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Kurznachrichten Juli - Dezember 2003
Amare
debemus, per quem facta sunt tempora,
ut liberemur a tempore, et figamur in aeternitate,
ubi iam nulla est mutabilitas temporum.
Um
vom Zeitenjoch befreit zu werden
und um in der Ewigkeit verankert zu sein
- wo es kein Zeiten-Auf-und-Ab mehr gibt -
müssen wir den lieben,
der einst die Zeiten schuf.
-- Augustinus, Tract. in Joh., XXXI, 5 --
31.
Dezember: Wer heutzutage „Silvester“ sagt, meint
durchwegs den letzten Tag im Kalenderjahr, den 31. Dezember. Vielleicht
wissen es durchaus noch viele, aber auch sie denken wohl nur selten
daran, dass Silvester der Tagesheilige des 31. Dezembers ist. -
Der Priester Silvester wurde ein Jahr nach der Anerkennung der
christlichen Kirche durch die Kaiser Konstantin und Licinius (313 Edikt
von Mailand) im Jahr 314 Papst in Rom. In sein Pontifikat fiel das
Konzil von Nicaea (325), auf dem das große Glaubensbekenntnis – das
Credo der Messe – formuliert wurde. Papst Silvester starb am 31.
Dezember 335. Wie bei den meisten Heiligen wurde sein Todestag als
„Geburtstag für den Himmel“ der Tag seines Festgedenkens. -
Das wiedergegebene Fresko aus der Kirche Quattro Coronati in Rom zeigt
Kaiser Konstantin, der das Pferd des Papstes führt. Es dokumentiert den
mittelalterlichen Anspruch des Papsttums, über dem weltichen Herrscher
zu stehen. Bei allem Respekt für den Bischof von Rom hatte Konstantin
aber genau eine gegenteilige Sicht der Machtverhältnisse und –verantwortung.
Der „gute Rutsch“, der
einem allüberall als Wunsch für den Jahreswechsel zugedacht wird, hat
nichts mit einer wie auch immer gearteten „Rutschpartie“ zu tun.
Oder wünschen Sie ihren Freunden, dass das Jahr mit ihnen „Schlitten
fahren“ möge, - und das auch noch „bergab“? Am Ende könnten Ihre
Freunde argwöhnen, Sie erhofften, dass sie am Jahresende ganz schön
„runter-gekommen“ sein würden. Das wäre wohl kein guter Wunsch für
den Jahreswechsel. -
Das so normal-deutsch klingende „Rutsch“ ist eine Übernahme des
jiddisch-hebräischen „rosh“ und heißt nichts anderes als
„Beginn“. Zum Fest des Jahresbeginns - = „Rosh Hashanah“ – wünschte
man sich einen „guten rosh“ – einen „guten Anfang“ – woraus
dann der „gute Rutsch“ wurde. -
Für
das Judentum ist das Fest Rosh Hashanah - also der Jahresbeginn - das
Jahrgedächtnis der Schöpfung. Es wird am ersten und zweiten Tag des
hebräischen Monats Tishri gefeiert und fällt nach unserem
Sonnenkalender in die Monate September oder Oktober. Gemäß der jüdischen
Tradition wird an Rosh Hashanah das Buch des Lebens aufgeschlagen, um über
die Taten der Menschen zu urteilen. Mit dem Fest beginnen für den
frommen Juden Tage der Einkehr, Reue und Umkehr. Sie enden 10 Tage
später mit dem großen Versöhnungstag, dem Jom Kippur.
30. Dezember: Zu guter letzt: Heute fragte ein großes Reisebüro
aus Norddeutschland an, um für
einen Einzelkunden eine „Klosterwoche“ zu buchen. Das Reisebüro ist
dann durch eine Internet-Recherche auf uns gestoßen. ... immer mal was
Neues. - Dass Klostertage im Trend liegen, ist offensichtlich und ist ja
auch gar nicht schlecht, sondern positiv ein Chance.
29.
Dezember: Namenstag unseres Fraters David.
28.
Dezember: Am Morgen konnten wir vor dem Hochamt eine Erwachsenentaufe
und, damit verbunden, die Firmung feiern. Das Hochamt wurde so
zur Erstkommunion-Messe. Auch das kann das Ergebnis eines ersten
"zufälligen" und sich daran anschließender weiterer
Gastaufenthalte sein. - Wir gratulieren herzlich!
27. Dezember: Gregorianik
zwischen Erwartung und Bescheidung. – In seinem Weihnachtsgruß,
der uns „post festum“ erreicht, schreibt Abt Johannes von Seckau, Österreich:
„Wegen des fortschreitenden Alters gelingt uns der Choralgesang nicht
mehr so wie in den legendären vergangenen Jahrzehnten. Daher haben wir
auf eine einfache Form des deutschen Offiziums nach dem Monastischen
Stundenbuch umgestellt. So bleibt unser Gebet feierlich und würdig, wie
es die Beuroner Spiritualität vorsieht, und ist in seiner einfachen
Rezitation unser authentisches Beten, das in der neuen Form auch von den
Gästen gut angenommen wird.“ Bei aller Wertschätzung, die gerade wir
Benediktiner dem Gregorianischen Choral entgegenbringen, wird in diesen
Zeilen deutlich, dass eine Identifizierung „Benediktiner =
Gregorianik“ zu kurz greift und ein irreführendes Klischee ist.
Wichtig ist, wie Abt Johannes schreibt, dass das Gebet einer
Gemeinschaft „authentisches Beten“ ist.
26.
Dezember: Entsprechend unserer Haustradition halten wir am zweiten
Weihnachtstag einen "großen Nachmittagskaffee". Neben
dem Konvent und den Gästen dieser Tage sind dazu unsere Verwandten und
sehr gute Bekannte des Hauses eingeladen.


