 13. Juni)

 

Ausflug nach
Rottenbuch ...











... und
Ettal




Kirchenführung in Ettal mit P. Angelus Waldstein 




"Schokoladenwanderung" mit unseren Gottesdienstkindern, 29. Juni 2003




"Auf die Bäume,
ihr 'Baum-Löwen'!"
> Gregor und Joschko <

29. Juni, Peter und Paul: Nach dem Hochamt hatten wir die jungen Familien unserer Gottesdienstbesucher zur sog. „Schokoladenwanderung“ eingeladen. Der Name erinnert an unseren P. Fridolin (+ 1998), der unsere kleinen Gottesdienstbesucher nach dem Sonntagshochamt stets mit Schokolade verwöhnte. Die daraus entstandenen Kontakte brachten uns auf die Idee, einmal im Jahr die jungen Familien zu einem Ausflug einzuladen. Der erste dieser Ausflüge führte zum Schokoladenmuseum nach Köln. 
In diesem Jahr sind wir „nur“ in den nahen Raerener Wald gefahren und bis zum Grenzstein „BEIRBVM“ gewandert. Dort haben wir ein ausgiebiges Picknick gehalten und mit den Kindern gespielt. Mit von der Partie waren auch die senegalesischen Kinder, die z.Zt. unsere Gäste sind. Sie hatten zuvor im und nach dem Gottesdienst ein wenig von ihren Trommel und Tanzkünsten dargeboten  Insgesamt waren wir 30 Kinder und Erwachsene.
Der Stein „ BEIRBVM = am Birnbaum“ markierte die Grenze zwischen dem alten abteilichen Hoheitsgebiet und Herzogtum Limburg. Die heutige Staatsgrenze Deutschland-Belgien folgt der alten Herrschaftsgrenze. Der Grenzstein dürfte nach der Quellenlage bereits vor 1646 aufgestellt worden sein. Neben der Inschrift „BEIRBVM“ zeigt er als Hoheitszeichen der Abtei Kornelimünster das Korneliushorn.

Aus dem ostpreußischen, heute polnischen Braunsberg erhielten wir in diesen Tagen eine Anfrage nach unserer großen Glocke, die bis 1942 von der Braunsberger Katharinenkirche über die Stadt hin läutete. Wir konnten den Briefschreiber auf unsere Homepage-Seite über unsere Glocken verweisen.

28. Juni: Im Rahmen der 100-Jahr-Feier der Übersiedelung der Abtei Douai von Frankreich nach England predigte Abtprimas Notker Wolf über Das Abenteuer Mönchtum (21 Juni  03). Deutende biblische Bilder für die wechselhafte und alles andere als idyllische Geschichte von Klöstern und der einzelnen Mönche und Nonnen waren Abtprimas Notker die Wüstenwanderung des Volkes Israel und der Kampf des Patriarchen Jakobs mit dem Engel Gottes am Fluss Jabbok. Primas Notker formulierte: „Einige Abschnitte des Weges können angenehm und sonnig sein, aber der Weg hat auch gefährliche Abschnitte. Es gibt Zeiten des Hungers und Durstes sowohl in materieller als auch geistlicher Hinsicht. Die Wanderer werden müde und müssen ausruhen. Sie brauchen Ermutigung. Sie haben ihre Zweifel, und von Zeit zu Zeit müssen sie sich auch neu nach ihrer eigentlichen Identität fragen. Aber das Reich Gottes steht ihnen immer vor Augen und lockt sie vorwärts auf ihrem gemeinsamen Weg.“

Das Inda-Gymnasium feierte am Nachmittag seinen Abitur-Gottesdienst in unserer Kirche. Wegen des gestern begonnenen "Historischen Jahrmarkts" im Ortskern ist die Propsteikirche in diesen Tagen nur eingeschränkt nutzbar. Zelebranten des ökumenischen Gottesdienstes waren Pfr. Fenske von der evangelischen Ortsgemeinde und Prof. Lüke, Subsidiar der Propsteigemeinde. 

26. Juni: Zum Abschluss einer mehrtägigen Fortbildung der Aachener Notfallseelsorge in unserem Haus, kommen Bischof Mussinghoff und der zuständige Abteilungsleiter, um sich über die Arbeit der Notfallseelsorge und deren besondere Belastungen und Chancen zu informieren.

22. Juni: Das Hochamt um 10:30 wird musikalisch vom Madrigalchor St. Joseph aus Solingen-Ohligs mitgestaltet.

21. Juni: Der Zahl der Zugriffe auf unsere Website im laufenden "Zähljahr" (Stichtag: 19. Juli) erreicht nach 11 Monaten und 2 Tagen die 10.000. Im ersten Zähljahr zählten wir insgesamt 5594 Zugriffe. 

20. Juni: Gegen 07:30 Uhr mailte ich heute einen englischen Kurzbericht über das Treffen der „Arbeitsgemeinschaft Benediktineroblaten“ vom 10.-13.6. in St. Ottilien an die beste Info-Website des Ordens, die in den USA gemacht wird. Am Nachmittag finde ich die Info auf der Website wieder. ... Das ist ein wirklich prompter Service!!

19. Juni – Fronleichnam: Wie üblich hat der Konvent das Fronleichnamsfest zusammen mit der Pfarrgemeinde Kornelimünster gefeiert. In diesem Jahr waren die Eucharistiefeier und die Prozession wieder in der Abteikirche und im Ortsteil um die Abtei. Die „frühe“ und andere Gottesdienstzeit (9:00 anstatt 10:30) und der Wechsel, die Feier einmal in der Propsteikirche und das andere Mal in der Abtei stattfinden zu lassen dürfte einer der Gründe sein, warum sich die regelmäßigen Besucher unserer Abteigottesdienste nur wenig eingeladen fühlen. Es ist ein Gottesdienst der Pfarrei, an dem wir Mönche teilnehmen. Der anschließende Frühschoppen mit dem Erbsensuppenessen gab nach der Liturgie die Gelegenheit zur lockeren Begegnung

17. Juni: Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff hatte heute zur jährlichen Konferenz der Höheren Oberen der Männerorden eingeladen, die Niederlassungen im Bistum Aachen haben. Außer dem Bischof waren vonseiten der Diözese Weihbischof Reger als Bischofsvikar für die Orden, der Personalreferent des Bistums und der Ordensreferent anwesend. In diesem Jahr gab es eine besonders lebhaften Austausch über abzusehende Entwicklungen im Bistum und in den Orden. Fruchtbar und zum Weiterdenken anregend war das teilweise kontrovers geführte Gespräch z.B. darüber, ob und unter welchen Voraussetzungen die Orden  Mitbrüder aus der Dritten Welt zur Pastoral nach Deutschland rufen sollten. Die Idee, ob wir Orden im Bistum an einem bestimmten Tag im Jahr so etwas wie einen „Tag des offenen Klosters“ für alle Gemeinschaften und/oder einmal eine Ausstellung im Kreuzgang des Domes (etwa unter der Überschrift: „Orden im Dom“) anbieten können, wird im Ordensrat weiter bedacht und gegebenenfalls konkretisiert werden müssen.

16. Juni: Am Wochenende tagte im Benediktinerinnenkloster Marienrode bei Hildesheim der „Conseil“ der A.I.M., das ist der (Verwaltungs-) Rat der von Benediktinern, Zisterziensern und Trappisten getragenen Hilfsorganisation "Alliance Inter Monastères" für ihre Klöster in der Dritten Welt. Dem Conseil gehören u.a. der Abtprimas unseres Ordens die Generaläbte der Zisterzienser und Trappisten, verschiedene Präsides unserer Benediktinerkongregationen (u.a. Abtpräses Thierry von den Sublazensern) und verantwortliche Schwestern aus dem Benediktinerinnenbereich an. Hinsichtlich der Nationalitäten versammelt der Conseil Mönche und Schwestern aus den USA, Kanada, Frankreich, England, Belgien, Italien und Deutschland. Für den Nachmittag des 16. Juni hatte der Conseil Oberinnen und Obere vor allem aus dem Norden Deutschlands eingeladen, um seine Arbeit bekannter zu machen. Als Gäste waren die Äbtissinnen von Alexanderdorf (bei Berlin) und Dinklage, die Priorin von Köln-Raderberg, die Prioren von der Huysburg (bei Halberstadt), des Zisterzienserklosters Bochum-Stiepel, P. Matthäus von Nütschau (bei Bad Oldesloe, - ein Gerlever Mitnovize von Abt Albert) und Abt Albert gekommen. Die gut 20 Schwestern und Mönche des Conseil und ihre Gäste waren ein Gremium, das in dieser Zusammensetzung  „einmalig“ ist. Neben kurzen Berichtsnotizen über einzelne Klöster in der Dritten Welt gab es zwei Intensivberichte über die Philippinen und Kolumbien. Inzwischen 21 Jahre als Abt und die Zugehörigkeit zur weltweit verbreiteten Kongregation von Subiaco ließen Abt Albert einerseits wenig wirklich Neues erfahren, vertieften und frischten aber Bekanntes auf. Die Situation auf den Philippinen und in Kolumbien kennt Abt Albert aus eigener Anschauung. Die Begegnung mit alten Bekannten und Freunden aus dem Orden und der Blick über den „Tellerrand“ wogen auf jeden Fall die Mühen der weiten und langen Tagestour auf.

