Ehelo
 

 

 

 

FAQ: 

"Irgendwie ist das faszinierend bei euch. Ich könnte mir vorstellen ..."  
Wie geht das mit einem Klostereintritt
?

So unterschiedlich die Vorgeschichten eines Klosterwunsches sein mögen – und sie sind sehr unterschiedlich! -, so wichtig ist es, dass ein Funke zwischen dem Klosterneugierigen und dem Kloster hin- und herfliegt und „zündet“: „Das ist es, was ich mir ersehne.“ – „Der ist einer, den wir uns in unserer Gemeinschaft sehr gut und als echte Bereicherung vorstellen können.“ Gerade in unserem Orden ist ein solcher „Funkenschlag“ sehr deutlich nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Bei den Benediktinern tritt man nicht einfach in einen großen Orden ein, zwischen dessen Häusern man im Lauf des Lebens hin- und herversetzt werden kann, sondern man tritt in ein ganz bestimmtes Kloster des Ordens ein, also z.B. in Kornelimünster ... und nicht im Kloster „x“ oder „y“.

Der beste Weg, einen Schritt weiter und schließlich zu einer Entscheidung zu kommen, ist der, sich zu einem Gastaufenthalt anzumelden. Dabei braucht gar nicht gesagt zu werden, dass einem der Gedanke an einen Klostereintritt im Kopf herumschwirrt. Ob man dann bereits bei einem solchen ersten Besuch mit dem Gastpater über diesen Gedanken spricht, sollte man ganz offen lassen. Vielleicht sieht man ja auch, dass „Kloster an sich und überhaupt“ gar nichts für einen ist. Vielleicht sieht man aber auch, dass  d i e s e s  Kloster für mich wohl doch nicht das richtige ist.

Nicht selten ist es so, dass am Anfang gar nicht ein konkreter Eintrittswunsch steht, sondern die schlichte, positive Neugierde, einfach einmal einige Tage in einem Kloster mitzuleben, um dann wieder ganz normal in den Alltag zurückzukehren. Wenn man dort eine gute Erfahrung gemacht hat, kommt man vielleicht wieder ... – einmal, ... häufiger ... – und irgendwann verdichten sich die guten Erfahrungen zu dem Wunsch, in das Kloster einzutreten.

Wichtig ist es, sich mit dem Wunsch nach einem Eintritt in ein Gespräch mit dem Gastpater oder dem Begleiter durch die Klostertage einzulassen. Man sollte dabei so offen sein, dass man sich den ermutigenden oder auch den abratenden Argumenten des Gesprächspartners wirklich stellt. Es geht ja darum, nicht eine „fixe Idee“ durchzusetzen, sondern darum, den richtigen Weg für eine gute und weite Zukunft zu erkennen. Der kann sich in diesem Kloster zeigen, muss aber nicht unbedingt der Weg in einem oder gar diesem Kloster sein.

Es ist sicher gut, sich an die Frage nach einem möglichen Klostereintritt heranzutasten, sie nicht „mit der Brechstange“ lösen zu wollen und sie nicht „herauszuposaunen“, solange die Entscheidung nicht wirklich gefallen ist. Und zu einer solchen Entscheidung gehören, wie es oben angedeutet ist, zwei: derjenige, der eintreten will, und die Gemeinschaft, die ihn aufnimmt. -

Hat ein solcher Weg in eine Klostergemeinschaft nicht vieles gemein mit dem Weg der Liebe zwischen zwei Menschen, die sich mehr und mehr verdichtet, bis sie vielleicht zur Ehe führt?

 

...in Stichworten:

Voraussetzungen für einen Klostereintritt

  • Sehnsucht nach einem „Mehr“ an Gottesbeziehung und Bereitschaft und Mut, einen Weg zu gehen, um dahin zu kommen.
  • Lernbereitschaft, die sich auf die eigene „Verwandlung“ einlässt.
  • Alltagstauglichkeit, die Schwierigkeiten als Chancen annimmt zu wachsen.
  • Zielstrebige Ausdauer, die Kloster als eine Lebensentscheidung bejaht.
  • Alter: ganz klare Grenzen nach unten oder oben gibt es nicht. Als Mindestalter kann praktisch meist 20 Jahre angesetzt werden.
  • Ausbildung: eine begonnene Ausbildung sollte nach Möglichkeit mit Zeugnis abgeschlossen sein (Abitur, Lehre, Studium ...).
  • Eine passable physische und psychische Gesundheit,
  • angemessene menschliche Reife,
  • Bereitschaft, sich auf eine Gemeinschaft einzulassen.

Zeitabläufe:

-  „Kandidatur“: unterschiedlich lang, bis es zu einer konkreten Entscheidung gekommen ist.
-  Postulat: 1 Jahr
-  Noviziat: 1 Jahr
-  erste / zeitliche Gelübde: 3 Jahre
ewige Gelübde: frühestens nach 5 Jahren

Albert Altenähr OSB
020521 / 050414 / 080906

Kontakt:
Fr. Antonius Kuckhoff OSB
Novizenmeister
Abtei Kornelimünster
Oberforstbacher Str.71
52076 Aachen

noviziat@abtei-kornelimuenster.de

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