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Im Anfang erschuf Gott Zeit und
Jahre,
und die Jahre waren voller Irr und Wirr
wie ein Puzzlebild in seinen Teilen,
die nicht zusammenfinden wollen.
Und der Geist Gottes brütete
über dem Puzzle der Monate, Tage und Stunden.

Welches Bild habe Ich vom
Menschen?
Wie soll ich ihn bilden?
Ich will ihn erwachsen werden lassen,
ihn abnabeln, in die Verantwortung stellen,
in das Ringen mit sich selbst, den andern,
der Welt und mit mir.
Seine Welt soll kein
Kindertraumparadies sein
ohne Widerstände und Verletzungen,
mit undurchdringlichen Schutzzäunen,
sondern eine Welt der Weite und Möglichkeiten,
die er ergreifen aber auch ablehnen kann,
mit Schwellen, Anstiegen und Abgründen.
Und wie webe ich das Gottesmuster
darin ein?
Kein Glitzer-Gott fürs
Glaubensparadies,
sondern der Ich bin da
in all dem,
was sie so oft das „richtige Leben“ nennen.

Ich
bin da als der Vater,
der Rat und Weisung gibt
und der auch fordert
und darum mehr als einmal
als fremd und ferne gilt.
Doch Verrat wär`s an mir selbst und dir,
wenn ich darauf verzichten sollte.
Ich
bin da wie eine Mutter,
tröstend und umarmend,
wenn Worte nicht mehr helfen.
Das ist meine Muttersprache,
die nie verstummt,
mag Not und Schuld auch mehr als groß sein.
Ich
bin da als dein Bruder,
der die Wege mit dir geht
bis zu den Grenzen des Menschseins
und dem Ende von Welt und Zeit.
Ich
bin bei dir
jetzt und alle Stunden dieses Jahres,
was auch immer dir geschieht.
P. Albert Altenähr
Neujahrspredigt 2010
091231
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