15. Juni: Das Sonntagshochamt gestaltete die Flötengruppe Stolberg-Büsbach unter Leitung von Herrn Hubert Drees mit. Herr Drees, früher Dozent an der Kirchenmusikschule „Gregorius-Haus“ in Aachen, hat die Gruppe vor nunmehr 30 Jahren aus dem „Reservoir“ seiner Privatschüler ins Leben gerufen und immer wieder „aufgefüllt“. Seit vielen Jahren spielt die Gruppe mehrmals im Jahr in unseren Gottesdiensten. Wir gratulieren herzlich zum runden Geburtstag!!

14. Juni: Der Jahresausflug des Vereins unserer Freunde führte in die Wallfahrtskirche Klein-Jerusalem in Willich-Neersen. Die Kirche aus der Mitte des 17. Jahrhunderts ist das „Erinnerungsalbum“ an einen dreijährigen Aufenthalt des Geistlichen Gerhard Vynhofen im Heiligen Land. Die volkstümliche Übersetzung seiner Eindrücke in die Architektur erlaubt einen lebendigen Eindruck in die Katechese der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Kirche ist darüber hinaus eine der Quellen für die Rekonstruierung der Baugeschichte der Grabeskirche in Jerusalem und der Geburtskirche in Bethlehem. – Wir waren nur eine kleine Gruppe. Diese Tatsache schenkte uns aber noch die spontane Einladung zu einer Tasse Kaffee im Haus von Frau Vander, die uns die Kirche mit Liebe erklärt hatte. Dieses Gartengespräch vertiefte die Eindrücke des Kirchbesuches und schenkte dem Ausflug eine besondere Wärme.

Eine Gruppe von 8 senegalesischen Kindern und zwei Begleitern bezieht für die kommenden Wochen – bis Ende Juli – unser kleines Selbstversorgerhäuschen. Eine ähnliche Gruppe war bereits vor einem Jahr bei uns. Die Kinder werden mit afrikanischen Trommelrhythmen und Tänzen für ein katholisches Schulprojekt in ihrer Heimat sammeln. Die Initiative zu dieser Aktion geht von einer Lehrerin aus einem unserer Nachbarorte aus, die seit Jahren engen Kontakt in den Senegal pflegt. Zusammen mit einer Kollegin betreut sie die Gruppe während des Deutschlandaufenthalts. – Wir werden ihre Tanz- und Trommelkünste beim „Tag der Freunde“ (13. Juli) erleben.

Ein Professor der Fakultät für Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit der Katholischen Universität Eichstätt bittet um das Manuskript der Morgenandachten "Herr, lehre uns beten", die Abt Albert im September 1998 im WDR gehalten hat. ... nach fünf Jahren!!

13. Juni: Vom 10. – 13. Juni tagte die „Arbeitsgemeinschaft Benediktineroblaten“, der Zusammenschluss von Oblatengemeinschaften des deutschen Sprachraums, in der Erzabtei St. Ottilien. 32 Gemeinschaften mit insgesamt 84 Teilnehmern vor allem aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz, Österreich und Ungarn waren auf der Tagung vertreten. Das spirituelle Thema der „stabilitas“ wurde in einem Referat von Sr. Birgitta Louis von der Kommunität Venio, München, behandelt. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Abt Albert, führte in einem Kurzreferat in die Diskussion über das „Selbstverständnis der Oblaten im deutschen Sprachraum heute“ ein. Des weiteren wurde der Oblatenkongress 2005 besprochen, den Abtprimas Notker Wolf ins Gespräch gebracht hat. Hier wurde vor allem die Notwendigkeit eines klaren inhaltlichen Konzepts für den Kongress 2005 betont. Wichtig erscheint den deutschsprachigen Oblatengemeinschaften ein Überdenken der alten Oblatenidee und ihre Übersetzung in die heutige Zeit und in die jeweilige Kultur der verschiedenen Weltregionen. - Der bei solchen Tagungen übliche Ausflug führte die Tagungsteilnehmer in die ehemalige Augustiner-Chorherren-Kirche  Rottenbuch und in die Abtei Ettal.

10.Juni – Pfingstdienstag: Der Geist weht uns heftig in verschiedene Richtungen:

Das Ordensreferat des Bistums hat relativ kurzfristig den Ordenstag von seinem „klassischen“ Termin in diesem Jahr auf den Pfingstdienstag vorverlegt. Frater David und Frater Antonius werden am Ordenstag in Schleiden teilnehmen.

P. Friedhelm begleitet wie schon viele Jahre den Bus mit den Pilgern zur Springprozession nach Echternach. Unser Postulant Martin van Schwartzenberg wird ebenfalls mitfahren. Die traditionsreiche Prozession in Echternach gehört inzwischen längst auch zu unserer Noviziatsausbildung.

Abt Albert fährt zur Tagung der „Arbeitsgemeinschaft Benediktineroblaten“ nach St. Ottilien. Diese Tagung findet immer in der Pfingstwoche statt (10.-13.6.03). Abt Albert ist Vorsitzender der AG, die Oblatengemeinschaften aus dem ganzen deutschsprachigen Raum verbindet. Neben dem spirituellen Thema der „stabilitas“ stehen Fragen des deutschsprachigen Beitrags für den Weltkongress 2005 der Oblaten und der Gestalt des Oblatentums der Zukunft auf dem Prog.ramm

8. Juni - Pfingsten. Wir Mönche von Kornelimünster wünschen allen unseren Freunden und den Besuchern unserer Homepage ein gesegnetes Pfingstfest. 
Einen pfingstlichen Kurzgedanken - einen "Geistes-Blitz" -  haben Sie oben auf dieser Seite als "Wort der Woche" lesen können. Zwei Texte aus den vergangenen Jahren finden Sie, wenn Sie den folgenden Links "nachklicken": "Elija" / "Menschen mit Geist".
Im Pontifikalamt übersetzte Abt Albert den lateinischen Introitusgesang in die Worte: "Der Geist des Herrn erfüllt alles und alles kann uns auf einmal etwas sagen." Mit Gedanken zum alttestamentlichen Weisheitsbuch (Kap. 7,22 - 8,1) führte er das in der Predigt weiter aus.  

Frater Matthias kehrt braungebrannt ( und natürlich mit den obligaten "Pilgerblasen" an den Füßen) von der Fußwallfahrt der Mönchengladbacher Matthiasbruderscchaft nach Tier zurück. Für die diesjährige Wallfahrt hatte die Bruderschaft Frater Matthias wieder zum Brudermeister gewählt. Die Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten sind der traditionelle Termin der Mönchengladbacher Pilgerfahrt zum Grab des Apostels Matthias in Trier.

Mai 2003

29. Mai: Christi Himmelfahrt

Jerusalem, 
Himmelfahrtskapelle auf dem Ölberg,
Felsen mit dem "Fußabdruck", den Jesus
bei seiner Himmelfahrt hinterließ.
(Foto: 13.10.98 - fr.a.)

Jesus hinterlässt Spuren.
Er ist nicht spurlos verschwunden.
Christen sind gleichzeitig 
seine Spur auf der Erden
und Spurensucher und Fährtenleser.

 


28. Mai: Gedenktag des hl. Wilhelm von Aquitanien; Namenstag unseres P. Friedhelm und vieler "Wilhelms". Ihnen allen ein herzlicher Glückwunsch.

Das Emmaus-Bild von Janet Brooks Gerloff, das wir für eine Ausstellung der dortigen evangelischen Kirchengemeinde nach Karlsbad-Ittersbach ausgeliehen hatten, ist nach einem Monat wieder zurückgekehrt. Auf der Homepage der Kirchengemeinde finden Sie auch vier Bilder, die die Künstlerin für die Kirche gemalt hat.

27. Mai: Die Kursangebote Herbst 2003 - Sommer 2004 wurden in die Seiten "Termine" und "Kursprogramm" eingefügt.  

26. Mai: Die Synode der EKD (22.-25. Mai) stand unter dem Thema "Der Seele Raum geben - Kirchen als Orte der Besinnung und Ermutigung". Die Berichterstattung in den Medien machte uns positiv neugierig auf das Referat von Prof. Fulbert Steffensky zum Thema. Wir lesen es als Tischlektüre. ... sehr anregend!

23. Mai: Die 50 Zugriffe auf unsere Homepage am heutigen Tag ließen den Zähler die 15.000-er Hürde überspringen. Am 6. Januar zählten wir 10.000 Zugriffe. 

