Verschiedenes aus der Abtei

Termine

Fest- u. Gedenktage
Gottesvorsätze 2010

100 Jahre Chorgebet

Das Grab des hl. Kornelius

Papst Kornelius und die Apostel Petrus und Paulus
16.9.

Tag der Freunde
5.8.2007

Hl. Benedikt von Nursia - Giovanni Bellini

Tag der Freunde
27.8.2006

100 Jahre neue Abtei

Weihnachten im Kloster

Kreuzerhöhung 14.9.

Jakobus 25.7.

Kornelius-Legende 16.9.

Mariä Himmelfahrt
15.8.

Tag der Freunde
13.7.2003

Profess Fr. Simeon
5.4.2003

Einweihung Südflügel
23.3.2003

Kornelius 16.9.

Ende der Reichsabtei
16.8.1802


Benedikt von Nursia
 11. Juli


Profess Fr. David 1.5.2002


Einkleidung von
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23.3.2002

Heimgang des heiligen Benedikt von Nursia
21.3.

Geburtstag Abt Albert 17.3.2002

Benedikt von Aniane 11.2.

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100 Jahre Chorgebet in der Abtei Kornelimünster
1909  -  14. Oktober  -  2009

Am 14. Oktober 1909 wurde das Kloster Kornelimünster kirchenrechtlich als abhängiges Priorat der Abtei Merkelbeek (Holland) errichtet. Damit fand die Gründung von 1906 am Ort der alten Reichsabtei Kornelimünster einen ersten Schlusspunkt - der zugleich einen Anfangspunkt markierte: Der Beginn des täglichen feierlichen Chorgebetes. Bei allen Irrungen und Wirrungen, Verlegung des Hauses nach Ilbenstadt, Hessen, (1923 - 1939) und der teilweisen Verwendung des Hauses als Lazarett während des 2. Weltkrieges: Nach Möglichkeit wurde das Chorgebet gehalten.

Kamen in die Neugründung 15 Mönche, so sind es heute acht Mitbrüder, die den Gottesdienst feiern. Die Feier des Gottesdienstes, dem nach der Regel des heiligen Benedikt "nichts vorgezogen werden" (RB 43,3) soll, ist und bleibt Kernbestand des klösterlichen Lebens. Und wenn wir Mönche manchmal auch wenige sind, wenn die Stimmen heiser und die Stimmung "daneben" ist, so wird der Gottesdienst vollzogen. Ein Vers aus einem Hymnus ist mir da immer wieder Trost und Stärkung: "Dich rühme unser armes Lob". Und ein Wort aus einer Präfation: "Es ist ein Geschenk deiner Gnade, dass wir dir danken." So bescheiden unser Gottesdienst bisweilen ist, es ist unser gemeinschaftlicher Beitrag zum Gotteslob. In Treue vollzogen ist der Gottesdienst zugleich Zeichen der Treue Gottes zu uns. Ist doch Gottesdienst nächst dem Dienst derjenigen, die ihn vollziehen, zutiefst Dienst Gottes an den Menschen, der sich ihnen in seinem Wort schenkt.

Ein ganz anderes Bild: In einer Missionszeitschrift wurden Fotos von Fischern gezeigt, die immer neu vergeblich Ihre Netze auswarfen - und doch in Hoffnung immer neu, aller vordergründigen Erfahrung zum Trotz, in ihrem Tun fortfuhren - eben in Hoffnung auf einen guten Fang. Ähnlich kann es mit dem Chorgebet sein: Es scheint oft leer, sinnlos, vergeblich. Es ist nicht immer ein "geistlicher Gewinn". Dennoch dürfen und sollen wir weiter machen "in Hoffnung". ER wird sich uns schenken wenn Er es will. Unser Tun ist es, dabei zu bleiben, in Treue weiter zu machen. "Erfolg ist keiner der Namen Gottes" sagt Martin Buber.

"Nehmt Neuland unter den Pflug" (Jer 4,3; Hos 10,12). Jeder neue Tag liegt wie ein Acker vor uns, der bestellt werden möchte. Das gilt für das klösterliche Beten ebenso wie für das klösterliche Arbeiten, die einander bedingen und ergänzen. In dem Maße ich treu und sorgfältig bete, in dem Maße arbeite ich treu und zuverlässig. Das eine bedingt das andere, hängt zutiefst mit ihm zusammen. Jeden Tag will das "Bete und Arbeite" versucht und geübt werden.

100 Jahr Chorgebet in Kornelimünster - ein Datum des stillen Gedenkens, nicht der großen Feier, ein Datum der Dankbarkeit an Gott und diejenigen, die vor uns diesen Dienst getan und geübt haben. Aber auch ein Tag froher Zuversicht, dass dieses Gebet noch lange Zeit von den Mönche in Kornelimünster und ihren Gottesdienstbesuchern, die in Treue mit uns beten, ausgeübt werden kann.

Erweiterter geistlicher Impuls für die Klostergemeinschaft am 14. Oktober 2009.
Abt Friedhelm Tissen OSB

 

 

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