Verschiedenes aus der Abtei

Termine

Fest- u. Gedenktage
Gottesvorsätze 2010

100 Jahre Chorgebet

Das Grab des hl. Kornelius

Papst Kornelius und die Apostel Petrus und Paulus
16.9.

Tag der Freunde
5.8.2007

Hl. Benedikt von Nursia - Giovanni Bellini

Tag der Freunde
27.8.2006

100 Jahre neue Abtei

Weihnachten im Kloster

Kreuzerhöhung 14.9.

Jakobus 25.7.

Kornelius-Legende 16.9.

Mariä Himmelfahrt
15.8.

Tag der Freunde
13.7.2003

Profess Fr. Simeon
5.4.2003

Einweihung Südflügel
23.3.2003

Kornelius 16.9.

Ende der Reichsabtei
16.8.1802


Benedikt von Nursia
 11. Juli


Profess Fr. David 1.5.2002


Einkleidung von
Fr. Simeon Lüdke
23.3.2002

Heimgang des heiligen Benedikt von Nursia
21.3.

Geburtstag Abt Albert 17.3.2002

Benedikt von Aniane 11.2.

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Mariä Himmelfahrt, 15. August
Patronatsfest der Abteikirche 

Patronatsfest unserer zwischen 1951 und 1956 erbauten Abteikirche ist das Fest Mariä Himmelfahrt. Das Patrozinium bettet sich ein in die frömmigkeitsgeschichtliche Akzentuierung der Marienverehrung in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. 1950 (1. November) hatte die katholische Kirche den aus alten Verehrungen gewachsenen Glauben an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel in den Rang eines Dogmas erhoben. Die „Theologische Realenzyklopädie“ deutet die theologische Aussage des Dogmas mit den Worten: „Das von der Inkarnation her konturierte katholische Marienbild wird abgerundet durch den Blick auf ihre Vollendung. Biblische Ermutigung dazu geben solche Texte, die den inneren Zusammenhang von Erwählung, Begnadung und Verherrlichung aussagen (Röm 8,30; Eph 1,3-6)“ (TRE, Bd. 22, S. 147).

Benediktinische Spiritualität an sich ist nicht marianisch geprägt. Sie ist unmittelbar christologisch geprägt und stark an das Wort der Heiligen Schrift gebunden. Natürlicherweise nahmen und nehmen die Klöster des Ordens aber an zeit- und regionalbedingten Frömmigkeitsentwicklungen teil. Als Wallfahrtsorte haben sie darüber hinaus auch prägende Wirkung in der näheren und weiten Umgebung (vgl. Ettal, Mariazell, Maria Einsiedeln, Montserrat u.a.).

Zeugnis und sinnenfälliges Zeichen der Abteikirche Kornelimünster als Marienkirche ist die Rosette im Chorabschluss des Kirchenraums (Foto oben). Sie stellt Maria als „Sitz der Weisheit“ umgeben von Engeln dar, d.h. die thronende Muttergottes hat auf ihrem Schoß den Jesusknaben. Dieser hält in seiner Linken einen Reichsapfel als Zeichen seiner Weltenherrschaft. Maria selbst trägt eine Krone und in ihrer Rechten einen Zepterstab, - mit anderen Worten ist auch sie als Königin/Herrscherin dargestellt.

Am Beginn der Geschichte des Festes Mariä Himmelfahrt steht im 4. Jahrhundert ein syrisches Mariengedenken, das um die Mitte des 5. Jahrhunderts dann auch für Jerusalem bezeugt ist. Im Osten ist das Fest bekannt als Mariä Heimgang (= dormitio). In Jerusalem zieht etwa seit dem 7. Jahrhundert die Kirche Hagia Sion die Festtradition des Heimgangs Mariens an sich. Im Randbereich dieser alten Kirche steht heute die Benediktinerabtei, die als „Dormition Abbey“ bekannt wurde. Sie nennt sich seit einigen Jahren im Rückgriff auf die ursprüngliche Kirche und in Verbindung mit der Marientradition „Hagia Maria Sion“. In der Kryptamitte der dortigen Abteikirche erinnert ein Kenotaph-Hochgrab an den Tod Mariens: Maria liegt aufgebahrt auf einem Katafalk, der mit einem kostbaren Mosaikteppich bedeckt ist. Von der Gewölbedecke blicken aus sechs Medaillons große Frauengestalten des Alten Testaments auf die Gottesmutter herab. - Seit dem 8. Jahrhundert verbreitet sich das Fest des Ostens auch im Westen.

Eng verbunden ist mit dem Fest Mariä Himmelfahrt das Brauchtum der Kräutersegnung, die – regional unterschiedlich ausgeprägt – auch heute noch lebendige Wirklichkeit ist. In diesem Brauchtum verbinden sich legendenhafte Ausschmückungen vom Wohlgeruch, der vom Leichnam Mariens bzw. ihres Grabes ausging, mit der jahreszeitlichen Erfahrung der in voller Blüte und Reife stehenden Natur.

Abt Albert Altenähr OSB
030803

Links:

(1.) ein Beitrag zu den Fenstern von Ernst Jansen-Winkeln in der Abteikirche
(2.) zur Geschichte des Festes Mariä Himmelfahrt

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