Weihnachten
2003, Krippendetails
25.
Dezember, Weihnachten: Die Feier des Weihnachtsfestes begann für
uns mit zwei guten Überraschungen. Zur Eucharistiefeier am Morgen
(11:30 Uhr) des Heiligabends waren wir im Oratorium insgesamt 60 Leute
– eigentlich viel zu viele für diesen Raum. Im nächsten Jahr sollten
wir schon zu dieser Messfeier in die Kirche „umziehen“. Auf jeden
Fall werden wir für die Mittagshore, die wir im Rahmen dieser Messe
singen, eigene Textheftchen vorbereiten. –
In der Vesper (17:30) waren etwa 70 Besucher, sodass auch da die Texte
nicht reichten. Aus beiden Feiern hörten wir, dass die Besucher etwas
anderes als die nachmittäglichen Christfeiern in ihrer Umgebung suchten
und sich – oder ihre
Kinder – für die spätabendlichen Gottesdienste nicht stark genug fühlten.
–
Auch für die nächtliche Vigilfeier und Messe (23:30) registrierten wir
deutlich mehr Besucher als im Jahr zuvor, wobei auch da schon die
Besucherzahl höher war als im Vorjahr. Abt Albert deutete das
Festgeheimnis von dem Jesaja-Vers her „Du zerbrichst den Stab des
Treibers wie am Tag von Midian“ (Jes 9,3). Er plädierte dafür, die
Weihnachtsbotschaft nicht von ihrem alttestamentlichen Hintergrund
loszulösen, um sie nicht in „bukolische Schäfchen-Idylle“
aufzuweichen. Um das Bild vom „Tag von Midian“ näher kennen zu
lernen, verwies er konkret
auf die Notwendigkeit, die Geschichte des alttestamentlichen Richters
Gideon nachzulesen (Richter 6-7). -
Die 8:00-Uhr-Messe und das Pontifikalamt um 10:30 waren ebenfalls
stärker besucht als in den Vorjahren. -
Wir selbst sind sehr froh - und ähnliches wurde uns auch von
verschiedenen Gottesdienstbesuchern gesagt -, dass wir auch an einem
Hochfest wie Weihnachten nicht von unserem allgemein praktizierten
"Gottesdienststil" abweichen. Diese "Routine" gibt
Sicherheit und aus ihr wächst Ruhe. Wir spüren diese Ruhe z.B. bei
unseren Messdienern und Besucher attestieren den Gottesdiensten eine
wohltuende "Andacht".
23. Dezember: In der heutigen Ausgabe der
Zeitung „Die Welt“ findet sich ein nachdenklich stimmender Beitrag
über die Säkularisierung des Weihnachtsfestes. Unter der Überschrift „Besinnlichkeitsfeierlichkeiten“
bringt der Artikel zwar eigentlich nichts Neues, aber in seiner
Zusammenstellung von Fakten und in seiner Sprache regt er gerade den
Glaubenden an, sich dem „Profil“ des Festes bewusst zu stellen, um
es so in die Welt hinein zu bezeugen: „Das Weihnachtsfest hat sich längst
verselbständigt, ist zu einem unbestrittenen Säkularfest geworden, das
alle Bürger in einer jahreszeitlichen Freude vereint, die keinen
konfessionellen Grund mehr kennt.“
20. Dezember:
Unsere neue Heizanlage ist einerseits voll in Betrieb und das System
Holzschnitzelheizung ist eine echt spannende Angelegenheit. Andererseits
ist die Computersteuerung der Anlage doch recht kompliziert, so dass der
Betrieb noch etwas "wackelig" ist. In dieser Situation
bewährt sich das Eigeninteresse und die Ortsnähe der installierenden
Firma Willecke, die selbst der Betreiber der Anlage ist. Für die
kommenden Festtage ist so auf jeden Fall eventuelle schnelle
"Nothilfe" gewährleistet.
14. Dezember: Im
Zusammenhang mit dem heutigen Update der Website und der neu
aufgenommenen Weihnachtsgeschichte vom "Mauerblümchen" sei
auf die Weihnachtsgeschichte "Wie
der Strohhalm tanzen lernte" hingewiesen, die wir vor einem
Jahr auf einer fremden Website entdeckten..
12. Dezember,
19:30 Uhr: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Literatur
und Musik" in der Theresienkirche liest Abt Albert Gedichte von
Hilde Domin und Nelly Sachs. -
Mit gut 80 Teilnehmern war die Veranstaltung sehr gut besucht. Viviane
Hötzel, Gesang, und Nina Hermanns, Gitarre, - zwei Studentinnen der
Musikhochschule - interpretierten spanische Lieder von Heitor
Villa-Lobos, Federico Garcia Lorca u.a.. So wenig (vor-) weihnachtlich
das Programm war, so sehr war die Veranstaltung in der Atmosphäre
dichter Stille ein Kontrast der Besinnung zum nahen rummeligen
"Weihnachtsmarkt".
9.
Dezember: Ein
Buch kehrt heim. - - Aus der Bibliothek der Abtei Maria
Laach erhalten wir ein Rituale Romanum, gedruckt bei Balthasar Moretti,
Antwerpen 1669. Das Buch hat den handschriftlichen Eintrag: „Servio
Abbatiae S: Cornely ad Indam A.1688 – Ich diene der Abtei Kornelimünster,
1688“. Sowohl in Maria Laach als auch bei uns weiß man, dass am 23.
Oktober 1897 der neue Pfarrer von Kornelimünster, Karl Unkel (eingeführt am
25. April 1897), ein Konvolut Bücher nach Laach
geschenkt hat. Diese Bücher sind nur „in cumulo“ in der Laacher
Akzessionsliste erfasst (30. Oktober 1897) und auch nicht „en bloc“
in die Laacher Bibliothek eingestellt worden, so dass das Auffinden
einzelner Bücher aus diesem Konvolut „Zufallstreffer“ sind. Unter
den damals nach Laach gekommenen Büchern sind „30 Werke verschiedenen
Inhalts (alt, unbedeutend)“. Ob unser Rituale zu diesen Büchern gehörte,
...? Der heutige Laacher Bibliothekar vermutet, dass der dortige
Katalogeintrag wahrscheinlich 1904 erfolgte.
Für unsere Kornelimünsteraner Bibliothek ist es das erste Buch,
das eindeutig aus dem Besitz der 1802 aufgehobenen Reichsabtei stammt. Von daher hat
es für uns einen hohen ideellen Wert. Wir sind der Abtei Maria Laach
und Ihrer Bibliothek dankbar, dass sie uns diesen Schatz übergeben hat.
Gebrauchsspuren erwecken das alte Buch zum Leben, weil sie davon künden,
dass und wie wie die früheren Besitzer das Rituale tatsächlich benutzt
haben. Der lederne Buchdeckel mit seinem floralem Pressdruck ist
teilweise recht abgegriffen. Von den beiden Metallschließen ist nur von
der oberen auf der Frontseite das Schließenteil erhalten. Auf dem rückwärtigen
Buchdeckel sind zwei identische Dreiecke so sauber gekantet, dass
vermutet werden kann, dass ein Benutzer das vielleicht schon
eingerissene Leder mit dem Messer sauber entlang der Schließe
herausgeschnitten hat. Die Lücke im Buchdeckel wurde innenseitig mit
einem Pergamentstück verklebt, was auf eine recht alte Reparatur
hindeutet. – Und neben den menschlichen Benutzern hat auch der Bücherwurm
seine Spuren hinterlassen. Es hat für das Buch offensichtlich lange
Ruhezeiten gegeben, in denen es von den Menschen unbeachtet in seinem
Regal stand, dafür aber hoch geachtet wurde von den echten und einzig
wahren Bücherwürmern. Sie hatten das Buch "zum Fressen
gern".
Beim
Blättern erkennt man, dass das Rituale intensiv beim Krankenbesuch, in
der Sterbestunde, bei der Beerdigung (sehr, sehr starke Griffspuren) und
zum Totenoffizium gebraucht wurde. Beim Ritus des Krankenbesuchs lässt
sich noch präziser feststellen, dass vor allem der Psalm „Miserere“
(Ps. 51) und bei der „Commendatio animae – Sterbegebete“ vor allem
die Allerheiligenlitanei aufgeschlagen wurden. Diese Eingrenzung lässt
vermuten, dass das Buch häufig bei der „letzten Ölung“ unmittelbar
vorm und beim Sterben zur Hand genommen wurde. Für „lange“ Riten
ist da oft keine Zeit. Zwei handschriftliche Kurzeinträge zum
Beerdigungsritus für Kinder weisen einmal auf die hohe
Kindersterblichkeit hin, lassen zum anderen aber fragen, ob das Rituale
nach der abteilichen Zeit in der Pfarrei weiter gebraucht wurde. Die
nach-abteiliche Weiternutzung wird auch dadurch gestützt, dass der
unmittelbare Vorgänger des oben erwähnten Pfr. Unkel, Pfr. Matthias Mießen (+ 5.
Januar 1896), seinen Namen als Besitzervermerk auf die Innenseite des
Buchdeckels eingeschrieben hat. Zwei handschriftliche Orationen für
Verstorbene im hinteren Bucheinband (Schriftstil frühes 19.
Jahrhundert?) bestätigen den Befund, dass das Rituale in abteilicher
und vielleicht noch mehr in nach-abteilicher Zeit sehr intensiv als
Vademecum der „letzten Riten“ Verwendung gefunden hat.
6. Dezember: Aufmerksam machen möchten wir
auf eine sehr gute Seite über den hl.
Nikolaus.
2. Dezember: Gestern zählten
wir mit 91 Zugriffen auf die Seiten unserer Homepage einen neuen
Tages-Rekord. Im vergangenen Zähl-Monat lag die Zahl der Zugriffe bei
41 pro Tag.
Aus einer Benediktinerinnenabtei
wurden wir für die Weihnachtspost nach der Weihnachtsgeschichte von
Abt Albert „Wie
der Strohhalm tanzen lernte“ gefragt. Vor Monaten hatten wir
sie auf einer anderen Website entdeckt.
Da
der Konvent in diesem Jahr keinen Konventsausflug gemacht hatte, gönnten
wir uns am Abend ein „Nikolaus-Essen“ in einem Restaurant in
der näheren Umgebung.
1. Dezember: Zeitlich buchstäblich zum mittäglichen
Nachtisch wurde erstmals eine Großfuhre Holzschnitzel für die neue
Heizanlage geliefert: 37 m³. Die Einlagerung „holperte“ noch ein
wenig und zog sich damit etwas in die Länge. An der Nahtstelle der Übergabe
des Schnitzelmaterials an das Lager muss die Praxis der Übergabe noch
technisch ausgetüftelt werden.
November 2003
28. November: Die
neue Holzschnitzelheizung läuft von heute übers Wochenende im Testbetrieb.

Brenner
der Holzschnitzelheizung - das Brennmaterial - Turbine zur Beschickung
des Lagerraums für die Holzschnitzel
25. November: In
Kornelimünster tagte heute der Vorstand der „Arbeitsgemeinschaft
Benediktineroblaten“. Die sieben Patres, Schwestern und
Oblaten/innen aus 7 Klöstern diskutierten unter Vorsitz von Abt Albert
das Konzept eines Sammelbandes über Oblatentum als Lebensprogramm für
Laien. Außerdem wurde die Tagung der Oblatenrektoren 2004 und zwei
Tagungen 2005 vorbesprochen. Abt Albert ist Vorsitzender der
Arbeitsgemeinschaft.
24.
November: Wahrscheinlich werden viele heute
eine Postwurfsendung der Post "Bilder aus Deutschland"
erhalten. An uns war sie adressiert als an "Herrn Peter
Benediktinerabtei". Ich denke und hoffe, die Post beansprucht
auf die schöne Sonderbriefmarke mit dem Namenszug "Peter
Benediktinerabtei" kein Copyright.
23. November: Den
letzten Sonntag des Kirchenjahres feiert die Kirche als "Christkönigsfest".
In seiner Predigt hat Abt Albert ihn als "Bilanz-Sonntag der
Heilsgeschichte" bezeichnet. Dass Jesus Christus der Gekreuzigte
als König bekannt wird, ist ermutigende Trostbotschaft gegen den
Welt-Anspruch, dass allein der "Erfolg" zählt.
In der Propsteigemeinde
Kornelimünster wird am Nachmittag Dr. Ewald Vienken als neuer
Pfarrer eingeführt. Wir Mönche wünschen der Gemeinde und und ihrem
Pfarrer Gottes reichen Segen!
21.
November:Die
Arbeiten an unserer neuen Heizanlage sind so weit fortgeschritten, dass gestern erstmals die
Gasheizung angefahren wurde. Heute wurde probeweise der Südflügel
durch die neue Anlage beheizt. Das zuständige Forstamt, das die
Holzschnitzelheizung bezuschusst, begutachtete heute die Arbeiten, um
die Voraussetzungen für die Freigabe der Zuschussgelder zu prüfen. Im
Gespräch erfuhren wir, dass es in dieser Größenordnung eine der
ersten Anlagen in NRW ist. Es wurde die Frage gestellt, ob wir bereit wären,
die Anlage gegebenenfalls durch das Umweltministerium vorstellen zu
lassen. Dass wir die Anlage als „Gesamtpaket“ angegangen sind –
also Planung, Finanzierung, Erstellung, Betrieb und Wartung in eine Hand
gegeben haben -, wurde als bedenkens- und nachahmenswert eingestuft. Als
neuralgische Frage wird bei den Überlegungen für das System
Holzschnitzelheizung immer wieder die Absicherung der regelmäßigen
Belieferung mit Heizmaterial hinterfragt. Unsere Paketlösung schiebt
diese Frage dem Investor und seinem Interesse am Funktionieren der
Anlage zu
(Foto: der erste Qualm - ... fast wie bei der Sixtinischen Kapelle bei
einer Papstwahl)
19. November:
Bei der Vorstandssitzung des Vereins unserer Freunde wurden folgende Termine
festgelegt: Dienstag, 23.3.2004, Ordentliche Mitgliederversammlung;
Samstag, 19.6.2004, Fahrt des Vereins (geplantes Ziel:
Zisterzienserabtei Himmerod); Sonntag, 11.7.2004, "Tag der
Freunde".
15. November:
Namenstag von Abt Albert. - Abt Albert ist eingeladen, in der
Dominikanerkirche St. Andreas in Köln, wo Albertus
Magnus bestattet ist, das Festhochamt (17:00) zu halten. -
In seiner Predigt ging Abt Albert von dem Satz der thomistischen
Theologie aus "gratia supponit naturam - Die Gnade setzt die Natur
voraus" und übersetzte ihn "Ein Heiliger fällt nicht vom
Himmel." Die Predigt zeichnete das zeit- und geistesgeschichtliche
Lebensumfeld des Albertus Magnus. Albertus war ein genauer
"Leser" dieser seiner Zeit und ein "Hörer" ihrer
Zeitzeichen. Seine geistliche Größe war es, in den Weltzeichen Gottes
Zeichen zu erkennen und bekennen.
Der Bericht über die Oblatentagung
in Tyniec, Polen, am vergangenen Wochenende wurde inzwischen
mit einigen Fotos versehen.
12. November:
Einige Fotoimpressionen von der Visitatorenkonferenz unserer
Kongregation in Montserrat (3.-7.11; vgl. Notiz zum 2.11.):

