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Kreuzerhöhung, 14. September
Ich bin mit Christus gekreuzigt worden.
Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir (Gal 2,19f)
Lebt Christus in der Welt? –
Lebt er in der Kirche? –
Lebt er in unserem Kloster? –
Es gibt hunderte von Gründen, solche
Fragen mit „Nein!“ zu beantworten. Paulus gibt Antwort auf eine ganz
andere Frage: „Lebt er in mir?“ Vielleicht ist das die einzige Frage,
die zählt und die alle anderen Fragen in der Hintergrund bannt. I c h
bin ..., - d u bist gefragt. Das ist der springende Punkt, von dem
her die anderen Fragen Antwort finden können. Das Kloster, -
die Kirche, - die Welt gibt es nicht ... ohne mich, - ohne
dich.
Vielleicht ist das das Kreuz unseres
Lebens: dass wir uns nicht heraus nehmen können aus den Zusammenhängen,
in denen wir leben. Die saubere Aufteilung „Ich“ und „die anderen“ geht
nicht auf. Wir können uns nicht herausnehmen, uns heraus zu nehmen. Wenn
wir es uns herausnehmen, dann richten wir für „die anderen“ Kreuze auf,
meiden es selbst aber ... wie der Teufel das Weihwasser.
Es kommt alles darauf an, dass ich
selbst eine „neue Schöpfung“ (Gal 6,15) werde. Nur so kann die
Schöpfung, - die Kirche, - unsere Gemeinschaft neu werden.
Im
Frühgebet des Festes beten wir den Psalm 24. Darin heißt es zweimal „Ihr
Tore, hebt euch nach oben, / hebt euch, ihr uralten Pforten; denn es
kommt der König der Herrlichkeit“ (Ps 24,7.9). Darf man das auch so
übersetzen: Verlass die festgefahrenen Gewohnheiten, Ansichten, Urteile!
Erhebe dich aus den Bequemlichkeiten! Tu einen Schritt, sonst wird aus
deinem Standpunkt nie ein Weg! Öffne dich, damit etwas bei dir ankommen
kann! ER will bei dir ankommen.
Impulsgedanken für den Konvent am Festtag 2005
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Eine
Kreuzreliquie in Kornelimünster

Die
kleine Kreuzreliquie wurde Abt Albert 1967 zu seiner Priesterweihe von
einem Gerlever Mitbruder geschenkt. Die Holzsplitter sind zu einem
gleichschenkligen Kreuz zusammengefügt und auf ein etwas größeres weißes
Stoffkreuz aufgesetzt. Dieses wiederum hat als Hintergrund einen roten
Stoff. Identifiziert wird die Reliquie mit der Inschrift „S. CRUCIS
D.N.J.C. – Vom hl. Kreuz unseres Herrn Jesus Christus“. Eingelassen
ist die Reliquie in runde Kapsel, die durch neun Schmuckbögen zur Blume
stilisiert wird. Die Kapsel ist gestanzte Massenware. Wenn man den rückseitigen
Deckel entfernt, erkennt man, dass die Reliquie mit Fäden mit der
Kapsel verbunden ist. Ein rotes Siegel schützt die Reliquie und verbürgt
sich für sie. Die Siegelumschrift lautet: „Carolus Livraghi Verul. Frusin.
Dioec. EP – Carlo Livraghi, Bischof der Diözese Veroli-Frosinone“. Livraghi
war Bischof von Veroli-Frosinone (zw. Rom u. Neapel) von 1956
bis 1962. Der Gerlever Mitbruder hat die Reliquie von Livraghis zweitem
Nachfolger, Bischof Marafini (1964-73), erhalten. Die Reliquie ist einer
größeren alten Reliquie des Zisterzienserklosters Casamari im Bistum
Veroli-Frosinone entnommen.
Abt Albert verwahrt die Reliquie
in einem Kreuzreliquiar, das er in Kornelimünster vorgefunden hat. Es
ist ein historisierender Messingguss aus dem Ende des 19. / Beginn des
20. Jahrhunderts.

Abt Albert Altenähr OSB
050914
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