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Zukunft bauen
Wenn alles so bleiben soll, wie es ist, muss viel getan werden
Im
vergangenen Jahr haben wir unseren Südflügel aufgestockt. In das obere
Stockwerk haben wir die Zimmer für den Konvent verlegt, - im mittleren
Stockwerk sind jetzt 20 Zimmer mit Nasszellen für unsere Kurs- und
Einzelgäste parat, - das Erdgeschoss wurde so umgebaut, dass dort ein Gästespeisesaal
und das Mönchsrefektorium entstanden, und schließlich ist im
Kellergeschoss eine neue Küche eingerichtet worden. Es war ein
jahrelanger Weg von Überlegungen, Planungen, Neuüberlegungen,
Finanzfragen und schließlich der Ausführung, bis wir uns zum
Jahresbeginn 2003 in die neue Situation Schritt für Schritt hineinleben
konnten und durchaus immer noch hineinleben müssen. Wir sind dankbar,
dass wir mit diesen vielen Schritten einen großen Schritt haben tun
konnten.
Eine neue
Heizungsanlage
Der Sommer und Herbst haben dann aber gleich die nächste
Herausforderung gebracht. Die vier Heizungsanlagen, die bisher unseren
Gesamtkomplex versorgten, genügen nicht den Emissionsvorschriften, die
vom 1. Januar 2004 gelten. Die Ingenieurbüro INCO, Aachen, MUT,
Aachen-Oberforstbach, und die Fa. Willecke, ebenfalls
Aachen-Oberforstbach, haben uns das Konzept für eine
„Heiz-Zentrale“ für unseren Bedarf entworfen, das uns schlüssig zu
sein scheint.
Die neue
Heizung ist in zwei Räumen des Werkstättenbaus hinter dem Kloster
untergebracht. Es ist also – so kurz die Entfernung auch sein mag –
eine Fernheizungsanlage. Durch Rohrleitungen ist sie mit der Kirche, dem
Südflügel und dem Altbau verbunden. Diese Rohrleitungen mussten
verlegt und an das vorhandene Leitungssystem in den jeweiligen Gebäudeteilen
angeschlossen werden. Angesichts unserer schwierigen Bodenverhältnisse
erwies sich das trockene Herbstwetter für diese Außenarbeiten als ein
großer Segen. Abgesehen von den Anschlussarbeiten im Keller des Südflügels,
des Altbaus und im bisherigen Heizungsraum der Kirche waren in unseren
Gebäuden keine weiteren Arbeiten notwendig. Nach Abschluss aller
Arbeiten an dem neuen System werden aus den bisherigen Heizungsräumen
die alten Anlagen entfernt werden.

Holzschnitzel u. die "Schnecke", die den Brenner
kontinuierlich mit Brennmaterial versorgt.
Vom System
her ist es eine Holzschnitzelheizung, die in Hochlastnutzung durch eine
Gasheizung ergänzt werden kann. Wie ihr Name besagt, nutzt sie als
Heizmaterial Holzschnitzel, also eine im Gegensatz zu Öl oder Gas
„nachwachsende“ Energiequelle. Die Einrichtung einer derartigen
Heizung wurde durch einen nennenswerten Zuschuss des Umweltministeriums
unterstützt.

Der Brenner u. das Feuer in ihm (Aufnahmen: 29.11.2003)
Erleichtert
wurde uns die Entscheidung durch ein Finanzierungs- und Betreiberkonzept
der ausführenden Firma Willecke. Sie ist der Investor und der Betreiber
der Anlage. Der entsprechende Vertrag läuft über 15 Jahre. Damit sind
alle anfallenden Arbeiten in unmittelbarer Kompetenz des
Vertragpartners. Wir kaufen von unserem Partner die Wärmeleistung, die
wir tatsächlich abnehmen. Der Preis liegt zwar höher als der normale
Gaspreis, aber mit diesem höheren Preis „kaufen“ wir über die
Jahre hinweg die Heizungsanlage selbst. Es ist festgelegt, dass wir
durch zwischenzeitliche größere Sonderzahlungen die folgenden
Heizkosten senken können. Hier ist unsere Bitte, dass Sie, liebe
Freunde der Abtei, uns unterstützen, um durch entsprechende Zahlungen
die künftigen Heizkosten senken zu können.
Die
Sanierung von Kirchenfassade und Paradiesvorbau
Angesichts der Tatsache, dass der Umbau unseres Südflügels unsere Rücklagen
für Baumaßnahmen erschöpft hat, ist die Realisierung von großen
Umbauten im Bereich der Kirche und des straßenseitigen Altbaus in den nächsten
Jahren nicht nur unwahrscheinlich, sondern schlicht unrealistisch.