Unter dem 23. Mai wurde 1938 das Dekret ausgefertigt, dass Kornelimünster erneut zu einem selbständigen Kloster erhob.15 Jahre zuvor Kommunität Kornelimünster verlassen und in Ilbenstadt bei Friedberg, Hessen, eine neue Heimat gesucht. Die Rechte des Klosters Kornelimünster gingen auf Ilbenstadt über, - der Besitz in Kornelimünster sollte verkauft werden. Dieser Verkauf gelang nicht und die in Kornelimünster verbliebenen Mitbrüder stabilisierten sich nach und nach wieder zu einer eigenen lebensfähigen Kommunität. Das Kloster Ilbenstadt wurde 1939 durch die Nazis aufgelöst. 

21. Mai: Im Internet finde ich eine Ansprache des Erzbischofs von Canterbury, Rowan Williams, vom 29. April in NewYork: „’Shaping Holy Lives’, a Conference on Benedictine Spirituality / ‘Wege zu heiligem Leben’ …” Das Oberhaupt der „Anglican Communion“ geht vom Kapitel 4 der Regel „Über die guten Werke“ aus. Ich habe den langen Text (14 Seiten im Ausdruck) noch nicht gründlich gelesen, aber mein erster Eindruck ist: er lohnt die Mühe der englischen Sprache.

16.Mai: Foto-Update (s.auch 8. Mai):

       
links: St. Augustine's Cross bei Ramsgate, Kent, England, - ein etwa 6 m hohes Kreuz im keltischen Stil, das daran erinnert, dass hier im Jahr 596 der Mönch Augustinus in England landete und von hier in der römischen Tradition des Christentums missionierte. - Rechts: St. Augustine's Abbey in Ramsgate, wo die Frühjahrskonferenz 2003 der Kongregationsleitung unseres benediktinischen Klosterverbandes tagte (11.-14. Mai).


Die Visitatoren unserer Kongregation mit den Benediktinerinnen von Minster Abbey in der Nachbarschaft von Ramsgate. Das Kloster - im 7. Jahrhundert gegründet und in der Reformation 1548 durch Heinrich VIII. aufgelöst - wurde 1937 von der bayerischen Abtei Eichstätt wieder gegründet. Das Klostergebäude ist das älteste, kontinuierlich bewohnte Gebäude Englands. Seine Bausubstanz geht in normannische und teilweise in sächsische Zeit zurück. Die früher exzellente Hafensituation ließ Minster zum Ausgangsort angelsächsischer Missionsreisen auf den Kontinent werden. Mit der Äbtissin Edburg von Minster führte der hl. Bonifatius Briefverkehr. Von ihr erbat er sich Codices.

11. Mai: Abt Albert nimmt an der turnusmäßigen Halbjahressitzung der Visitatorenkonferenz unserer Kongregation teil. Sie findet diesmal in der Abtei Ramsgate, England (Kent), statt. Dank des Kanaltunnels sind es bis dort nur 5 Zugstunden. Am Mittwoch Abend wird Abt Albert schon wieder zurück sein.

9. Mai: Die Regionalstelle Aachen des Bistums hat die Kommunionhelfer der Pfarreien in der Region zu Einkehrnachmittagen/abenden in unser Haus eingeladen. Thematisch ist vorgesehen, anhand der Elija-Bilder in unserer Kirche die Begegnung mit Gott in Zeichen als Kraftquelle zu erschließen. Die Regionalstelle hatte vier Veranstaltungen mit jeweils etwa 40 Teilnehmern geplant. Die zahlreichen Anmeldungen ließen aber schon im Vorfeld eine fünfte Einheit angeraten erscheinen. Die Termine sind: 9., 10., 18., 25. Mai und 6. Juni.

8. Mai: Heute wurde am Treppenaufgang zur Klosterpforte ein von innen beleuchtetes Hinweisschild „Benediktinerabtei Kornelimünster“ aufgestellt. Wir erhoffen uns nicht nur ein vor allem in der dunklen Jahreszeit klares Lichtzeichen für die Klosterpforte, sondern auch eine besser Ausleuchtung des Treppenaufgangs . Ob die Ausleuchtung unseren Vorstellungen entspricht, wird der Augenschein bei Dunkelheit ergeben müssen. – 
Als wir uns das fertige Werk anschauen wollten, kamen wir gerade zurecht, um ein ausgebrochenes Rind unseres Nachbarn nur noch nervöser zu machen. Der Erfolg: das Rind stürmte die frisch angepflanzte Böschung vor dem Haus. Als dann der Bauer dazu kam, war das ein Lehrstück für die Bibelstunde: Das Rind erkannte die Stimme seines Herrn (vgl Joh 10,5.16) , verlor alle furchtsame Hektik und trottete „getröstet“ zurück auf seine Weide.

  2. Mai: Kirchweihfest - Unsere Kirche ist in den Jahren 1951-56 erbaut worden. Am 2. Mai 1956 wurde sie vom damaligen Aachener Weihbischof Hünermann konsekriert. Das nebenstehende Foto zeigt Bischof Hünermann und die Patres Siegfried Zelenka (links) und Fridolin Kaesmacher (rechts). - Am 2. Mai 1986 wurde nach einer Heizungserneuerung und Neukonzipierung des Hochaltarbereichs der heutige Hochaltar von Abt Albert geweiht..

April 2003

29. April: Der neue Beitrag auf der Homepage über die Glocken der Abteikirche ist veranlasst durch den nahen 51. Jahrestag, an dem wir die große Glocke unseres Geläuts erhielten (12. Mai 1952). - Der Beitrag über den "Rabenschrank" wurde heute mit einigen Fotos illustriert.

26. April: In den vergangenen Tagen hat der Gärtner die Strauchbepflanzung vor der Süd- und Ostfront des Südflügels in Angriff genommen. Es werden noch Bodendecker dazu gepflanzt. Durch die Baumaßnahmen des vergangenen Jahres (Baugrube, Kran, Gerüst) war in diesem Bereich eine Grunderneuerung der Bepflanzung notwendig geworden.

Unser Emmausbild aus dem Kreuzgang ist für etwa einen Monat zu einer Ausstellung in Karlsbad-Ittersbach (bei Karlsruhe) „auf Reisen“ gegangen (vgl. Nachricht vom 17. Februar).

22. April: Wie jedes Jahr in der Osterwoche tagt von Dienstag bis Freitag die "Salzburger Äbtekonferenz" (SÄK). Die SÄK ist die Vereinigung der Benediktineräbte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die diesjährige Tagung findet in Quarten am Walensee, Schweiz, statt. Thema ist die "Berufungspastoral". Die Hauptreferate halten P. Bruno Lautenschlager SJ und Abt Benedikt Müntnich, Maria Laach, langjähriger Novizenmeister seiner Abtei. Abt Albert wird als Vorsitzender der "Arbeitsgemeinschaft Benediktineroblaten" im Rahmen der Mitgliederversammlung einen Bericht "Oblaten - Berufe der Klöster" geben.

21. April - Ostermontag: "Gästerückblick" auf die Karwoche und die Ostertage: Trotz unserer erweiterten Gastaufnahme-Möglichkeiten mussten wir in der Kar und Osterwoche – bes. für die Kartage selbst – eine ganze Reihe von Absagen mitteilen, - zumal bei „last-minute-Anfragen“. Die „Mischung“ unserer Gäste ist immer wieder interessant zu sehen: sei es nach Alter, Religiosität oder einfach Wohnorten. Die Diözese Aachen selbst war gut vertreten (Gemünd, Schiefbahn, Viersen, Mönchengladbach, Kempen, Herzogenrath). Auf holländischer Seite kann man Simpelveld und Kerkrade und jenseits der belgischen Grenze ganz bestimmt das nur ein paar Kilometer von uns entfernte Raeren sicher auch zur „Region Aachen“ zählen. Neben Gästen aus dem Münsterland und Ruhrgebiet war die Rheinschiene von Leverkusen bis Mainz vetreten. Hilchenbach (zw. Olpe u. Siegen) müssen wir zwar erst auf einer Straßenkarte suchen, aber es ist durch die A 4 durchaus nicht so weit weg, wie es scheint. Und dann gab es da noch noch mit Groningen (NL) den Norden und den weiteren und „fernen“ Süden mit Homburg/Saar, Burgkirchen (bei Altötting), München und Schallbach (bei Lörrach). Wir wundern und freuen uns, wie unterschiedliche Menschen auf welchen Wegen auch immer zu uns finden.

20. April – Ostern: Johannes eilt mit Petrus zum Grab Jesu und sie finden es leer: „Er sah und glaubte. Denn sie verstanden noch nicht die Schrift, dass Er von den Toten auferstehen musste“ (Joh 20,8f). Der Evangelist sagt, dass die Jünger „noch nicht“ verstanden. Ihr Glaube wird damit nicht als das Ende eines Weges gezeichnet, sondern als der Beginn neuen Fragens und neuer Fragen an schon lange Bekanntes. Wer jemanden liebt, ihm vertraut, ihm glaubt und an ihn glaubt, der sieht die Welt mit neuen Augen. Er sieht sie in neuen An-sichten. Er gewinnt neue Ein-sichten. Ich wünsche Ihnen einen Osteraugen - Blick für das, was sie schon längst kennen und wissen. Ich wünsche Ihnen Glauben.