Klosterfassade
am Abend - Blick vom Kreuzgangdach auf das "gesägte"
Bergmassiv

Abt
Josep Maria, Montserrat - Abtpräses Thierry
Portevin (Rom),
P. Anselm (Petersham, USA), Abt Kris (Löwen)
11. November: Namenstag unseres Postulanten Martin
van Schwartzenberg
8. November:
Mit Fr. David freuen wir uns über die glückliche Geburt seiner
zweiten Urenkelin Ayleen Judith Kanjito.
Um
18.00 h feiert P. Georg in St. Peter, Aachen, eine hl. Messe in
Oecher Platt. Seit der ersten Messefeier in Aachener Mundart
im Jahre 1997 sprechen die Gebete, Gesänge und die Predigten von Manfred Oslender die Herzen
immer wieder in einer ganz eigenen Weise an.
5. November:
Unsere Homepage ist auf einen neuen Rechner umgezogen. Dabei gab es
einige Schwierigkeiten, so dass für einige Tage nur eine ältere Kopie
im Netz war.
2. November: Abt Albert fliegt zur Visitatorenkonferenz unserer Benediktinerkongregation (3.-7.11.). Die Konferenz dieses Leitungsgremiums der Kongregation findet im Halbjahresturnus statt – diesmal in
Montserrat, Spanien.
Zum Gremium gehören je ein Abt aus Italien, Spanien, Frankreich, Belgien, USA. (= englische Provinz), Togo, Philippinen, Vietnam und Deutschland. Neben einem allgemeinen „tour
d’horizon“ über die Situation der etwa 60 Klöster der Kongregation stehen das Generalkapitel 2004 und aktuelle Fragen auf dem Programm.
Unmittelbar anschließend nimmt Abt Albert zusammen mit Sr. Maria Nowack,
Alexanderdorf (bei Berlin), als Vertreter der Benediktineroblaten des deutschen Sprachraum an einem Treffen polnischer Oblaten in der
Abtei Tyniec bei Krakau teil (7.-9.11.)
. Die Oblaten in Polen haben in letzter Zeit Kontakte nach Deutschland geknüpft, um Anregungen zur Verlebendigung des Oblatentums in Polen zu erhalten. Für September 2005 ist in Rom ein Weltkongress der Benediktineroblaten geplant. – Am 11. November wird Abt Albert zurückkommen.
Oktober 2003
31. Oktober: Unsere evangelischen Schwestern und Brüder erinnern mit dem heutigen
"Reformationstag" an den Beginn der Reformation. Martin Luther nutzte das in Wittenberg groß gefeierte Allerheiligenfest, um seine "Thesen" bekannt zu machen. Der große Reliquienschatz der Schlosskirche Wittenberg lockte zu Allerheiligen jeweils große Menschenmassen an. Die junge Buchdruckerkunst trug zur schnellen Verbreitung von Luthers Gedanken bei. - Das
Ökumenische Heiligenlexikon bietet zum heutigen Datum eine gute Biographie Luthers und wertvolle Links zu seinen Werken (u.a. die 95 Thesen des sog. "Thesenanschlags" vom 31.10.1517).
Halloween: Spuren von Halloween gehen ins Keltische zurück. Der November zeigt das Ende der Erntezeit an und galt als Beginn des neuen Jahres. Das christliche Allerheiligenfest "taufte" diese Jahreswende (Halloween = All - Hallows - Eve = Allerheiligen-Abend) und ihr Brauchtum. Mit irischen Auswanderen kam Halloween im 19. Jahrhundert nach Nordamerika. Weitgehend säkularisiert, aber als "Geschäft" entdeckt und hoch gepusht, schwappt Halloween wieder nach Europa herein. Neben Amerika als Trendsetter dürfte eine gewisse Esoterik-Mode nach naturvölkischer Spiritualität Hintergrund für den Erfolg von Halloween bei uns sein.
 
Verfüllungs- u. Planierungsarbeiten bei den Fernheizungsrohren, 29.10.03
29. Oktober: Außer auf das jüngste Update mit Gedanken zum
Allerseelentag sei auch auf den Text "Nelly Sachs: Augen-Blicke über den Tod
hinaus" von Allerseelen 2001 aufmerksam gemacht.
27. Oktober 1953: Vor
50 Jahren wurde unser Kloster zur Abtei erhoben. P. Prior
Bonifatius Becker wurde zum Prior Administrator bestellt. Die Wahl
eines ersten Abtes erfolgte erst 1956 nach der Fertigstellung der
Abteikirche. In dem Gesuch des Konventes vom 12. September 1953 an das
Generalkapitel in Parma wird die damalige Konventstärke mit 25
Mitbrüdern angeben.
18. Oktober: Die Heizungsbaufirma hat wegen des guten trockenen
Wetters „mit Volldampf“ gearbeitet, um bei einem Wetterumschwung mit
ihrem schwerem Gerät (Bagger etc.) auf unserem schwierigen Lehmboden
nicht in die Bredouille zu kommen. Sämtliche Rohrleitungen sind
verlegt, - mit 6 bar Druck auf ihre Dichte geprüft und die Gräben zum
großen Teil bereits wieder verfüllt. Am Freitag hat man bis in den
Abend und am heutigen Samstag bis weit in den Nachmittag hinein
gearbeitet.
17. Oktober: Für
die neue Heizungsanlage (vgl. Notiz vom 7. Oktober) sind alle
Rohrgräben um das Gebäude gezogen und die Rohre großenteils verlegt.
Dass die Garten-/Parkanlagen im Moment "grauslich" aussehen,
tut weh, aber wundert nicht. Und auch kleinere "vermeidbare"
Schäden sind wohl unvermeidbar.