Vonseiten der Diözese ist dafür zur Zeit keine finanzielle Unterstützung
zu erhoffen. In einem Zeitungsbericht vom 26. November über die
Finanzsituation des Bistums Aachen und seine Konsequenzen heißt es: Für
Bauerhaltung und Renovierung gewährt man – abgesehen von laufenden Maßnahmen
– keine Zuschüsse mehr.“
Diese
Situation lässt uns fragen, ob und wie bei uns notwendige Baumaßnahmen
angegangen werden können. Der Konvent hat sich dazu entschieden, als
Aufgabe die Sanierung der Kirchenfassade und des Paradiesvorbaus
anzugehen. Es sollen dabei keinerlei bauliche Veränderungen vorgenommen
werden, sondern es soll eine Erhaltungsmaßnahme sein, die darüber
hinaus das erste Erscheinungsbild unserer Kirche
„Besucher-freundlicher“ werden lässt.
Wir sind
schon oft angesprochen worden, dem Kircheneingang doch einen neuen
Anstrich zu gönnen. Wir sahen immer die Berechtigung dieses Anliegens,
aber es war uns klar, dass „nur ein Anstrich“ die Frage der
Kirchenfassade nicht lösen würde. In sich braucht es mehr als einen
Anstrich. Es kamen die Fragen nach einer weiteren Nutzung des Paradieses
bzw. seiner Umgestaltung hinzu. Stets standen wir vor dem Dilemma, das
von uns selbst und vielen von Ihnen „im Bauch“ Erwünschte, das in
großen Visionen Erträumte, das nüchtern zu bedenkende Sinnvolle und
das finanziell überhaupt Machbare miteinander zu vereinen, - ... eine
nahezu unlösbare Aufgabe.
Danken möchten
wir Ihnen allen, dass Sie uns trotz des wenig attraktiven Äußeren der
Kirchenfassade durch die Jahre treu geblieben sind bzw. sogar den „Mut
der Liebe“ zu dem gefunden haben, was hinter dem unscheinbaren Äußeren
lebt. Dieses „Wunder“ macht uns sehr dankbar.
Da für eine
neue wie auch immer aussehende bauliche „Großmaßnahme“ noch Jahre
ins Land gehen werden, haben wir jetzt konkret eine möglichst
detaillierte Sichtung und Kalkulation der klar umgrenzten Zwischenmaßnahme
der Sanierung des Frontbereichs der Kirche und ihren Anstrich in Auftrag
gegeben. Wir wollen wissen, was sinnvoll gemacht werden kann und muss
und wir wollen möglichst präzise Kostenzahlen bekommen. Mit diesem
Wissen wollen wir dann versuchen, so schnell wie möglich die Sanierung
anzugehen.
Die
„Preisfrage“
„... so schnell wie möglich ...“ Was heißt das? Wann ist das?
Wovon hängt das ab? Die Antwort auf diese Preisfrage ist abhängig von
der Sicherung der Finanzierung.
Wie sehr die
allgemeine Finanzlage die Kirchen erreicht hat, erfahren wir in immer
schnellerem Rhythmus aus den Medien; die oben zitierte Notiz vom 26.
November ist nur die jüngste Nachricht. Nur begrenzt ist im
Bewusstsein, dass die Klöster unmittelbar gar nicht vom System der
Kirchensteuer profitieren, sondern nur über je und je auszuhandelnde
Vereinbarungen mit den Diözesen. Das macht die Klöster finanziell sehr
anfällig, wenn sie nicht anderweitige Einkünfte haben. Dass wir in
Kornelimünster nie zu den „reichen“ Klöstern gehört haben, wissen
Sie alle. Vom Ideal des Mönchtums finden wir diese Tatsache auch sehr
gut. Der Reichtum einer Mönchsgemeinschaft sind Gott und die
Freundschaft der Menschen.
Trotz des uns
sehr bewussten Sprichworts vom Geld, bei dem die Freundschaft aufhört,
hoffen wir darauf, dass unsere Bitte um konkrete Hilfe auf Ihr
wohlwollendes Nachdenken stößt. Als Besucher unserer Gottesdienste,
als Gäste unseres Klosters und seiner Angebote und als Freunde sind Sie
uns verbunden. Sie sind uns etwas wert und wir Ihnen.
Wir brauchen
Sie, damit es weiter gehen soll und kann. Wir brauchen Ihre
Freundschaft. Wir brauchen Ihre Hilfe.
Der
Kircheneingangsbereich scheint uns für unsere Bitte um Ihre Mithilfe
besonders geeignet zu sein. Es ist ein Bereich, den alle Kirchenbesucher
als erstes in den Blick bekommen. Er hat damit den Charakter einer
Visitenkarte.
Sie können
uns helfen durch Ihre eine einmalige Spende oder durch regelmäßige
Zuwendungen, indem sie etwa dem Verein
unserer Freunde beitreten. Bitte, helfen Sie mit, dass unser aller
Hoffnung nach einer Sanierung der Kirchenfassade möglichst bald Hand
und Fuß bekommt, - oder vielleicht sollte man die Redewendung in diesem
Fall dahin variieren: ... dass sie Gerüst und Farbe bekommt.
Mit einem
herzlichen Dank für alle Zeichen Ihrer Freundschaft in der
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Ihre Mönche
der Abtei Kornelimünster
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