  19. April – Osternacht: Das Wort aus der Lesung des Jesaja 55,1-11 „Auf, alle ihr Durstigen, kommt zum Wasser. Neigt euer Ohr und kommt zu mir, hört, so werdet ihr leben“ (VV. 1 u.3) wird das Leitwort der Predigt im Gottesdienst der Osternacht sein. Hunger und Durst nach Leben und Lebenserfüllung reichen viel weiter, als Vernunft zu denken wagt und alle Weltangebote zu erleben anbieten. In unserer durchtheologisierten Mündigkeit erlauben wir es uns oft nur noch, mit angezogener Handbremse zu glauben. Ostern ist ein Fest des Aufbruchs aus dem geistigen und geistlichen Provinzialismus, der Gott auf unsere menschlichen Denkbarkeiten reduziert. Wer Gott und seinen Glauben an ihn auf die Grenzen seiner Vernunft begrenzt, der wird bei allen irdischen Erfolgen in den Frusterfahrungen ungefüllter Einsamkeiten ertrinken. (Bild: Fresko im Chora-Kloster, Konstantinopel, Anfang 14. Jh.)

18. April – Karfreitag: Der Karfreitagsgottesdienst ist in seiner herben Andersartigkeit gegenüber allen sonstigen Festfeiern der Kirche in sich eine Predigt. Der Tod des Gottessohnes und die Feier seines Sterbens zeugen von der Spannung zwischen Gottes gutem Plan und seinem Mut, dem Menschen die Freiheit eigenen Willens zu schenken. Alle Träume von einer heilen Welt nehmen den Menschen in seiner Freiheit nicht ernst. Sie nehmen nicht wahr, dass wir mit Gottes guter Ordnung nur zu oft überkreuz sind. Nicht indem wir billig und bucklig Gott zu Kreuze kriechen, sondern indem wir das Kreuz aufrechter Demut aufnehmen und zum Kreuz Jesu gehen, finden wir Heil.

17. April – Gründonnerstag: In der Predigt des Abendmahlamtes variierte Abt Albert die Mahnung der alttestamentlichen Lesung über das Essen des Pascha-Lammes: „So sollt ihr es essen: eure Hüften gegürtet, Schuhe an den Füßen, den Stab in der Hand“ (Ex 12,11). Ostern, - Glauben, - Christsein ist Aufbruch-Situation. Christ ist nicht der, der seinen Gott „hat“, sondern der sich zu ihm auf den Weg macht. Christsein ist ein Such- und Sehnsuchtsweg, der allen festgezurrten Fundamentalismen widerspricht.

16. April: 1912 wurde am 16. April unser Kloster von der Gründungsabtei Merkelbeek getrennt und zum unabhängigen Priorat erklärt. Sechs Jahre nach der Gründung wurde das Kloster damit als „erwachsen“ betrachtet. Die Abtei Merkelbeek (bei Brunssum, NL) war 1893 von Affligem (westl. von Brüssel) mit deutschen Mönchen gegründet worden. In den 20-er Jahren des 20. Jhd. verlegten die Merkelbeeker Mönche ihr Kloster nach Mamelis/Vaals. Von Merkelbeek ist 1914 auch die Abtei Siegburg wieder besiedelt worden. 

Nach sechs Wochen erhalten wir vom Restaurator den sog. "Rabenschrank" zurück, einen Refektoriums-Schrank, den 1931 unser Mitbruder P. Benno Wessels zusammen mit dem Kornelimünsteraner Bildhauer Karl Löhr gearbeitet haben.  

15. April: Am Werkstätten-/“Gästehaus“-Gebäude werden Dachrinnen erneuert. Fliesenleger und Fensterschreiner erledigen Korrektur- und Reparaturarbeiten im Südflügel und die neu bepflanzte Böschung vorm Haus muss wegen des anhaltenden warm-trockenenen Wetters gesprengt werden.

14. April: Unsere Mail-Probleme (s. 12. April) sind - hoffentlich - gelöst. Die Ursache scheint beim Provider gelegen zu haben.

13.April, Palmsonntag: In unserem Vesperbuch (S. 119) begegnet uns - wie alle Jahre wieder - in den Überschriften zu den Antiphonen der beiden Cantica der schöne Druckfehler: Psalmsonntag. Vielleicht ist das eine Anregung, anstatt hier und da "auf die Palme" zu gehen,  mehr "auf die Psalmen" zurückzugreifen 

12.April: Der Versand von Rundbrief-e-Mails per Liste "BCC" scheint seit dem 18. März nicht korrekt abgewickelt worden zu sein. Das fiel erst nach und nach auf, als erwartete Reaktionen nicht erfolgten. Eine gezielte telefonische telefonische Rückfrage bei einigen Adressaten, ob bestimmte Mails bei ihnen angekommen seien, ergab Klarheit, dass offensichtlich irgendwo etwas nicht richtig funktioniert. Die Ursache ist noch nicht gefunden, aber wir versuchen, der Sache auf den Grund zu kommen. Auf jeden Fall bedauern wir, dass Sie die eine oder andere Information nicht erhalten haben, und wir bitten Sie um Nachsicht, dass wir dem "Fehler-Teufel" erst so spät auf die Schliche gekommen sind. - Darüber hinaus scheinen seit dem 5. April auch Einzel-Mails nicht herausgegangen zu sein, ohne dass wir eine "Fehler-Nachricht" empfingen. Wir versuchen, wichtige Nachrichten noch einmal zu senden, bitten aber eventuell um telefonische Anfrage/Rückfrage, wenn erwartete Antworten nicht eintreffen!!! - In der Hoffnung, dass Sie unseren Ärger mittragen und mit uns Nachsicht haben, wünschen wir Ihnen einen guten Sonntag.

10. April: Der größte Teil der Böschung vor dem Haus ist inzwischen bepflanzt u.zw. mit mit „Immergrün“ und „Dickmännchen“ – oder wie sie so schön wissenschaftlich heißen: „vinca minor“ und „pachysandra“ (... man lernt immer etwas dazu). Am Abend verschwindet die noch etwas zaghafte Pracht allerdings im heftigen Schneegestöber unter einer dichten weißen Decke: ... Aprilwetter!

Übergangsweise können wir für einen Monat ein kurdisches Ehepaar mit zwei kleinen Kindern aufnehmen. Danach sind die entsprechenden Räume im sog. „Gästehäuschen“ allerdings schon wieder für Jugendgruppen verplant und vergeben. Die Regionalstelle Aachen des Bistums war für die Familie an uns herangetreten.  

Der Beitrag "Benedikt kurzgefasst. Ein Kloster-ABC" wurde mit einer Reihe von Links versehen, die Interessierte zu weiterführenden Texten führen wollen. 

5. April: Im Rahmen der 1. Vesper des 5. Fastensonntags legt Frater Simeon (Eberhard) Lüdke die zeitlichen Gelübde ab. Frater Simeon ist genau zwei Jahre bei uns. Die beiden Jahre teilten sich in die sogenannte Postulats- und die Noviziatszeit. Die heutige Bindung in den zeitlichen Gelübden ist auf drei Jahre begrenzt. Erst danach kann er sich nach dem Kirchenrecht auf ewig an unsere Gemeinschaft binden. Eigentümlich ist unserem Orden, dass wir nicht „allgemein“ in den Orden eintreten, sondern in ein ganz bestimmtes Kloster des Ordens. An seine Gemeinschaft bindet sich der Mönch in der Profess.

4. April: Eine Gartenbaufirma beginnt mit den Arbeiten zur Neubepflanzung der Böschung vor der Klosterpforte. Die starke Böschungsneigung erlaubte ein Mähen des Rasens nur mit einem Handrasenmäher. Der stets feuchte Boden ließ die Arbeit mit den nicht leichten Motormähern zu einem steten Kampf gegen eine „Rutschpartie“ werden. Die Böschung soll jetzt mit blühenden Bodendeckern bepflanzt werden. Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten soll auch eine bessere Beleuchtung der Treppenanlage und der Pfortentür sowie eine Leuchtschrift „Benediktinerabtei Kornelimünster“ installiert werden.

3. April: Die Homepage des WDR bringt heute einen längeren Beitrag "Auf der Suche nach der  inneren Ruhe. Zu Gast im Kloster Kornelimünster" und verbindet ihn mit einer eigenen „Fotogalerie“. – Die KirchenZeitung Aachen veröffentlicht Gedanken von Abt Albert zum Evangelium des kommenden Sonntags.

Am Nachmittag besuchen die vier Postulantinnen der Steyler Missionsschwestern mit ihrer Postulatsmeisterin unsere jungen Mitbrüder. Das Postulat der nordwesteuropäischen Provinz der Schwestern ist in Aachen beheimatet. Die Postulantinnen kommen aus Deutschland (2), den Niederlanden und der Schweiz (je 1). Die Begegnung über die Ordensgrenzen hinaus ist heute angesichts der insgesamt geringeren Nachwuchszahlen wichtiger denn je.