14. Oktober: Im Oktoberheft der Zeitschrift „Erbe und
Auftrag“ erschien der Beitrag von Abt Albert „’Lebendig
leben!’ – Horizonte für Oblaten (und nicht nur für
sie)“.
13. Oktober: In Rahmen der Reflexion der
ersten Monate nach der vollen Inbetriebnahme unseres Umbaus, von Gesprächen
im Konvent und Hinweisen der kanonischen Visitation vor einem Monat hat
Abt Albert einige Aufgaben neu
verteilt. Als allgemeine Regel haben wir für uns vor einigen Jahren
festgelegt, dass alle Aufgaben im Prinzip bis zur jeweils kanonischen
Visitation zugeteilt werden, d.h. in der Regel für vier Jahre.
Abt Albert übernimmt von P. Friedhelm das Amt des
Novizenmeisters und gibt gleichzeitig die Aufgabe des Oblatenrektors an
P. Oliver ab.
P. Oliver nimmt weiterhin die Ämter des Priors, des
Bibliothekars und des Zeremoniars wahr. Außerdem ist er verantwortlich
für die Organisation des Pfortendienstes. Sein Verständnis für alle
Fragen um den Computer werden von uns allen immer wieder in Anspruch
genommen. Dass P. Oliver unsere Website technisch betreut gehört mit in
diesen Zusammenhang. In begrenztem Umfang hilft Fr. Antonius in der
Bibliothek beim Katalogisieren der Bücher mit. (PS: Das
"Doppeljubiläum" der 500. Buchaufnahme in diesem Jahr und die
anfallende Buch-Signatur C 7777 waren Fr. Antonius eine
Kaffee-Sonderpause wert.)
Fr. David besorgt vor allem unser Mönchsrefektorium und
ist gerne zu Diensten an der Pforte bereit.
P. Georg ist unser Cellererar. Seine tiefe Verwurzelung in
das Aachener Umfeld ist ein Charisma, das immer wieder einmal bürokratische
Hürden meistern hilft.
Fr. Egilhard hat als Hausmeister den Blick auf unsere Gebäude
und ist als Organist verantwortlich für die Orgelbegleitung unserer
Gottesdienste. Dass er obendrein auch unser Infirmar ist, gerät
angesichts des doch recht stabilen Gesundheitsstandes der Mitbrüder
leicht in Vergessenheit. Zweimal in der Woche nimmt er einen
seelsorglichen Besuchsdienst in einem Altenheim in Venwegen wahr.
P. Friedhelm ist als Gastmeister durch die gestiegene Zahl
der Gäste zunehmend in Anspruch genommen und zudem auch im diözesanen
Bereich für Aufgaben der spirituellen Begleitung (Diakone, Exerzitien
im Alltag) verstärkt tätig. Im Gästebereich wird er in Teilbereichen
unterstützt von Abt Albert (Belegungsplan) und Frater Antonius (Gästeempfang;
Getränkeberteitstellung im Gastbereich ...). P. Friedhelm ist weiterhin
verantwortlicher Cantor und für die Küche zuständig. Als weitere
Cantoren stehen Fr. Egilhard und Fr. Antonius zur Verfügung..
Fr. Matthias ist Sakristan und für unsere Kleidung zuständig.
Innerhalb des Noviziates wird Fr. Matthias im Zusammenhang mit seinem
Unterricht in der Ordensgeschichte die Kontakte des Noviziates zu
anderen Ordensgemeinschaften pflegen. Als geistlicher Beirat des
Kreuzbundes ist er immer wieder einmal in der Diözese unterwegs.
Fr. Antonius ist hauptsächlich durch seine Dissertation
in Anspruch genommen. Seine hausinternen Aufgaben sind von daher bewusst
gering gehalten, können aber ganz schnell doch beachtliche Zeit in
Anspruch nehmen.
Unser Postulant Martin betreut das Gästerefektorium und
sorgt für das Frühstück der Mitbrüder und Gäste.
10. Oktober: Auch in diesem Jahr beteiligten wir uns an der
Aachener „Nacht der Kirchen“.
Unter der Überschrift „Cantate Domino“ wollten wir die Besucher ein
wenig an den lateinischen Choral heranführen.
P. Friedhelm und Fr. Antonius, Fr. David und unser Postulant Martin
hatten zusammen mit Cantor Marco Fühner, Aachen – St. Foilan, das
Gesamtkonzept entwickelt. Herr Fühner erschloss einige Choralstücke in
einer sehr einfühlsamen Choralprobe. Frater Antonius und Martin präsentierten
eine kleine Ausstellung mit Texttafeln, heutigen und älteren Choralbüchern,
mit Faksimiles und sogar mit zwei „modernen“ Handschriften aus dem
Ende des 18. und der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, die uns das
Archiv der Abtei Siegburg ausgeliehen hatte. Das uns befreundete Ehepaar
Samulewitz, Swisttal, hatte sich für einige Tage von ihrem Faksimile
des berühmten Stundenbuches des Duc de Berry getrennt und die Abtei
Mariendonk hatte uns ein Choralbuch überlassen, das man für den
Mariendonker Chorgesang erstellt hat. Zwei Organisten-Freunde von
Cantor Fühner – Frau Stefanie Rexfort und Herr Michael Dinnesen –
lockerten den Abend mit Orgelwerken auf. Wir haben diesen Abend mit der
Komplet (20:15) begonnen und beschlossen ihn mit einem
Vigil-Gottesdienst (23:30). Bei ihm kamen neben Psalmen in der unseren Gästen
vertrauten Psalmodie natürlich auch die geprobten Choralstücke zur
Geltung. Abt Albert versuchte, in einem kurzen Impuls zu Matthäus
11,25-30 die Erfahrung des Abends spirituell zusammenzufassen. Dass von
den rund 50 Besuchern des Abends etliche sich aus dem reichen Aachener
Angebot der „Nacht der Kirchen“ allein auf unser Angebot
konzentrierten, ist uns eine Bestätigung, dass wir mit dem Thema
„Choral“ eine gute Wahl getroffen hatten.


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7. Oktober: Seit einigen Wochen stehen vor dem Werkstättentrakt
(„Gästehäuschen“) im Park Schutt-Container, die sich immer wieder
mit Schutt füllten. Jetzt liegen dort und an anderen Stellen Rohre, und
heute wurde ein erstes Kanalstück im Bereich der Kirchenheizung
ausgebaggert. Was tut sich da bei uns? Unser ganzer Gebäudekomplex wird
zur Zeit durch vier separate Heizanlagen mit Wärme versorgt (Kirche,
Altbau, Neubau, „Gästehäuschen“). In unterschiedlichem Maß
entsprechen die Emissionswerte dieser Anlagen nicht den künftig
geltenden Normen. Zudem müssten altersbedingt die einzelnen Anlagen auf
jeden Fall zügig bis mittelfristig erneuert werden. Unsere
Installationsfirma N. Willecke, Aachen-Oberforstbach, hat uns eine
zentrale Holzschnitzelheizung
konzipiert und zur Verwirklichung vorgeschlagen. Die Fa. Willecke wird
die Anlage als Investor errichten und auch betreiben. Wir werden die
Kosten durch langfristigen „Kauf“ der tatsächlich abgenommenen
Heizenergie abtragen. Die Errichtung der Anlage wird als Anlage
erneuerbarer Energiequellen staatlich subventioniert. Die Anlage wird so
ausgelegt, dass bei Bedarf auf die Nutzung von Gas zurückgegriffen
werden kann. – Die Fa. Willecke wird uns in Kürze eine
Konzeptvorstellung liefern, die wir in unsere Homepage aufnehmen wollen.
--- Bei der Internetsuche zum Stichwort bin ich auf zahlreiche Schweizer
Websites gestoßen, u.a. auf die des Klosters Maria Einsiedeln.
Fotos: 10.10.03. Wegesteine am Werkstättentrakt sind dort
aufgenommen, wo die Versorgungsrohre den Heizungsraum in diesem Trakt
verlassen werden.
6. Oktober: 18 Mitbrüder der Prämonstratenser-Abtei Duisburg-Hamborn sind mit ihrem (!) Abt
Albert bis Freitag unsere Gäste. Sie werden in der Begleitung durch Abt
Heinrich Ferenczy vom Schottenkloster, Wien, bei uns ihre
Jahresexerzitien halten.
5. Oktober: Im Laufe des Nachmittags wurde der
20.000. Besucher auf unserer Website registriert. Für die ersten
10.000 Zugriffe brauchten wir knapp 18 Monate, - für die zweiten 10.000
genau 9 Monate.
Installierung von Abt Raphael Bahrs, Siegburg, 5.10.03

