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Licht und Luft für das Paradies
Vor
fünf Jahren wurde die Nordfassade und der damals noch offene Vorbau der
Kirche – das Paradies – neu gestrichen. Im Frühsommer 2006 zeigten sich
auf den Innenwandflächen erste von Pilzen befallene Stellen, die sich im
Laufe des Sommers großflächig ausgebreiteten. Dieser Pilzbefall stellt
zum Glück nur eine optische Beeinträchtigung dar. Es sind weder
gesundheitliche Schäden noch eine Schädigung der Bausubstanz zu
befürchten. Im Herbst 2006 wurde ein Teil der befallenen Wandfläche
gereinigt und mit einer Pilz hemmenden Farbe gestrichen. Dies zeigte
leider keinen dauerhaften Erfolg.

Zunächst hofften wir, dem Pilz könne die
notwendige Feuchtigkeit entzogen werden, wenn das Paradies innen durch
den neu errichteten Egilhardus-Saal geschlossen würde. Starke
Verwirbelungen hatten immer wieder Regenwasser in die überdachten aber
seitlich offenen Bereiche getrieben.

Die inneren Wandflächen blieben aber
weiterhin sehr feucht. Sie sind morgens noch deutlich kühler als die
sich schneller erwärmende Außenluft, so dass sich Tauwasser
niederschlägt. Deshalb wurden jetzt Dauerbelüftungen in das Dach
eingebaut. Diese wirken wie ein Kamin. Nun müssen wir abwarten, ob so
genügend Luftbewegung entsteht, die Wandflächen zu trocknen. Dann können
diese wieder gereinigt und gegebenenfalls neu gestrichen werden. Sonst
muss zunächst für eine noch stärkere Luftzirkulation gesorgt werden.
Gleichzeitig wurden
unterhalb der Lüftungselemente im Dach Fenster angebracht. Durch das
zusätzliches Tageslicht wirkt der Eingangsbereich nun noch freundlicher.
P. Oliver J. Kaftan OSB
Fotos: P. Albert Altenähr OSB
090425
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