Die Seite unserer Homepage über die Einweihung des Südflügelumbaus wurde durch einige Erinnerungsfotos ergänzt. 

2. April: Der „Verein der Freunde und Förderer“ hält seine jährliche Mitgliedersammlung. Im Anschluss an die Formalia berichtet Frau Brülls von der Gemeinschaft Sant’ Egidio über die Planungen und Vorbereitungen des internationalen Friedenstreffens der Gemeinschaft, das vom 7. -  9.  September in Aachen stattfinden wird. Die Tradiition dieser Treffen ist vor 18 Jahren mit dem Friedensgebet von Papst Johannes Paul II in Assisi begründet worden. – Die Gemeinschaft Sant’ Egidio ist 1968 in Rom gegründet worden und hat ihre „Heimat“ in dem ehemaligen Karmeliterkloster des hl. Aegidius in Trastevere. Der Name des früheren Klosters wurde nahezu von selbst der Name der neuen Gemeinschaft. Vom anfänglich sozialen Engagement aus dem Geist der Hl. Schrift im engeren römischen Umfeld weitete sich das Engagement weltweit und gewann mehr und mehr auch Frieden stiftende Züge. Der Friede zwischen den Bürgerkriegsparteien in Mocambique z.B. ist in Sant’ Egidio ausgehandelt worden. Die großen Friedenstreffen sind inzwischen eine Kommunikations-Plattform der spirituellen Kräfte fast aller Religionen und Konfessionen aus nahezu allen Regionen der Welt geworden. (Das Emblem ist der Homepage der Gemeinschaft entnommen. - e-mail: aachen2003@santegidio.de  ) - PS: Am Rande tauchte auf der Sitzung die Frage auf, wer der hl. Ägidius gewesen sei: vgl. das Heiligenlexikon zum 1. September. 

1. April: In Kornelimünster tagt der Vorstand der „Arbeitsgemeinschaft Benediktineroblaten“. Die AG vereint Oblatengemeinschaften von knapp 40 Klöstern unseres Ordens im deutschsprachigen Raum. Im Vorstand der AG sind z.Zt. neben Abt Albert (Vorsitzender) der Oblatenrektor des Klosters Jakobsberg (bei Mainz), die Oblatenrektorin von Eibingen und Oblaten/innen der Klöster Köln-Raderberg, Maria Laach und Tettenweis. Konkret und im Detail ging es um die letzte Vorbereitung der Jahrestagung der AG in der Pfingstwoche in St. Ottilien (Thema: "stabilitas"), allgemein um Perspektivrichtungen des Oblateninstituts und schließlich um „Allfälliges“, wie es in jedem Verband zu behandeln ist.

März 2003

30. März: Die Pfarrgemeinde St. Laurentius, Aachen-Laurensberg, veröffentlicht auf der Titelseite ihres April-Pfarrbriefes unser Altarbild „Das leere Grab“ von Janet Brooks-Gerloff. Am 18. März war eine größere Gruppe aus der Pfarre zu einer meditativen Stunde mit der Künstlerin in unserer Kirche gewesen.

25. März: Dass Pilger angemeldet und unangemeldet bei uns anklopfen, überrascht uns durchaus nicht. Wir sind Station für einen Pilgerweg von Maastricht nach Maria Laach, für Pilger nach Echternach, Trier und immer wieder auch für solche nach Santiago di Compostela. Als "Premiere" hatten wir heute ein Pilger mit seinem Wallach "Giacomo" auf dem Weg nach Santiago kurz bei uns. 

 

23. März: Nachmittag der offenen Tür / Einweihung des Südflügelumbaus. Ein lockerer Nachmittag der Besichtigung, Begegnung und Stärkung ließ uns ab 14:00 Uhr viele Gäste begrüßen. Wir schätzen, dass aus der Nachbarschaft und z.T. weit darüber hinaus mehr als 200 Bekannte die Gelegenheit nutzten, die neuen Räume anzuschauen. Eine besondere Freude war es uns, dass Weihbischof Reger, unser Aachener Bischofsvikar für die Ordensleute, zur Vesper kam und bis zur Komplet bleiben konnte. - Zur gewohnten Zeit (17:30) feierten wir die Vesper. Während der Psalmodie ging Abt Albert mit einem Hausgast und Frater David durch den Küchenbereich, die neuen Räume im Erdgeschoss und den Gästebereich im ersten Stock, um die jeweiligen Räume zu segnen. Nach einer Lesung aus der Regel Benedikts deutete Abt Albert in einer kurzen Ansprache das pastorale Konzept der Gastbegegnung in Kornelimünster. - Zur Komplet versammelte sich der Konvent abends zu einer verkürzten Komplet und zur Segnung der neuen Klausurräume im 2. Obergeschoss des Südflügels. Mit dieser Segnung wurde der neue Klausurbereich des Klosters offiziell eingerichtet. – Herzlich danken wir allen, die zum Gelingen der Baumaßnahme insgesamt und zum Gelingen des heutigen Tages beigetragen haben. Ihrer aller Vertrauen und Anteilnahme ist eine gute Basis für ein Gelingen der Zukunft!

22. März: Bis zum 26. März sind der Abt von Pluscarden, Großbritannien (Schottland), und zwei Mitbrüder aus Landevennec, Frankreich (Bretagne), und Montserrat, Spanien, unsere Gäste. Mit Abt Albert als Viertem wird die Gruppe die in den vergangenen Monaten eingegangenen Anregungen für das Generalkapitel 2004 unserer Benediktiner-Kongregation von Subiaco sichten. In den nächsten Tagen soll ein Positionspapier erarbeitet werden, das im Laufe des Jahres an alle gut 60 Klöster der Kongregation versandt wird, um dort von den einzelnen Gemeinschaften weiter diskutiert zu werden. Das Generalkapitel der Kongregation findet im September 2004 in Praglia (bei Padua) unmittelbar vor dem römischen Äbtekongress des Gesamtordens statt.

21. März: Fest des Heimgangs des hl. Benedikt von Nursia (vgl. Links: 01, 02, 03).  Die internationale Nachrichtenseite des Ordens im Internet hebt hervor, dass Benedikt zusammen mit dem hl. Josef besondere Patrone für die Sterbestunde sind. In diesem Zusammenhang verweist sie auch auf die Benediktusmedaille,  die „the most indulgenced sacramental in the Roman Church – die Medaille mit den meisten Ablässen in der Römischen Kirche“ sei. Die Ablässe sind erst im 19. Jahrhundert mit der Medaille verbunden worden. Der Hinweis der in Amerika gestalteten Internetseite auf die Ablässe mag uns in Deutschland überraschen. Ablässe spielen bei uns heute nicht mehr die Bedeutung wie vordem. In Amerika ist Religion – wie wir gerade in diesen Tagen bis in die Politik hinein sehen – sehr viel unmittelbarer und „konkreter“. – Allgemein informiert sehr gut über Heilige, ihr Leben und ihre Verehrung das „Ökumenische  Heiligenlexikon“.

20. März: Als Belegexemplare wurden uns in diesen Tagen zwei religionspädagogische Zeitschriften zugesandt. Die „Arbeitshilfen Grundschule 10“ des Religionspädagogischen Instituts Loccum veröffentlichten eine Zeichnung von Abt Albert zum Verrat des Petrus (aus: Die Ostergeschichte, Deutscher Katecheten-Verein, 1994). Die „RL. Zeitschrift für Religionsunterricht und Lebenskunde“, Theologischer Verlag Zürich, veröffentlichte in seinem Themenheft „Was ist nach dem Tod? (1/2003) das Emmaus-Bild von Janet Brooks-Gerloff. Die Zeitschrift übernahm auch den deutenden Text unserer Homepage.

19. März: Zum 51. Mal (seit 1953) trifft sich der Stolberger Abiturjahrgang 1942 bei uns, um sein Jahrestreffen mit einer Eucharistiefeier zu beginnen. Unser Mitbruder P. Fridolin Kaesmacher (+ 1998) gehörte dieser Abiturgruppe an. Früher traf sich Gruppe am Buß- und Bettag, seit 1999 treffen sich die Herren am Jahrestag des mündlichen Abiturs, dem 19. März. -  ... "Es muss im Leben feste Bräuche geben" (Saint-Exupéry). ... gut, dass es sie auch heute gibt!

18. März: Pfr. Wilhelm Jansen, Aachen-Laurensberg, war mit einer größeren Gruppe aus seiner Pfarrei bei uns, um zusammen mit der Malerin Janet Brooks-Gerloff die Bilder der Künstlerin in unserer Kirche anzuschauen. Die Künstlerin hat den Auftrag erhalten, für die Kirche in Laurensberg ein großes Auferstehungsbild zu malen.

