Licht und Luft für das Paradies

Vor fünf Jahren wurde die Nordfassade und der damals noch offene Vorbau der Kirche – das Paradies – neu gestrichen. Im Frühsommer 2006 zeigten sich auf den Innenwandflächen erste von Pilzen befallene Stellen, die sich im Laufe des Sommers großflächig ausgebreiteten. Dieser Pilzbefall stellt zum Glück nur eine optische Beeinträchtigung dar. Es sind weder gesundheitliche Schäden noch eine Schädigung der Bausubstanz zu befürchten. Im Herbst 2006 wurde ein Teil der befallenen Wandfläche gereinigt und mit einer Pilz hemmenden Farbe gestrichen. Dies zeigte leider keinen dauerhaften Erfolg.

DSC09618 Wand Paradies Parkplatzseite - hp.jpg (245918 Byte)   DSC09619 Paradies Wand Parkplatzseite Detail - hp.jpg (264786 Byte)

Zunächst hofften wir, dem Pilz könne die notwendige Feuchtigkeit entzogen werden, wenn das Paradies innen durch den neu errichteten Egilhardus-Saal geschlossen würde. Starke Verwirbelungen hatten immer wieder Regenwasser in die überdachten aber seitlich offenen Bereiche getrieben.

DSC09497 Dachfenster Paradies 090416 - hp.jpg (326796 Byte)   DSC09623 Lueftungskamine Dachfenster Paradies - hp.jpg (251801 Byte)

Die inneren Wandflächen blieben aber weiterhin sehr feucht. Sie sind morgens noch deutlich kühler als die sich schneller erwärmende Außenluft, so dass sich Tauwasser niederschlägt. Deshalb wurden jetzt Dauerbelüftungen in das Dach eingebaut. Diese wirken wie ein Kamin. Nun müssen wir abwarten, ob so genügend Luftbewegung entsteht, die Wandflächen zu trocknen. Dann können diese wieder gereinigt und gegebenenfalls neu gestrichen werden. Sonst muss zunächst für eine noch stärkere Luftzirkulation gesorgt werden.

Gleichzeitig wurden unterhalb der Lüftungselemente im Dach Fenster angebracht. Durch das zusätzliches Tageslicht wirkt der Eingangsbereich nun noch freundlicher.

P. Oliver J. Kaftan OSB
Fotos: P. Albert Altenähr OSB
090425


 

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