Altabt Placidus Mittler u. Abt Raphael Bahrs

Abt Albert bei der
Ansprache
Übergabe des Abtsringes

Abt Raphael Bahrs mit Mitbrüdern
seines Siegburger Konventes und
aus Kornelimünster
5. Oktober: Die Kornelimünsteraner Mitbrüder nehmen an der Installierung
des neuen Abtes von Siegburg, Abt Raphael
Bahrs, teil. Die
„Installierung“ ist die monastische Amtseinführung eines Abtes in
sein Amt. In dieser Feier versprechen die Mönche im sog. „Homagium“
ihrem neuen Abt den Gehorsam. Dem Neugewählten werden u.a. Bibel und
Regel als Quellen seiner Lehre, das Brustkreuz als Zeichen seiner
Christus-Aufgabe und die Schlüssel der Kirche als Zeichen seiner
Verantwortung überreicht. - Voraussetzung für die Feier der
Installierung ist die Bestätigung der Wahl durch den Abtpräses der
Kongregation, zu der das wählende Kloster gehört. Wenn der Abtpräses
selbst die Wahl leitet, schließt sich die Feier meist unmittelbar an
den Wahlakt an. In Siegburg nimmt Abt Albert die Installierung von Abt
Raphael in der Vesper vor.
September
2003
30. September: Unter Vorsitz von Abt Albert wählte der Konvent
der Abtei Siegburg heute
Morgen P. Prior Raphael Bahrs zum
neuen Abt. Abtpräses Thierry Portevin, der z.Zt. in Amerika weilt,
hat unmittelbar nach Erhalt (via Fax) des Wahlprotokolls und der Bitte
des Neugewählten um Bestätigung der Wahl diese ausgesprochen. Abt
Raphael stand lange Jahre Abt Placidus Mittler als Prior zur Seite und
wurde nach dem Rücktritt von Abt Placidus vor drei Jahren zum
Prior-Administrator gewählt. Die kanonische Visitation im Juli diesen
Jahres zeigte den Wunsch der Siegburger Mitbrüder, nach der jetzt zu
Ende gehenden Amtsperiode von Prior-Administrator Raphael wieder durch
einen Abt geführt zu werden. – Wir Kornelimünsteraner freuen uns mit
den Siegburger Mitbrüdern und gratulieren ihnen und vor allem dem
Neugewählten von ganzem Herzen.
22./23. September: Wohl kaum für ein großes
Kloster, wohl aber für unsere kleine Gemeinschaft: „volles
Programm“: (1) untertags eine zweitägige Seminarveranstaltung des
Kreises Aachen, (2) dazu eine Zweitagestagung einer Pastoralgruppe aus
Erkelenz, (3 )schießlich eine Ora-et-Labora-Woche für
Zivildienstleistende, (4) obendrein einige Einzelgäste. - Da jetzt der Heckenschnitt
ansteht und diese Arbeit Lärm macht, müssen wir elegant um die
Tagungszeiten der Seminare „herumarbeiten“, um die Teinehmer nicht
über Gebühr zu stören. Ein großer Ast-Schredderer hilft beim Aufräumen
der seit langem angefallenen Äste- und Heckenschnitt-Haufen, aber er
ist natürlich auch Lärm-intensiv.
21. September: Mit einem lateinischen Choralamt am Morgen und
einer feierlichen Andacht am Nachmittag endet die diesjährige Kornelioktav
der Propsteigemeinde Kornelimünster. Der Konvent der Abtei nimmt
traditionsgemäß an diesen Schlussfeiern teil. Beide Feiern waren
außerordentlich gut besucht und hatten auch zahlreiche Pilger und
Pilgergruppen aus der näheren und weiteren Umgebung nach
Kornelimünster gezogen.
Es ist Tradition, dass Abt Albert Zelebrant des Hochamtes ist und
auch die Predigt hält. Das diesjährige Motto der Oktav „Suchen und
Finden“ ließ ihn als Lesungstexte Jesaja 51,1-6 und Matthäus 7,7-14
auswählen. In seiner Predigt griff er besonders den Vers 1b des
Jesajatextes auf: „Blickt auf den Felsen, aus dem ihr gehauen seid, -
auf den Schacht, aus dem ihr herausgebohrt wurdet.“
Der Felsen ist im Alten Testament an sich ein verbreitetes Bild für
die Zuverlässigkeit und Sicherheit schenkende Stärke Gottes. Jesaja
spricht seinen Zuhörern in ihren Ängsten und Zweifeln zu, dass sie als
Ebenbilder Gottes teilhaben an Gottes Kraft und Stärke. -
In der Andacht war – da die Pfarrstelle in Kornelimünster
z.Zt. unbesetzt ist – Regionaldekan und Dechant Schornstein, Roetgen,
Zelebrant und Prediger. In seiner Ansprache griff Dechant Schornstein
auf die Anfangsverse des 1. Johannesbriefes zurück. Erlebte
Glaubenserfahrung müsse sich in freudige Verkündigung übersetzen.
Dann finde sie ein offenes Ohr und werde zur fruchtbaren
Glaubensweitergabe. -
Mit einer Reliquienpozession durch die Kirche wurde die Oktav
beendet
19. September: Frater Simeon Lüdke hatte Abt Albert am 2.
September schriftlich mitgeteilt, dass er seinen geistlichen Weg nicht
in unserer Gemeinschaft weitergehen will. Er verlässt uns heute, um
sich einem Neugründungsvorhaben in Marienfeld bei Gütersloh anzuschließen.
Frater Simeon war 2 ½ Jahre Mitglied unserer Gemeinschaft. Anfang April
diesen Jahres hatte er seine zeitlichen Gelübde abgelegt. Wir danken
Frater Simeon für das, was er uns geschenkt hat und wünschen seinem
weiteren Suchen eine gute Heimat.
16.
September: Hochfest
des hl. Papstes Kornelius, Patron
des Klosters und des Ortes Kornelimünster.
15 September: Kornelimünster hat einen neuen Namenspatron –
gefunden von Alexander Stärk, einem freien Mitarbeiter der „Aachener
Zeitung“. In einem Bericht über die Eröffnung der Kornelioktav in
der Prospsteigemeinde am gestrigen Tag wird er vorgestellt: „Cornelius
(Conan) O’Rourke, ein noch sehr junger Priester, starb nach grausamen
Martern unter Königin Elisabeth I. von England am 14. September
1578.“ Wenn man davon absieht, dass nach meiner flüchtigen Recherche
das Todesjahr von O’Rourke 1579 ist, stimmt alles, was über diesen
Glaubenszeugen des 16. Jahrhunderts in der Zeitung steht. O’Rourke ist
1548 geboren und war Zisterziensermönch. Er wird sich im Himmel jetzt
bestimmt mit dem Papst Kornelius aus dem 3. Jahrhundert über die
„Wachablösung“ in Kornelimünster amüsieren. Der Zeitungsartikel
ist auch unabhängig von der geschichtlichen „Großzügigkeit“
lesenswert, weil er „exzellent schlecht“ geschrieben ist. In einem
abendlichen Telefonat mit dem Geschäftsführer des Zeitungsverlags –
selbst in Kornelimünster wohnhaft – erfuhr ich, dass am Morgen in der
Lokalredaktion „klare“ Worte gefallen sind. Eine Blamage bleibt
es trotzdem.
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Göttliche
Liturgie des hl. Johannes Chrysostomus
Patriarch Gregorios III. von Antiochien
14. September 2003 |
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!4.
September: Im Rahmen der Investiturfeier des „Patriarchalischen
Ordens vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem“ feierte S.S.
Patriarch Gregorios III., Patriarch von Antiochien und dem
ganzen Orient, von Jerusalem und Alexandrien, in unserer Kirche eine große
Pontifikalliturgie. Konzelebranten waren Erzbischof Isidore
Battikha, Patriarchalkvikar in Damaskus, Bischof Séamus Hegarty von
Derry, Irland, und sechs weitere Priester der melkitischen und der
römischen Kirche. -
In seiner Predigt stellte Patriarch Gregorios die Urgemeinde von
Jerusalem und damit Jerusalem selbst als Mutterkirche der Kirche(n)
heute heraus. Die Botschaft der Mutter sei in herausragender Weise die
Auferstehung, die an jedem Sonntag das Österliche des Glaubens ins
Bewusstsein hebt. -
Patriarch Gregorios ist das Oberhaupt der mit Rom unierten
griechisch-katholischen melkitischen Kirche. Die Melkiten
verstehen sich als die älteste Kirche im Nahen Osten und als
unmittelbare Erben der Urgemeinden. Die Union mit Rom bzw. die Spaltung
innerhalb der griechischen Kirche von Antiochia ist auf eine Doppelwahl
des Patriarchen in den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts zurückzuführen.
Während der eine der Gewählten sich dem ökumenischen Patriarchen von
Konstantinopel unterstellte, suchte der andere die Verbindung mit Rom.
Im 19. Jahrhundert erlebte die melkitische Kirche eine besondere Blüte,
da ihre geistliche Verbindung zu Rom zugleich als Distanz zum
politischen Zentrum des ungeliebten osmanischen Reiches, Konstantinopel,
gedeutet wurde. - Insgesamt zählt die melkitische Kirche ca. 3.000.000
Mitglieder.
10. September: Der WDR teilt mit, dass
zwei kurze Filme (vgl. Kurznachricht vom 4. Sept.) über Kornelimünster
(je 2 ½ min ca.) zur
Vorbereitung der „Wanderung um Kornelimünster“ am Donnerstag und
Freitag, 11. u. 12. Sept., gesendet werden: WDR III, Lokalzeit –
Aachen, 19:30. Die Sendung ist – wie mir gesagt wurde – überall zu
empfangen, da sie über Satellit ausgestrahlt wird.
9. September: Bischof Mussinghoff stellte die Schlussveranstaltung des Friedenstreffens der
Gemeinschaft von Sant’ Egidio am heutigen Abend unter das Motto: „Light
a candle, say a prayer.“ Gleich zu Beginn erinnerte er an das
Gebet des hl. Franz von Assisi „Herr mach mich zu einem Werkzeug deines
Friedens“, Dann hob er namentlich auch Benedikt
von Nursia heraus. Er zitierte Psalm 34,15 „Meide das Böse und tu
das Gute; suche Frieden und jage ihm nach“. Bischof Mussinghoff beließ
es nicht bei der biblischen Quellenangabe, sondern führte den Psalm und
das Zitat mit der ergänzenden Bemerkung ein: „... den schon Benedikt
von Nursia im Prolog seiner Regel zitiert.“ Da das internationale
Firedensgebet in Assisi seine Wurzeln hat, hat mich die Erwähnung des
hl. Franziskus nicht überrascht, - dass der hl. Benedikt so
hervorgehoben wurde, hat mich schon überrascht und sehr gefreut.