16. März: Die Vesper des Sonntags feierten wir als „Orgel-Vesper“. Eingerahmt vom liturgischen Vesper-Beginn und vom üblichen Schlussteil der Vesper (ab dem Canticum) spielte Cantor Josef Eich den „Kreuzweg“ von Marcel Dupré. Abt Albert las dazu die Texte von Paul Claudel, die Dupré zu seiner Vertonung inspiriert haben. Die mehr als 100 Besucher – darunter eine Bus-Gruppe des KKV Viersen, die bei uns einen Einkehrtag hielt – erlebten sehr dichte 1 ½  Stunden der Meditation.

15.März: In der KirchenZeitung Aachen, Nr 11, 16. März, ist unter der Überschrift "Ein Gott, der Mut macht" (zu Jesaja 43,1-5a) ein Beitrag von Abt Albert für die zweite Woche der "Exerzitien im Alltag" erschienen, die P. Josef Bill SJ in dieser Fastenzeit moderiert.

8. März: „Die Welt“ kommentiert im Feuilleton der heutigen Ausgabe die Diskussion, angesichts der Finanznot in der Berliner Diözese nicht mehr gebrauchte Kirchen abzureißen oder zu verkaufen. Der Kommentar endet: „Das Dilemma der Kirchen begann damit, dass die Pfarrer mit der steinernen Predigt der Gotteshäuser nichts mehr anzufangen wussten. Nicht die Gemeinden, sondern ihre Hirten sind aus den Kirchen ausgezogen. Die Lösung des Problems ist nicht Abriss oder Umwidmung, sondern Inbesitznahme, Neubeseelung, Rückkehr.“ Ungeachtet der Frage, ob die Analyse stimmt und ob der Lösungsvorschlag die Rettung der Kirchengebäude garantiert, scheint mir „Neubeseelung“ ein gutes Impulswort zu sein. Sie wird allerdings nicht schon in einer diffusen oder auch dezidierten Liebe zum Kirchengebäude erreicht. „Seele“ ist die Botschaft Jesu Christi. Wenn sie in den Hirten – und den Gemeinden! – lebt, dann ist das Schifflein Petri kein maroder „Seelenverkäufer“, - auch dann nicht, wenn man Kirchengebäude verkauft. < Leserbrief an "Die Welt"; abgedruckt am 10. März >

5. März: Der vierte Besucher unserer Homepage am heutigen Tag wird den 12000. Zugriff tätigen. Abgesehen davon, dass jede 1000 eine markante Zahl ist, hat die 12000 für unsere Homepage etwas Besonderes. Im ersten Jahr zählte sie 5997 Zugriffe. Für die die heute erreichten zweiten 6000 brauchte es 7 ½ Monate.

In der Predigt des Pontifikalamtes zum Aschermittwoch übersetzte Abt Albert den lateinischen Communio-Gesang (Psalm 1,2b.3b: Wer über die Weisung des Herrn nachsinnt bei Tag und bei Nacht, der bringt Frucht zur rechten Zeit) in die Worte: „Wer sein Leben ganz aus und mit Gott lebt, der steht auf einem Grund, auf dem Antworten wachsen und reifen können.“ Gott, Gebet, Sakramente und Gottesdienst sind nicht die Sicherheitsreserve, wenn das „normale“ Leben ab- und zusammenzustürzen droht. Gott ist der Allertage-Grund, auf den/dem man bauen kann. „Mehr Gott!“ oder sogar: „Überall Gott!“ ist der Aufruf der Fastenzeit.

Aufmerksam gemacht sei auch auf das Update der Homepage mit zwei neuen Texten.

4. März: P. Friedhelm begleitet die Exerzitien, die fünf Herren zur Vorbereitung auf die Weihe zu Ständigen Diakonen (8. März) machen. Bischof Mussinghoff kommt zu einer Begegnung mit der Gruppe zu uns und feiert als Hauptzelebrant mit uns die Konventmesse. Frater Matthias wird am Samstag bei der Weihe im Dom als Messdiakon fungieren.

3. März: Die „Vereinigung Deutscher Ordensobern“ (VDO) hat die Jahresstatistik 2002 (Stichtag 31.12.) erstellt. Zur VDO gehören 48 verschiedene Priesterorden und –kongregationen mit insgesamt 487 Niederlassungen. Die angeschlossenen Gemeinschaften zählen 5266 Professen und 70 Novizen. Die Benediktiner sind mit 28 Abteien und selbständigen Prioraten und weiteren 6 von anderen Klöstern abhängigen Häusern in Deutschland vertreten. Die Klöster des Ordens zählen 884 Professmitbrüder und 21 Novizen. Die Benediktiner sind die stärkste Ordensgemeinschaft in Deutschland.

Februar 2003

27. Februar: Die ddp-Meldung (vgl. 21. u. 24. Februar) zieht weitere Kreise. Die "Lippstädter Zeitung" brachte wohl schon am Dienstag einen Bericht ("Tolle Tage im Kloster"). Die "Süddeutsche Zeitung" titelt heute im NRW-Teil "Kirchenasyl für karnevalistisch Verfolgte". Das ZDF fragte heute Morgen um einen Drehtermin und der Hessische Rundfunk sprach ein Telefoninterview für Veilchendienstag, 14:30 ca., ab.  

26.Februar: Unsere Homepage ist umgezogen. Aufmerksame Leser werden es an der neu begonnenen Zählung der Zugriffe gemerkt haben. Künftig können wir einen neuen Provider kostenlos nutzen. An dieser Stelle danken wir Herrn Plenge, der diese Homepage ursprünglich ins Netz gestellt und bisher betreut hat. Wir sind zuversichtlich, dass sie weiterhin in gewohnter Weise erreichbar sein wird.

24. Februar: Über die Nachrichtenticker läuft die ddp-Meldung über „Karnevalsflüchtlinge“ (> 21. Februar). Um 12:00 fragt das WDR-Studio Aachen an, einige Aufnahmen und ein Interview für die „Aktuelle Stunde/Aachener Fenster“ am morgigen Dienstag machen zu dürfen. Um 16:00 macht der Deutschland-Funk ein Telefon-Interview für die Mittagssendung (12:50 ca.) am Dienstag oder Mittwoch.

21. Februar: Die Nachrichtenagentur Deutscher Depeschendienst (ddp) hat in einem Telefon-Interview einen Bericht über Karnevals-Gäste im Kloster erarbeitet. Heute schickte ddp einen Fotografen vorbei. Mal abwarten, ob, wo und wie der ddp-Text in der deutschen Presse auftaucht. – Im vergangenen Jahr hatte die NRW-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung (9.2.02) über Karnevals-Gäste bei uns berichtet, vor zwei Jahren das WDR-Fernsehen (24.2.01).

... und auch das noch: eine große Herde mit 1300 Schafen und einigen Ziegen nächtigt direkt unter den Fenstern des Abtes. Er erhält damit konkreten Anschauungsunterricht über den „guten Hirten“, gute Hütehunde und natürlich auch über ... Schafe.

19. Februar: Abt Albert hält im Rahmen der Impuls-Reihe „Es ist viertel vor zwölf – Gedanken zum Frieden“ der Kath. Hochschulgemeinde den Kurzimpuls. Die „Aachener Nachrichten“ (21.2.) zitieren ihn mit dem Wort: „Am liebsten würde ich alle Religionen abschaffen, weil sie in Kriegszeiten immer wieder zur ideologischen Untermauerung missbraucht wurden.“ Die AN bringt auch die kleine Geschichte, mit der Abt Albert schloss: „Großer Lärm im Kinderzimmer. Die Mutter kommt hereingestürmt: ‚Kinder, macht ihr denn da?’ ‚Wir spielen Krieg’, schallt es begeistert aus dem Chaos zurück. ‚Spielt doch lieber Frieden!’ ‚Au ja, das haben wir noch nie gemacht!’ Es wird sehr still im Kinderzimmer. Nach einer Weile kommt Fritzchen heraus: ‚Mama, wie geht denn das: Frieden spielen?’“

17. Februar: Wir sind gebeten worden, das Emmaus-Bild von Janet Brooks-Gerloff im Mai diesen Jahres für eine Ausstellung der evgl. Kirchengemeinde Karlsbad-Ittersbach (bei Karlsruhe) zur Verfügung zu stellen. Die Ausstellung (11.-25. Mai) steht unter dem Titel „Berührungen“ und wird als Beitrag zum „Jahr der Bibel“ veranstaltet. Für die Kiche in Ittersbach hat J. Brooks-Gerloff vier Bilder gemalt, u.a. auch ein Emmausbild. Diese Bilder werden auf der Homepage der Kirchengemeinde vorgestellt. - Siehe auch: Kurznachricht, 6. Februar.

