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Nach der Zerstörung Montecassinos bei einem
Normanneneinfall am Ende des 6. Jahrhunderts sollen um 660 Mönche
aus Gallien die Reliquien des Heiligen in ihre Heimat überführt
haben. Die historische Frage, ob das tatsächlich so war, ist
nicht geklärt. Sowohl Montecassino als auch Fleury nehmen für
sich in Anspruch, die Reliquien des Heiligen zu besitzen.
Jedenfalls entfaltete sich eine doppelte Festtradition: die des
Heimgangs des Heiligen (Montecassino; 21. März) und jene der
Reliquienübertragung (Fleury; 11. Juli).
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Die Verehrung Benedikts führte
im 8 Jahrhundert in Fleury zum Wechsel des
Petrus-Patroziniums der Abtei zum Patrozinium des Ordensgründers
Benedikt. 1067 wurde der Bau der heutigen Abteikirche
begonnen, 1218 war er vollendet. Im Tympanon des Nordportals
der Kirche ist u.a. die Entnahme der Benedikt-Reliquien aus
dem ursprünglichen Grab in Montecassino dargestellt. Seit
der Weihe des Hochaltars (1108) in dem damals
fertiggestellten Chor der Kirche werden die Reliquien in der
Krypta der Kirche aufbewahrt. Die „große“ romanische
Pfeiler-Architektur der Krypta und die schlichte
„Funktionalität“ des Tresor-Kastens mit den Reliquien
stellen ein eindrucksvolles Schrein-Ensemble dar.
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Odo von Cluny, einer der großen Reformäbte
Clunys, war von 930-942 Abt von Fleury und machte es zu einem
Zentrum der cluniazensischen Klosterreform. – Im 17. Jahrhundert
war Kardinal Richelieu Kommendatarabt von Fleury. - 1791 fiel die
Abtei der Französischen Revolution zum Opfer. – Wiederbesiedelt
wurde die Abtei 1865. Infolge der französchen Religionsgesetze
mussten die Mönche 1903 erneut das Kloster verlassen. Erst Ende
1944 konnte das monastische Leben in Fleury neu aufgenommen
werden.
Papst Paul VI. hat am 24. Oktober 1964 bei der Kirchweihe der nach dem
Zweiten Weltkrieg wieder aufgebauten Abtei Montecassino Benedikt
zum Patron Europas erklärt und den 11. Juli als gesamtkirchlichen
Festtag des Heiligen bestimmt
| Textgrundlage
und Bilder |
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Albert Altenähr OSB
020529
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Vgl. auch die Predigt
zum "Tag der Freunde", 13.07.03, zu den
Mess-Lesungen des Benedikt-Festes vom 11. Juli.
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