In der heutigen deutschen Tagesausgabe der Internet-Agentur
"Zenit" (www.zenit.org) ist die beachtenswerte Ansprache des
russisch-orthodoxen Metropoliten Kyrill von Petersburg und Königsberg
veröffentlicht, die der Metropolit bei der Eröffnung des Treffens am
7. September gehalten hat.
7. September: „Ein Held
ist, wer sich selbst besiegt, - ein größerer Held, wer seinen Feind
zum Freund gewinnt“ Israel
Meir Lau, aschkenasischer Oberrabiner von Israel, auf der Eröffnungsversanstaltung
des internationalen Friedensgebets der Gemeinschaft von Sant’ Egidio
in Aachen.
6.
September: Die römische Gemeinschaft
Sant Egidio hat für die kommenden Tage das diesjährige
internationale Friedensgebetstreffen
nach Aachen eingeladen. Das Friedensgebet wurde erstmals 1986 von Papst
Johannes Paul II. in Assisi mit Vertretern vieler Religion gefeiert. Es
ist seither der Gemeinschaft von Sant Egidio anvertraut. – Wir werden
bis zum Mittwoch 27 Mitgliedern der Gemeinschaft unsere Gastmöglichkeiten
als Quartier anbieten können.
4. September: In der Mittagszeit hatten wir kurz ein Kamera-Team
des WDR bei uns. Sie drehten einige Szenen für ein
„Voraus-Feature“, mit dem der WDR in der kommenden Woche auf eine
Wanderung um Kornelimünster am Samstag, 13. September, aufmerksam
machen will. Die Wanderung selbst soll ebenfalls von einem Kamera-Team
begleitet werden. Am Abend soll dann über sie ein längerer
Bericht gesendet werden.
3.
September: Am Nachmittag bzw. frühen Abend kamen Abt
Adrian von Vaals und Abtpräses
Thierry aus Rom zur ordentlichen kanonischen
Visitation unseres Klosters. Da Präses Thierry - anders als
erwartet und geplant - bereits am Samstag von Paris nach Afrika fliegen
muss, rechnen wir damit, dass die Visitation nicht abgeschlossen,
sondern zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal aufgegriffen und
weitergeführt werden wird. –
Nun, mit der Erwartung, dass die Visitationzeit zu kurz angesetzt war,
haben wir uns doch geirrt. Die Visitation wurde am Abend des 5.
Septembers abgeschlossen. Abt Albert brachte Präses Thierry noch nach Löwen,
von wo aus er am nächsten Morgen gut seinen Flug nach Afrika erreichen
kann.
Zum „Sommerende“ hat ein
Landschaftsgärtner die Bäume hinter unserem Haus zurechtgeschnitten,
die durch die Bauarbeiten des letzten Jahres Schaden an ihren Ästen
genommen hatten. Die beiden großen Walnussbäume am „Gästehäuschen“
wurden ebenfalls kräftig zurückgeschnitten.
August 2003
30.
August: Die Arbeitsgemeinschaft kath.-theol. Bibliotheken hat im
Rahmen ihrer Jahrestagung von Benediktbeuern aus eine Exkursion zur
Bayerischen Staatsbibliothek, München, unternommen (27. August). Auf
die gezielte Bitte von P. Oliver wurde den Exkursionsteilnehmern die Pergamenthandschrift
Clm 28118, der „Codex
Regularum“ des Benedikt von Aniane, gezeigt. Der Codex aus der
1. Hälfte des 9. Jahrhunderts ist in München mit dem Vermerk „Kornelimünster“
als wahrscheinlichem / möglichem Ursprungsort. registriert. Helisachar,
Abt von St. Maximin in Trier, der beim Tod Benedikts von Aniane anwesend
war, könnte die Handschrift nach Trier gebracht haben, wo sie bis 1802
zum Bestand der Bibliothek von St. Maximin gehörte. – Es ist sicher
ein ganz besonderes Erlebnis, eines der wenigen heute noch vorhandenen
Zeugnisse aus der Gründungszeit der alten Abtei Kornelimünster in den
Händen haben zu dürfen.
In
den „Monastischen Informationen“ (Nr 115, 1. Sept. 2003) erschien
von Abt Albert der Beitrag „Lectio
– Meditatio – Oratio. Versuch einer persönlichen
Neubestimmung“.
28.
August: Das astronomische Jahrtausendereignis, die Annäherung des Planeten
Mars an die Erde auf 58.000.000 km konnten wir natürlich wegen der
sternklaren Nächte gut beobachten. Aber es war für uns doch eher ein
Zeitungs- und Sommerloch- als ein Klosterereignis.
Nachdenklich
stimmt das Wort aus der Rede über den amerikanischen Traum von Martin
Luther King, die er heute vor 40 Jahren hielt: „Ich glaube, dass aus dem Berg der
Verzweiflung ein Fels der Hoffnung werden kann.“
18. August: Nach wochenlanger Hitze und Trockenheit eine echte
Nachricht: es regnet den ganzen lieben langen Tag, - so ein richtiger
leichter „Landregen“.
16. August: Am 16. August
1802 mussten die damals 12 Mönche der Reichsabtei Kornelimünster in
der Folge der Juni-Gesetze der französischen Revolutionsregierung ihr
Kloster verlassen. Sie zogen sich durchwegs auf die Güter ihrer
Familien zurück. Der letzte der Kornelimünsteraner Mönche starb 1842.
Der 16. August markiert das Ende der 1000-jährigen Geschichte der
alten Reichsabtei.
15. August: Hochfest Mariä
Himmelfahrt - Patronatsfest der Abteikirche
14. August: In der Aachener
Kirchenzeitung (Nr. 33/34; 17.8.03) erscheinen unter der Überschrift
„Was hat Gott mit unserer Ehe zu tun“ Gedanken zur
neutestamentlichen Sonntagslesung vom 24. August (Eph 5,21-32). In unserer Homepage tragen sie die Überschrift “Ihr
Frauen und Männer ...“
12.
August: Vor 80 Jahren, am 12. August 1923,
wurde das unabhängige Priorat Kornelimünster kirchenrechtlich nach
Ilbenstadt (bei Friedberg, Hessen) transferiert. Das Kloster in
Kornelimünster war in den folgenden Jahren (bis 1938) Besitz des
Priorates Ilbenstadt ohne einen eigenen kirchenrechtlichen Status. Da
Verkaufsabsichten für Kornelimünster scheiterten und die hier
verbliebene „Restmannschaft“ sich erfolgreich um eine Stabilisierung
und um Nachwuchs aus der Gegend bemühte, konnte Kornelimünster 1938
seine kirchenrechtliche Unabhängigkeit neu erreichen. – Dem Kloster
Ilbenstadt wurden vom hessischen Staat 1939 – formal korrekt wegen
Nichterfüllung einer Pacht-Auflage – die Pacht der dortigen Gebäude
gekündigt. Die Ilbenstädter Mitbrüder gingen nach Siegburg oder
Kornelimünster. Ins Bewusstsein unserer Klöster ist das Ende von
Ilbenstadt als Schikane-Maßnahme des Nazi-Regimes eingegangen.
Kirchenrechtlich wurde Ilbenstadt erst 1951 aufgelöst.
In der Benediktinischen Monatsschrift „Erbe
und Auftrag“ (Beuron), deren neueste Nr. 4 uns heute erreichte,
ist ein längerer Leserbrief (vom 10.07.) von Abt Albert an den
Herausgeber veröffentlicht. Der Brief fragt kritisch an, ob überhaupt
und welchen Platz die Zeitschrift dem benediktinischen Oblatentum in
ihren Seiten zugesteht.
Bei
aller Hitze in diesen Tagen, ... die Sonnen- und Vollmondaufgänge
dieser Tage sind einfach schön!... Zimmertemperatur um 17:00 Uhr:
33° C.
10. August: Zum Hochamt überraschten uns ein Mitbruder aus der
polnischen Abtei
Tyniec (bei Krakau) , P. Piotr, und ein junger Weltpriester aus
Krakau. Sie hatten ein wenig Zeit und so luden wir sie auch zum Essen
ein.
9. August: Die großen Bilder
zur Apokalypse von Janet Brooks-Gerloff, die seit etlichen Jahren
unseren Altbau-Kreuzgang
prägen, sind „auf Reisen“ gegangen. Für etwa zwei Monate werden
sie mit anderen Bildern der Künstlerin in der evangelischen
Kirchengemeinde Barnstorf (zw. Diepholz und Twistringen) in einer
Ausstellung zum Jahr der Bibel gezeigt werden. Die Bilder hängen bei
uns als Leihgabe der Künsterin, aber wir haben uns im Lauf der Zeit so
sehr an sie gewöhnt und sind mit ihnen vertraut geworden, dass wir sie
rundum vermissen.
8. August: Unsere kleinen senegalesischen Gäste fliegen heute wieder in ihre Heimat zurück.
Sie waren am 13 Juni zu uns gekommen und haben im weiten Aachener Raum,
aber auch 14 Tage im Raum Bielefeld, für Projekte im Senegal getrommelt
und getanzt. Am „Tag der Freunde“ (13. Juli) haben sie auch unsere
Festtagsgäste fasziniert. Das Rückreisegepäck der Gruppe ist derart
mit Einkäufen gefüllt, dass ihre deutschen Betreuer damit rechnen,
dass es am Flughafen Brüssel wohl „Engelszungen“ brauche, um alles
eingecheckt zu bekommen. Ein vollst bepackter alter Kleintrasporter geht
zudem per Schiff auf die Reise. Wir haben den Eindruck, dass die Kinder
sich bei uns wohl gefühlt haben. Aus der Bielefelder Zeit der Gruppe
wurde uns die Frage erzählt, wann sie wieder „nach Hause“ führen.
Père Olimpio, der Leiter der Gruppe, suchte sie zu trösten, weil es
noch etliche Zeit bis zur Heimkehr in den Senegal dauere. Er wurde von
den Kindern aber eines Besseren belehrt: „nach Hause“ war Kornelimünster.
6.August: Nichts Neues im Westen?
... und ob: "coole" knappe 31° C Zimmertemperatur!
4. August: Nach dem Update der
Website vom 1. August ist schon wieder Neues zu finden. P. Oliver
hat ergänzend zu seinem Beitrag über "Dem Gottesdienst Raum
geben" etwas über "Grundgestalten
der Liturgie", wie sie konkret bei uns gefeiert werden,
geschrieben. Abt Albert gibt einige Hinweise zum Patronatsfest der
Abteikirche, Mariä
Himmelfahrt, sowie einige Denkanregungen zu Benedikts Auftrag,
"dass
er wirklich Gott sucht" (RB 58,7).
... und im übrigen: es sind auf dem Zimmer des Abtes um 16:15 Uhr so
mal eben bescheidene 28° C.
1. August: Am
Morgen überrascht uns Abt Daniel Schönbächler von Disentis
(Graubünden, Schweiz) mit einem Mini-Besuch. Er ist mit Freunden auf
dem Weg nach Belgien und Holland. Abt Daniel ist römischer Studien-