14. Februar: Unser Mitbruder Frater Antonius Kuckhoff hat heute mit den beiden letzten mündlichen Examina das Theologiestudium abgeschlossen. Die Gesamtnote des Diploms ist "sehr gut". Wir Mitbrüder freuen uns mit ihm über diesen Erfolg und gratulieren ihm herzlich, ... und ich denke alle, die ihn kennen, schließen sich dieser Freude und Gratulation an. 
Frater Antonius hat sein Studium in Trier begonnen, ein Studienjahr in Jerusalem verbracht und war zum weiteren Studium in Bonn. Seine alttestamentliche Diplomarbeit über den "Davidpsalter" - einen Abschnitt aus den 150 Psalmen - war für Frater Antonius so anregend und fiel so gut aus, dass er und wir an eine Promotion dachten und denken. Prof. Hossfeld, Bonn, hat ihn für eine Promotion angenommen. Daneben ist eine Aus- und Fortbildung mit dem Schwerpunkt "seelsorgliches Einzelgespräch" anvisiert. Frater wird in dieser Ausbildungsphase schwerpunktmäßig bei uns im Kloster stationiert sein. Am Sonntag Abend wird er nach hier zurück kommen. 
Den Mitbrüdern in den Abteien Trier, Jerusalem und Siegburg danken wir, dass sie Frater Antonius in den Studienjahren ihre brüderliche Gemeinschaft schenkten. 
Frater Antonius und wir haben das mögliche Ziel "Priestertum" bisher als "offene Frage" behandelt. Wir sind darüber in einem Gespräch, dessen Ergebnis wirklich offen ist.  

12. Februar: Der 12. Februar 1906 - - 104 Jahre nach der napoleonischen Aufhebung der Reichsabtei - - ist der Tag des benediktinischen Neubeginns in Kornelimünster. Kardinal Fischer, Köln, führte die von Merkelbeek (bei Brunssum) gekommenen Mönche mit einem feierlichen Pontifikalamt in die Ortsgemeinde ein. - Der Fotoausschnitt zeigt von links: Abt Hermann Renzel, Merkelbeek, - Dr. Jansen (erzb. Kaplan), - Franz Frhr. von Eynatten, - Rektor Dr. Schmitz, Kornelimünster, - Kardinal Fischer, - P. Stephan Renzel, Merkelbeek (Ende 1922 Prior in Kornelimünster; er betrieb 1923 die Verlegung des Klosters nach Ilbenstadt in der Wetterau), - Pfr. Kleinermanns, Kornelimünster, - P. Korbinian Wirtz, Merkelbeek, - P. Bonifatius Busch, Gründungssuperior (er starb bereits am 25.11.1906 an einem Herzversagen während einer Aushilfe in St. Katharina, Aachen-Forst).

11. Februar: Hochfest unseres Klostergründers Benedikt von Aniane. - Die Seite unserer Homepage über Benedikt von Aniane wurde in den letzten Tagen aktualisiert und erweitert. - Nebenstehend ist ein Glasfensterausschnitt aus unserer Kirche mit der Todesszene des Heiligen abgebildet.

7. Februar: Abt Albert fliegt nach Praglia bei Padua. Zusammen mit dem Prior der Abtei Sa. Giustina in Padua, P. Franceso Trolese, hält er dort eine Nachbesprechung zur Kanonischen Visitation des Klosters vom Juli 2002. Am Montag, 10. Februar, kehrt er nach Kornelimünster zurück. 

6. Februar: der Theologische Verlag Zürich fragt um die Abdruckerlaubnis für das Emmaus-Bild von Janet Brooks-Gerloff nach. Das Bild soll in der Zeitschrift "RL - Zeitschrift für Religionsunterricht und Lebenskunde 1/2003" abgedruckt werden.

Im Laufe des Abends ist mit dem 11000. Zugriff auf unsere Homepage zu rechnen. Die 10000-er Grenze wurde vor genau einem Monat, am 6. Januar überschritten. 

2. Februar: Fest der Darstellung Jesu im Tempel / Mariä Lichtmess. - Einige Bekannte des Hauses gingen davon aus, dass wegen des Evangeliums vom greisen Simeon heute der Namenstag unseres Fraters Simeon sein. Seinerzeit hatten wir das auch angedacht, sind aber bei dem "offiziellen" Namenstagsdatum der lateinischen Kirche geblieben (8. Oktober).
Der erste Frühschoppen mit der neuen Küchensituation - die Küche ist jetzt im Neubauflügel, der große "Frühschoppensaal" im Altbau - erforderte im Vorfeld einige logistische Überlegungen zum Transport der Erbsensuppe, - zum Spül-Ort, - ob Geschirr und Besteck "richtig" verteilt sind etc. Zu den Gottesdienstbesuchern hatten sich außerdem noch zwei Wandergruppen mit 40 und 15 Leuten angesagt. Insgesamt haben wir die Situation gut gemeistert. - Der erste Sonntag im Monat mit seinem Frühschoppen  nach der Messe ist für viele Menschen der Umgebung längst ein "fester Kornelimünster-Termin". Das Hochamt an diesem Tag ist die bestbesuchte Messe des Monats.
Die Weihnachtskrippe wurde zum Tage noch einmal leicht umgestaltet. Der Krippen-Abt "spielte" den Simeon mit dem Jesusknaben auf den Armen, eine der Marktfrauen wurde zur Witwe Hanna "umfunktioniert", dazu Maria und Josef. Die ganze Szene war aus dem Krippenstall herausgenommen und auf die rechte Seite der Krippenanlage verlegt. - Morgen wird die Krippe abgebaut. 

Januar 2003

30. Januar: Die Aachener Zeitungen künden in ihren Kulturseiten groß die Ausstellung "Ex oriente - Isaak und der weiße Elefant" an (30. Juni - 28. September). Die Ausstellung will anhand der Nachzeichnung des Reisewegs einer Delegation Karls des Großen an den Hof des Kalifen Harun al Rashid der Begegnung der Religionen und Kulturen des Westens und des Nahen Ostens dienen. Der im Untertitel der Ausstellung genannte jüdische Kaufmann Isaak brachte als Geschenk des Kalifen den weißen Elefanten Abul Abbas nach Aachen. - Die Ausstellung lockt zu einem ausführlichen Sommerausflug nach Aachen ... und natürlich sowieso nach Kornelimünster!

29. Januar: Im Zusammenhang mit einem Vortrag für den Geschichtsverein des Bistums Aachen über "Heilige der Karolingerzeit" (vgl. Notiz 26. Januar) besucht uns Abt Pius Engelbert, Gerleve. - Abt Pius grenzte seinen Vortrag auf Heilige ein, die in der Karolingerzeit (ca. 750-900) gelebt haben und bereits in dieser Zeit  als Heilige verehrt wurden. In dieser Eingrenzung sind Karl d.Gr. und auch der Gründungsabt von Kornelimünster, Benedikt von Aniane, nicht als Heilige der Karolingerzeit zu betrachten. Insgesamt war der "karolingische Rationalismus" weniger "Heiligen-produktiv" als die vorausgehende Merowingerzeit. Wichtigste Merkmale für einen Heiligen waren  im Verständnis der Karolingerzeit peregrinatio (Gast-, Fremdlingsdasein), praedicatio (Mission), eruditio (Bildung, Bücherfreude) und visio (geschichtsdeutende Blicke ins Jenseits). Im Gespräch nach dem Vortrag wurde darüber hinaus deutlich, dass die Heiligen vorwiegend durch die Klöster und die in ihren Skriptorien geschriebenen Viten "gemacht" wurden. Dass dabei durchaus handfeste Interessen mit im Spiel waren, ist nicht zu übersehen.

27. Januar: Seltsam! Die Umbaumaßnahme kann auf einmal sogar Freude bereiten: Heute wurde die Bau-Toilette, die so "dekorativ" auf dem Gelände stand, abgeholt und der zerfahrene Platz am Baugelände mit neuem Split versehen. Mit einem Landschaftsgärtner ist ein Termin angesetzt, um die Baumschäden (durch Bagger und Baukran verursacht) zu beheben. Mit dem Gärtner wird dann auch die Neubepflanzung angedacht werden müssen.

