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Osterprimiz in einem neuen Kloster
Ein Osterbrief aus dem Kloster
Our Lady of the Desert, Neu-Mexiko, USA
Im vergangenen August hatte ich
Gelegenheit, die Schwestern von Our Lady in the Desert zu
besuchen, die
dabei waren, sich ein neues Zuhause zu erobern. Inzwischen sind sie an
den Platz Gobernador im Norden von Neu-Mexiko umgezogen.

Auf meinen Ostergruß 2010 erhielt ich am
Ostermontag-Morgen die hier übersetzte Antwort. Ich kenne das
provisorische neue Kloster, alle Schwestern, die in diesem Brief erwähnt
werden und auch den Pater, der ihnen z.Zt. als Kaplan dient. Die
persönliche Beziehung macht mir den Brief aus Our Lady of the Desert
natürlich sehr lebendig. Ich glaube aber, dass er auch für andere ein
Zeugnis der Osterfreude des Glaubens sein kann.
Deutlich ist in dem Brief die Anspielung
an das Evangelium von Maria Magdalena, die mit den Frauen am Ostermorgen
zum Grab Jesu kommt und es leer vorfindet. Maria begegnet vor dem Grab Jesus,
den sie für den Gärtner hält. Die Schwestern von Our Lady of the Desert
haben ihr Ostern offensichtlich gleichsam als „Bibliodrama“ des
damaligen Ostermorgens erlebt.
Und die „Biene“ greift sicher bewusst
das „Lob der Biene“ aus dem Exultet, dem österlichen Preisgesang auf die
Osterkerze, auf.
… und dann das so ganz Prosaische der
Taschenlampen, Streichhölzer, des Fotoapparates und der leisen
Traurigkeit, das die Schwestern ihre Osterfreude nicht mit andern
Mitfeiernden teilen konnten.
Mir ist dieser Osterbrief im besten Sinn
„narrative Verkündigung“, - ein lebendiges Erzählen von … geglaubtem
Glauben.
Ich danke den Schwestern für diesen
Ostergruß!
P. Albert
„Unser
erstes Osterfest in Gobernador war “glorious”, selbst wenn nur drei von
uns zu Hause waren. Sr. K. war bei ihren Eltern, die der Pflege
bedürfen, Sr. M. ist mit einem Darminfekt im Krankenhaus und Mother J.
musste nach Christ in the Desert, weil sie früh am Montag Morgen einen
Termin bei Gericht in Espanola hat.
Als ich heute Morgen herausging, fand ich Pater Th. B. dabei, das
Osterfeuer zu bereiten; dabei hielt er seine Taschenlampe. Ich dachte,
es sei der Gärtner und so bot ich ihm an, die Taschenlampe zu halten.
Die andern beiden Frauen, Sr. E. und Sr. H. kamen mit Weihrauch,
Osterkerze und Fotoapparat. Das übrige Gobernador schlief, als Pater Th.
die Osterkerze anzündete und „Alleluja, Er ist erstanden!“ sang.
Vorsichtig schützte er die Flamme mit der Hand. Wie eine fliegende Biene
erschien mir ihr Weg zur Kapelle, während die Schwestern mit Weihrauch,
Streichhölzern und Taschenlampen folgten. Die Osterkerze musste in der
Kapelle dann doch neu angezündet werden. Erst dann konnten die drei
Frauen ihre Kerzen daran anzünden und das Exultet beginnen. Unsere
kleine Kapelle war „glorious“. Ich bin sicher, dass die Engel und
Heiligen bei uns waren, als wir all die Osterlesungen lasen, unsere
Taufversprechen erneuerten und mit vollem Herzen das Lob unseres
auferstandenen Hern sangen.
Nach der Messe machten wir ein Osterfrühstück mit Pfannkuchen, Rührei
und Truthahnwurst; dazu gab es Kaffee, Saft und Wein. Mother J. kam
gerade richtig zum Frühstück! Wir freuten uns über ihr Dabeisein, aber
dann brach sie auf zum Tageshochamt in Christ in the Desert
Wir konnten niemand motivieren, zum Fest zu uns zu kommen.
Aber Jean L., unsere Gästin aus Arizona, wird (von
uns) erzählen. Nächstes Jahr will sie das ganze Triduum zu uns
kommen. Sie ist jetzt schon am Samstag gefahren, weil sie für
Ostersonntag in ihrer Pfarrei eine Aufgabe übernommen hat. Es war
wirklich gut, sie bei uns zu haben; ihre Freude an den klösterlichen
Gottesdiensten war ein besonderer Segen für uns in unserer ersten
Karwoche (in Gobernador)
Möge die Herrlichkeit unseres auferstandenen Herrn Ihnen Friede und
Segen sein.”
PS:
Die Oster-Graphik
ist der Website der
Schwestern entnommen
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