und unmittelbarer Kursgenosse von Abt Albert. Mit Abt Albert verband
ihn in Rom das Interesse an der christlichen Archäologie der Stadt.
Die beiden besuchten u.a. gemeinsam einen Spezialkurs am Päpstlichen
Institut für christliche Archäologie, bei dessen Exkursionen Abt
Albert erstmals am Grab des hl. Kornelius
in der Callixtus-Katakombe war.
Im Rahmen der Anna-Oktav
in Düren, hält Abt Albert im Vespergottesdienst für die
Ordensleute die Predigt .
Als Predigthema wurde ihm vorgegeben: „Das Menschsein Jesu. Spuren
der Göttlichkeit.“ Er entfaltet das Thema als Auftrag an die (Ordens-)Christen,
„in der Gegenwart Gottes“ zu leben.
P.
Oliver hat seine Eindrücke von der "Studienwoche Liturgie" in
Münster, an der er vor einer Woche teilnahm, mit dem Baukonzept von
1956 und unseren heutigen Gedanken zur Neugestaltung
der Abteikirche in einem Beitrag für unsere Homepage anregend
konfrontiert und zusammengefasst. Ein lesenswerter Beitrag!
Juli 2003
30. Juli: Abt Albert war vom
28.-30. Juli in der Abtei Siegburg. Zusammen mit Abt Benedikt
Müntnich von Maria Laach führte er dort die turnusmäßige kanonische
Visitation durch. Sie findet in den Klöstern unserer Kongregation alle
vier Jahre statt.
27. Juli: Abt Albert ist
eingeladen, zum Diözesankönigsfest
der Historischen Schützenbruderschaften ein Pontifikalamt zu
feiern. Die „St.
Sebastianus Schützenbruderschaft 1310 Eilendorf e.V.“,
Aachen-Eilendorf, richtet das Fest aus. Die Herrschaft Eilendorf gehörte
bis 1802 zur Reichabtei Kornelimünster. Das ausgeprägt lebendige Heimat-
und Geschichtsbewusstsein der Eilendorfer ruft immer wieder die
Beziehungen zu den früheren Mönchen in Erinnerung und führte auch zu
der jetzigen Einladung.
Chor und Orchester der Pfarrgemeinde St. Laurentius,
Aachen-Laurensberg, sang in einem Konzert in unserer Abteikirche von J.
Haydn die Missa in Angustiis und von F.
Mendelssohn Der 42. Psalm, Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser.
Die im Klang sehr differenzierte und zugleich runde Aufführung war für
die 550-600 Zuhörer ein hoher Genuss und wurde mit reichem Applaus
bedacht. Den Solisten, den Sängern und dem Orchester unter Leitung von
Herrn Kantor Gregor Jeub ein sehr herzlicher Dank!
25. Juli: Am Abend findet die Generalprobe
für das Konzert am Sonntag statt ... ca. 100 Sänger, 30
Instrumentalisten ... und wirklich vorwiegend "reiner"
Kirchenchor und und "Pfarr-Orchester". Chor und Orchester der
Aachener Pfarrgemeinde Laurensberg haben einen ausgezeichneten Ruf.
24. Juli: In den „Aachener
Nachrichten“ erscheint ein Bericht über den „Tag der Freunde“ (13. Juli). Die Predigt
fasst er wie folgt zusammen: Die
biblischen Texte der Lesungen zeigen, „dass
christliches Friedensverständnis nicht oberflächige Glätte predigt,
sondern durchaus mit heftigem Wellengang einhergehen kann. ‚Das
Kloster ist ein Ort des Friedens, wo alle liebenswert sind und
liebevoll miteinander umgehen’, so seine (= des Abtes) Ausführungen.
Frieden zu erobern , so der Abt, sei eine Lebensaufgabe.“ – Spürte
der Verfasser dieses Berichtes nicht, dass sein einleitender Satz sich
mit dem folgenden wörtlichen Zitat „stößt“? Wird in dem aus dem
Zusammenhang genommenen Zitat nicht der Eindruck erweckt, als habe der
Abt ernsthaft behauptet, im Kloster gehe es schlicht und einfach
liebenswert und liebevoll zu, - Kloster sei halt doch „Friede,
Freude ... Eierkuchen“? Die Passage, aus der das Zitat stammt, nimmt
klar und deutlich die Klischee-Vorstellungen über Klöster aufs Korn.
Das kommt in dem Zeitungsbericht in keinster Weise zum Ausdruck. Jedes
einzelne Element dieses Berichts stimmt, aber die Zusammenfassung ist
als Ganzes von vorne bis hinten weder in sich selbst noch als
Wiedergabe der Predigt stimmig. ...Schludrig!!
22. Juli: Ein großräumiges Gewitter über und um Kornelimünster mit zahlreichen Blitzen,
peitschendem Regen und extremen Sturmböen, welche die Pappeln
und die Bäume überhaupt sich weit biegen ließen, riss gestern Abend
(gg. 22:00) von der Firstkante des Neubaus einige Dachpfannen los. Die
Autos auf dem Parkplatz wurden von den herunter fallenden Dachpfannen
– Gottlob! – nicht beschädigt. Im Park wurden zwei alte Pflaumenbäume
Opfer der Windböen. - – - Unser „Haus-Dachdecker“ kam bereits um
8:15 Uhr zur Reparatur!! Was sich aber jetzt entzündet, ist die Frage,
ob es ein originärer und normaler Sturmschaden ist oder ob es sich um
einen Gewährleistungsfall für unsachgemäße Arbeiten im Rahmen der
letztjährigen Dachanhebung handelt. ... und da käme eine andere
Dachdeckerfirma ins Spiel.
21. Juli:
Ein Freund von Frater David, Priester in Eupen, brachte uns heute
das Textheftchen, das er und seine Weihegefährten aus den Diözesen Lüttich
und Hasselt zur liturgischen Feier ihres goldenen Priesterjubiläums
zusammengestellt hatten. Die Titelseite schmückt das Emmausbild
von Janet Brooks-Gerloff aus unserem Kreuzgang. Die Zusammenstelung der
Texte – Teile in Deutsch, andere in Flämisch oder Französisch [und
auch lateinischer Choral] – spiegeln die Sprachenbuntheit unserer
belgischen Nachbarregion wieder.
Frater Antonius und unser Postulant Martin führten (und bändigten)
heute Morgen 50 Schüler
(Klasse 4) einer Aachener Grundschule. „Woran erkennt man den Abt?“
„... daran, dass er ein Kreuz auf dem Ordensgewand trägt.“ ...und
damit kommt der Abt um die Ecke des Kreuzgangs ... ohne
Brustkreuz.
P. Oliver nimmt in Münster an der „Internationalen
Theologisch-Kunsthistorischen Studienwoche: Liturgie VII“
(21.-25. Juli) teil. Für die Perspektiv-Pläne für unsere
Abteikirche ist das Thema „Konzepte für aktuelle ´Communio-Räume´“
von besonderem Interesse. P. Oliver will die Gelegenheit nutzen, die
Vorstellungen der Architekten für unsere Kirche mit
Liturgie-Fachleuten konkret und kritisch noch einmal durchzudenken.
Die allgemeine Ausschreibung der Studienwoche umreißt den
gedanklichen Rahmen der Tagung folgendermaßen: „In der
Liturgiewissenschaft treffen zur Zeit Forschungsansätze, die nach
Bewegungselementen in der Liturgie und nach „Verödungen" von
Teilen der Gottesdienste im Raum fragen, auf ein verstärktes
Interesse der Kunstgeschichte an den Fragen nach der Funktion
liturgischer Räume. Ein Blick in die Liturgie- und Kunstgeschichte
zeigt, dass der Vielfalt der Feiern eine Vielfalt der Räume
entsprach. Und die Vielfalt der vorhandenen Räume wurde andererseits
für eine Vielgestaltigkeit gottesdienstlicher Feiern genutzt. Die
Anordnung von Zelebranten und mitfeiernden Gläubigen war keineswegs
statisch im Sinne eines Gegenübers, obgleich es viele gegenwärtige
Raumkonzepte vermuten lassen. Wie hat die Form und die Theorie der
Feier auf die Anlage des Kirchenraums gewirkt? Wie wurden historische
Räume liturgisch genutzt? Wie sehen gegenwärtige Konzepte und Raumlösungen
aus? Unsere Studienwoche möchte in geschichtlicher Aufarbeitung und
im Blick auf gegenwärtige Raum- und Liturgiekonzepte in Vortrag und
Diskussion, in der Begegnung mit historischen Bauten selbst und in
Gesprächen die Frage nach „Ortswechseln" im Kirchenraum
stellen.“
20. Juli: Sr. Maria
Magdalena aus dem Abtei
Engelthal (bei Altenstadt, Hessen) ist in der kommenden Woche
unser Feriengast. Engelthal liegt etwa 10 km von Ilbenstadt entfernt, wo
in den Jahren 1923-1939 die Mönche von Kornelimünster Fuß zu fassen
versuchten. –
Aus dem österreichischen Stift
Seitenstetten besucht uns P.
Martin Mayrhofer, ein römischer Studiengefährte von Abt Albert.
Als Kustos betreut P. Martin die Kunstsammlungen des Stiftes
Seitenstetten. Sein eigenes künstlerisches Schaffen als Maler und
Bildhauer motivierte P. Martin, die alten Kunstbestände des Klosters
nicht nur zu verwalten, zu pflegen und zu präsentieren, sondern sie darüber
hinaus durch Anschaffung auch zeitgenössischer Kunst zu erweitern.
19. Juli: Über das Wochenende bis Dienstag besucht uns Abt
Laurence O’Keeffe von Ramsgate, England, Kent. Abt Laurence ist
seit langem ein guter Freund von Frater Matthias und unseres Hauses und
als solcher ein festes Bindeglied zu den englischen Klöstern unserer
Kongregation. Den Abstecher nach Kornelimünster macht er auf der Rückreise
von einem Besuch der Familie seines Bruders, der in Frankreich lebt.
Unsere Website
feiert heute ihren zweiten Geburtstag.
In diesem „Jahr 2“ verzeichneten wir 11.126 Zugriffe (Vorjahr:
5.994). Im Jahresdurchschnitt konnten wir pro Tag 30,48 Besucher
(Vorjahr: 16,4) registrieren, im gerade zurückliegenden Monat 40,2
Besucher/Tag, - absolut 1.206. Die Grafik zeigt die Zugriffsentwicklung
im Laufe des Jahres an. Einen „positive Ausreißer“ im Zählmonat
20. März – 19.April mit 1.345 Zugriffen führen wir auf einen Bildbericht
im Internet-Magazin des WDR zurück. Von Bekannten und Freunden des
Hauses erfahren wir, dass ihnen unsere Website eine gute Möglichkeit
ist, aus der Ferne ihre Verbindung zu uns immer wieder aufzufrischen.
Dass manche oder sogar die meisten „neuen“ Gäste über die Website
auf uns aufmerksam wurden, ist in den „Kurznachrichten“ bereits häufiger
erwähnt worden.