26. Januar: Am letzten Sonntag im Januar feiert Aachen traditionell mit dem Karlsfest seinen Stadtpatron Karl den Großen. Seine Palastkapelle, der heutige Dom, birgt seine Grablege und war Krönungsort für 30 Könige des Römischen Reiches deutscher Nation. Der Dom ist 2000 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen worden. In diesem Jahr ist Bischof Reinhard Lettmann, Münster, eingeladen, das Festhochamt zu feiern. Am 28. Januar, dem Todestag des Kaisers, wird Abt Pius Engelbert, Gerleve, in der Domsingschule einen Vortrag über Heilige der Karolingerzeit halten. - Die nebenstehend abgebildete romanische Idealplastik des Kaisers steht in der Abteikirche der Benediktinerinnen von Müstair, Schweiz. Das Kloster ist von Karl dem Großen gegründet worden. Es wurde 1983 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. (Links: 1, 2)

24. Januar: Die Notfallseelsorge Aachen hat in einem ökumenischen Gottesdienst in unserer Abteikirche fünf neuen SeelsorgerInnen die kirchliche Beauftragung erteilt. Aus den Bereichen Polizei, Feuerwehr und Hilfswerken, Rettungsdiensten und Notärzten waren Gäste zu der Feier gekommen. In einer eindrucksvoll schlichten Predigt hat Pfarrerin Hirt als Quelle und "Fluchtort" der Notfallseelsorge die Stille und das Gebet gezeichnet. Ausgehend von Markus 1,32-38 führte sie aus: "... die Stille suchen und das Gebet, das Gespräch mit Gott und die Suche nach der Quelle unserer Lebendigkeit und Hoffnung, das kann uns erst im Letzten die Kraft geben, die wir brauchen für den Dienst und für das Leben, für Trauer und Abschied, für Lebendigkeit und neuen Anfang, an jedem Morgen, nach jeder Nacht." Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Gottesdienstteilnehmer zu einem Imbiss und zum Gespräch noch gut zwei Stunden zusammen. - Wesentliche Impulse für die Etablierung und Institutionalisierung der Notfallseelsorge in Aachen waren und sind die langjährigen Erfahrungen unseres P. Georg in den Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr. Das Team der Aachener NotfallselsorgerInnen zählt heute 27 MitarbeiterInnen.  

23. Januar: In der aktuellen Ausgabe der KirchenZeitung Aachen ist unter der Überschrift "Nicht mehr winden - wenden" ein Impuls von Abt Albert zu den Messlesungen des kommenden Sonntags (S. 8; > Link) sowie eine Buchempfehlung von ihm (S. 47) veröffentlicht: Timothy Radcliffe, "Gemeinschaft im Dialog. Ermutigung zum Ordensleben", Benno Verlag 2001, Euro 12,66. Wir lesen das Buch z.Zt. als Tischlektüre bei den Mahlzeiten.

22. Januar: Vielleicht sollten wir den heutigen Tag als Stichtag "Abschluss des Umbaus" markieren. Zwar sind durchaus noch nicht die letzten Handwerker aus dem Haus, aber die Tatsache, dass P. Oliver glaubt, sich nach dem Stress des vergangenen Jahres 10 Tage verdienten Urlaubs nehmen zu können, ist ein eindeutiges Signal, dass "es" hinter uns liegt. P. Oliver hat von unserer Seite die Baumaßnahme mit Engagement, kritischem Blick und - wo nötig - energischem Wort begleitet. Dass und wie er die Aufgabe wahrgenommen hat, verdient Respekt und Dank! 
Blick in den neuen Speisesaal der Gäste.

18. Januar: Frater Matthias ist angesprochen worden, im Kursteam eines Kurses "Begräbnisdienst und Trauerbegleitung durch Gemeindemitglieder", den die Bistumsregionen Aachen- Stadt und -Land anbieten, mitzuarbeiten.  Heute traf sich das Team zu seiner ersten gemeinsamen Besprechung. Der Kurs will dazu befähigen, "Begräbnisgottesdienste und Beerdigungen vorzubereiten und zu leiten und möglicherweise auch trauernde Angehörige zu begleiten." Verantwortlich für den Kurs ist eine Gemeindereferentin, die Oblatin unseres Klosters ist.

15. Januar: Frater Egilhard hat ein zweijähriges Seminar zur Aus- und Fortbildung in der Altenseelsorge abgeschlossen. Das Seminar wurde vom Ordensreferat des Erzbistums Paderborn für Ordensleute angeboten. Einblick und Praxis in die Begleitung älterer Menschen gewann Frater Egilhard im Altenheim der Christenserinnen in Stolberg-Venwegen. Wir sind den Schwestern dort dankbar, dass sie Frater Egilhard diese Praxismöglichkeit gewährten. 

13. Januar: Mit dem Umzug der Wäscherei aus dem sog. "Gästehäuschen" in den Südflügel des Hauptgebäudes am heutigen Tag ist wirklich die letzte größere Aktion im Zuge des Umbaus getätigt. Das "Kleinzeug" an Arbeit wird sich zwar bestimmt noch hinziehen, aber das "Grobe" liegt hinter uns - ... Gott sei's gedankt!!

11. Januar: Im Anschluss an die 1. Vesper des Festes der Taufe Jesu nahm in einer eigenen Feier Abt Albert in Anwesenheit des Konventes und der Oblatengemeinschaft der Abtei das Oblationsversprechen einer Kandidatin entgegen.  Zur Zeit hat die Abtei 18 Oblaten und zwei Kandidaten für den Oblatenweg. Oblaten sind Christen, die ihr Christsein in einer intensiven Bindung an eine Benediktinerabtei und an die Regel Benedikts pflegen wollen (vgl. die versch. Beiträge zum Thema auf der Homepage, vor allem den Beitrag "Die Benediktusregel ..."). Die Oblaten der Abtei Kornelimünster sind zweimal im Jahr zu einem Wochenende in die Abtei eingeladen und die aus der näheren Umgebung an vier weiteren Samstagen zu Tagesbegegnungen. - In seiner Ansprache in der Oblationsfeier akzentuierte Abt Albert, ausgehend vom Schlusskapitel 73 der Regel Benedikts, den Weg der Mönche im Kloster und der Oblaten als "Anfang", der in der treuen Stetigkeit der kleinen Schritte weiter und zum Ziel führt. Er ist geprägt von der Dynamik der Sehnsucht des "ad ... = hin zu ...", das mehrmals in diesem Regelkapitel formuliert wird. 

9. Januar: Endlich können wir wirklich sagen: Entscheidende Schlussschritte zum Ende der Umbaumaßnahme im Südflügel sind getan: Heute wurde die neue Küche "angekocht"; morgen muss sie ihre erste Bewährungsprobe bestehen. Der Warenbestand der Kühlräume ist bereits umgeräumt. Der neue Speiseraum der Gäste wurde heute eingerichtet; morgen früh wird das Refektorium der Mönche umziehen. Das bisherige Refektorium der Mönche wurde heute Abend letztmals genutzt. Das sog. "Frühstücksrefektorium" verabschiedet sich morgen früh von seiner bisherigen Aufgabe. Zumindest einige der neuen Gästezimmer werden zum Wochenende erstmals genutzt. Was jetzt noch zu tun ist? Unendliche viele "Kleinarbeiten" und "Korrekturen" (wo sie denn möglich sind) und vor allem das Hineinfinden in die neuen Gegebenheiten und in geänderte Arbeitsabläufe. Bis wir wirklich "angekommen" sind, wird es noch geraume Zeit brauchen.  

7. Januar: Im "Spiegel" (2/2003) erscheint ein Artikel über Managerkurse in Klöstern. Der Artikel ist anerkennend wohlwollend, zugleich aber mit spitzer Feder geschrieben. Wir bieten solche Kurse nicht an, machen aber gute Erfahrungen mit Einzelaufenthalten von gestressten "Wirtschaftsleuten". Unsere Zielsetzung und Möglichkeiten versucht der Beitrag "Gib mir, wo ich stehe ..." einzufangen. Vgl. auch den Bericht der Aachener Kirchenzeitung über einen Gastaufenthalt. - Im weiteren Frühjahr wird Abt Albert auf einem Manager-Seminar der evangelischen Frauengemeinschaft "Casteller Ring" zum Thema "Macht Macht Autorität" referieren.

6. Januar: Im Laufe des Tages wurde der 10.000. Zugriff auf unsere Homepage registriert. Einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung in den vergangenen knapp 1 1/2 Jahren finden Sie unter dem Datum des 31. Dezember.

 

Die beiden Aufnahmen der Krippe 2002 in unserer Abteikirche machte Frau A. M. Nagel, Aachen.

Die Türkollekte der Sternsinger am Schluss unseres Hochamtes am 5. Januar und beim anschließenden Frühschoppen erbrachte Euro 230,- die Adveniatkollekte am Weihnachtstag Euro 1380. Für beide Kollektenergebnisse danken wir sehr herzlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


6. Januar: Dreikönige. - Ich möchte Sie auf eine interessante Seite zum Dreikönigsbrauchtum hinweisen. Wussten Sie z.B. schon, dass das "Sternsingen" im 16. Jahrhundert entstanden ist? Wissen Sie, wie es kommt, dass der Sitzungskarneval mit dem Dreikönigstag beginnt?

Wünsche aus der Perspektive unserer z.Zt. jüngsten regelmäßigen Gottesdienstbesucherin 
(4 Monate): 
daß immer jemand da ist,
der Dir genug Milch gibt, wenn Du Hunger hast,
der Dir Deine Windeln wechselt, wenn es nötig ist, und
der Dich in den Arm nimmt, wenn Du Liebhaben brauchst.

 Wussten Sie übrigens, dass der Wunsch "guten Rutsch ..." nichts mit dem Deutschen "rutschen" zu tun hat? Der Wunsch ist eine "Übersetzung" des Hebräisch-Jiddischen  Rosh HaShanah = Beginn des Jahres. Das "Rosh" wurde zum "Rutsch".o


 

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