2002 -- 19. Juli -- 2003
Zugriffe auf unsere Website im "Jahr 2" unserer
Internetpräsenz
... und außerdem: ein fotografischer Nachtrag
zum "Tag der Freunde" von einer exzellenten Fotografin:
  
Äbtliche Träume oder Albträume?
18. Juli: In den vergangenen zwei Wochen wurden notwendige Nacharbeiten
nach unserer letztjährigen Baumaßnahme
abgewickelt. Im Gästebereich wurde vor allem eine größere Parkettfläche
neu geschliffen und versiegelt. Die Treppe im Neubau und der Steinboden
im Flur des Erdgeschosses wurden ebenfalls neu geschliffen. Der
„Spiegelglanz“ des Bodens lädt ein, nur noch federleicht darüber
zu „schweben“ ... – oder alternativ ein paar Dutzend solide „Filzschluffen“
anzuschaffen.
Die Feuer- bzw. Rauchschutztüren waren, da die ausführende Firma vor
der TÜV-Abnahme Insolvenz angemeldet hatte, einer besonders gründlichen
Prüfung unterzogen worden. Die verordneten Nacharbeiten gehen zwar
nicht finanziell zu unseren Lasten, aber Ärger, Lärm und Staub
lasteten in dieser Woche auf uns.
Bei der Pflasterung vor dem Neubau hatten wir bei Regenfällen – lang,
lang ist’s her – nach Abschluss der Arbeiten festgestellt,
dass das anvisierte Gefälle nicht überall gepflastert worden war. Auch
diese Korrekturen wurden jetzt durchgeführt. ... und jetzt warten wir
auf Regen, um zu sehen, ob das Ergebnis wirklich zufriedenstellend ist.
14. Juli: Einige Fotos vom gestrigen "Tag
der Freunde"
|

Das schmissige Platzkonzert |

Mehr als die "halbe Miete": Sonne |
|

Tanzunterricht |

Trommelrhythmen |
|

ganz wichtig: Begegnung und Gespräch |

Lockerungsübungen für Väter und Mütter |
|

Zwillings-Balance |

Der Ball kann gar nicht groß genug sein! |
|

Schminken macht Spaß ... |

... und das Ergebnis auch. |
|

... und als alles vorbei war: gemütliches Abendessen auf der
"Festwiese" |
13. Juli: Der „Tag
der Freunde“ bot bei strahlendem Sonnenschein wieder ein buntes
und reiches Programm. Das Platzkonzert
der Konrelimünsteraner Jugend unter der Leitung von Waldemar Bayer
hat schon Tradition bei diesen Festen. Einen exotischen Touch bekam der
Tag mit Trommelrhythmen und Tänzen
unserer Gästekinder aus dem Senegal. Die Kinder freuten sich wieder
an einer Schminkaktion
„Freude, Farbe, Phantasie“. Die Malerin
Janet Brooks-Gerloff, die seit einiger Zeit ihr Atelier bei uns im
Kloster hat, lud zu einem Atelierbesuch ein. Zum Nachdenken über die
Zukunft von Kirchengebäuden regte Herr E.
von Reth mit seinem Referat an:
„Lebendige Liturgie in angemessenem Raum – Gestaltung von Kirchen für
die heutige Zeit.“ Unseren Nachbarn und Freunden aus der Nähe danken
wir für die reichen Kuchenspenden und unserer Küche für die
schmackhafte Erbsensuppe. Danken müssen und wollen wir allen, die den
Tag mit uns verbrachten oder uns einen Gruß des Gedenkens zukommen ließen.
Das Pontifikalamt am Morgen, die Mittagshore mitten im Angebotsprogramm
und die Vesper zum Abschluss wollen an diesem Tag ein deutliches Zeichen
setzen, dass der Tag ein Fest der
Verbundenheit unserer Freunde mit ihrem Kloster und seiner betenden
Wirklichkeit ist. Die Formulare der Messe und der Vesper waren die vom
Fest des hl. Benedikt. Abt Albert deutete in seiner Predigt das Wappenmotto des Klosters „In vinculo pacis“, das der Mess-Lesung
entnommen ist, als „geborgen in Christus, der der Friede ist“. Die
Lesungstexte der Messe aus dem Epheser-Brief und dem Lukas-Evangelium
zeigen dabei, dass christliches Friedensverständnis nicht oberflächige
Glätte predigt, sondern durchaus mit heftigem Wellengang einhergehen
kann. (Lesungstexte u.
Predigt >> Link.)
12. Juli: Am Nachmittag veranstaltet Frau Lemke - Musiklehrerin
und mit ihrer Familie durch ihre eigene Trauung und die ihrer Tochter
eine langjährige Freundin unseres Hauses – ihr jährliches Schülerkonzert
bei uns. Dieses Konzert hat bei uns inzwischen eine mehrjährige
Tradition. Wir wünschen den jungen Musikern die stolze Freude des
Auftritts und möglichst wenig Lampenfieber.
In den Abend hinein feiern unsere Nachbarn „Auf dem Anger“ ein Straßenfest.
Vor 25 Jahren sind die ersten Häuser dieses kleinen
Baugebietes bezogen worden. Wir gratulieren unseren Nachbarn herzlich zu
diesem Jubiläum!
Dass
Nachbarn aus dem Ort bei uns nachfragen, ob sie - etwa im Zusammenhang
mit Familienfesten - Gäste bei uns unterbringen können, werten wir
unsererseits als einen guten Nachbarschaftsdienst, den wir leisten
können. Premiere ist aber an diesem Wochenende, dass ein frisch
getrautes Ehepaar die Hochzeitsnacht bei uns verbringt. - Dinge
gibt's, die gibt's gar nicht, - und sie passieren trotzdem!
11. Juli: Hochfest
des hl. Benedikt, Patron Europas.
9. Juli: Das neueste Update:
"Lebendig leben - Horizonte für Oblaten (und nicht nur für
sie!)"
Gegen 21:00 fahren dicht beieinander zwei
Heißluftballons vor dem Fenster von Abt Albert und „über seinem
Kopf“ vorbei. Während der eine auf der Wiese vor dem Kloster eine
zaunfreie Landefläche findet und schon fast Bodenberührung hat, hat
der andere Ballon noch zu viel Höhe und würde wahrscheinlich irgendwo
in den Weidezäunen landen. So entschließen sich beide Ballons, noch
einmal ein wenig Höhe zu finden. Nach ca. 1 km scheinen sie dann aber
einen guten Landeplatz gefunden zu haben.
8. Juli: Für die nächsten 3 oder vier Tage ist Msgr. Agboton, Bischof von Porto Novo in Benin
(früher Dahomey), Westafrika, unser Gast. Er
wird in Aachen die verschiedenen Missionswerke besuchen, um Hilfen für
Projekte in seiner Diözese zu erhalten. - Porto Novo ist die Hauptstadt
des Landes. Der Ort ist wahrscheinlich im späten 16. Jhd. gegründet
worden. Im 17. Jhd. errichteten die Portugiesen hier eine
Handelsniederlassung. Die Kathedrale stammt aus der alten
portugiesischen Zeit. Porto Novo war ein zentraler Umschlagplatz für
den Sklavenhandel mit Amerika.
7. Juli: Als wohl letzte
Nachwehen der Bauarbeiten des vergangenen Jahres wurde heute damit
begonnen, den Steinplattenboden des Kreuzgangs und die Blausteinstufen
des Treppenhauses abzuschleifen. Allen Bemühungen zum Trotz, das
Steinmaterial zu schonen und zu schützen, hatte es in der knapp einjährigen
Umbauphase doch gelitten, so dass ein neuer „Schliff“ angebracht
schien. Im Flur des neuen Gästebereich ist für einen Abschnitt
gleichermaßen ein neuer Parkettschliff notwendig. Für diese Arbeiten
sind insgesamt 10 Arbeitstage einkalkuliert. Wir haben diese Arbeiten
Anfang des Jahres für diese und die nächste Woche vorgesehen, weil
diese beiden Wochen damals noch nicht durch Gästegruppen belegt waren.
In unseren weiteren Belegungsplanungen konnten wir somit auf die
anfallenden Arbeiten Rücksicht nehmen.
6. Juli: Der Kirchenchor von Kloster
Kamp, Kamp-Lintfort, sang im Konventhochamt von Charles Gounod
die "Messe brève no. 7 in C aux chapelles". Die
Chormitglieder und ihre mitgefahrenen Freunde - insgesamt 65 Personen -
und die gut 30 Studenten (s. Notiz vom 5. Juli) sorgten mit den
"normalen" Frühschoppen-Gästen anschließend für ein
"volles Haus".
5. Juli: Wir haben von Freitag bis
Sonntag 32 Studenten und zwei Professoren der Sonderschul- pädagogik der Uni
Köln für eine Seminarveranstaltung in Liturgiedidaktik bei
uns. Wir "liefern" für diese Veranstaltung das
Erfahrungserlebnis eines liturgisch gerahmten Tages und einer geprägten
Liturgie. Für uns sicher genauso wichtig: das Zeugnis der
Gastfreundschaft. Es ist eine erfrischende Begegnung.
2. Juli: Im neuesten Rundschreiben der „Vereinigung
Deutscher Ordensobern“ (Nr. 753, 27.06.2003) finde ich drei
Nachrichten, für die die „Kurznachrichten“
unserer Website als Quelle angegeben werden: (1) die Tagung der
Arbeitsgemeinschaft Benediktineroblaten [> 13. Juni], (2) die Tagung
des Conseil der A.I.M. [> 16.Juni], (3) das Gespräch Bischof
Mussinghoffs mit Höheren Ordensoberen [> 17. Juni]. - Dieses Echo
der Weiterverwendung freut uns, weil es zeigt, dass die Infos gelesen
werden und – wenigstens z.T. – auch über den engeren Kreis der
Freunde unserer Abtei hinaus von Interesse sind.
1. Juli: Namenstag unseres P. Oliver.o
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