Verschiedenes aus der Abtei

Das Erdbeben in Haiti 2010

Die Krippe der Abtei

San Benedetto in Piscinula

Paulus und Plautilla

Krokus Frühlingsfreude

Mit Gott im Heute

Nach 25 Jahren

Was bleibt!

Abkehr von der Liturgiereform?

Der Grenzstein am Beirbvm

Die alte Taufkerze

David - die Geburt eines Königs

Wider die Logorrhoe

Das Leben ist ein Diamant

Nur eine Rose als Stütze

Ein Haus aus Licht

Jugendtreffen 2006

Eine Stadt braucht Klöster

Leben in einer neuen Zeit

Eine Schule der Freiheit

Hl. Benedikt - Gründungskelch von 1906

Carnevale veneziano 

Befreite Zeit

Die Fenster in der Kirche

Nehmt keinen Geldbeutel mit

Pilgerherberge Kloster

Das Mauerblümchen
Weihnachtsgeschichte

Gretchenfrage

Glocken d. Abteikirche

Der Rabenschrank

Das kleine Lob

Gib mir wo ich stehe

Nacht der offenen Kirchen 2001 

Termine

Kurznachrichten

FAQs 
Häufig gestellte Fragen

Oblaten

Festtage

Presseberichte

Baumaßnahme

Klöster

Abtswahl

 

Aachener „Nacht der offenen Kirchen“, 26. Oktober 2001.

Der Abend in der Abteikirche Kornelimünster

Insgesamt etwa 40 bis 50 Interessierte nahmen unser Angebot im Rahmen der Aachener „Nacht der offenen Kirchen“ an. Das sind zwar weniger, als theoretisch hätten kommen können, aber durchaus mehr, als wir angesichts unserer Stadtrandlage realistischerweise erwarten durften. Erfreulich war vor allem, dass eindeutig mehr als die Hälfte der Gekommenen nicht zum bekannten „Stamm“ unserer Gottesdienstbesucher gehörten. Sie vor allem hatten sich bewusst unsere Kirche aus dem großen Angebot der mehr als 50 beteiligten Kirchen herausgesucht.

Bewusst hatten wir uns dafür entschieden, unser ganz normales Kornelimünsteraner Chorgebet als prägenden Rahmen der drei Stunden herauszustellen. Wir begannen um 20:30 Uhr mit der Komplet und schlossen um 23:00 Uhr mit der Vigil.

Begegnungen mit den Bildern in unserer Kirche und im Kreuzgang und Gespräche über sie prägten die erste Stunde (21:00 – 22:00). Außer den Bildern von Janet Brooks-Gerloff, die uns gehören, konnten wir Bilder des Rotterdamer Malers Joop van Meel als Kontrast und Ergänzung präsentieren. Joop van Meel hat wie Janet Brooks-Gerloff den Menschen als Thema. Aber während unsere Bilder von Janet Brooks-Gerloff klare biblische Stoffe behandeln und den Menschen als Einzelnen in den Blick und vor die Frage nach Gott und sich selbst stellen, thematisiert Joop van Meel den Menschen in der Masse Mensch und im stürzenden Chaos der konkurrierenden Interessen und widrigen Umstände. Es ist faszinierend, in welch bedrängender Intensität Joop van Meel die Not des Menschseins in der Vielzähligkeit der Menschen und der Widerstände herausarbeitet. – Beide Künstler waren an diesem Abend in unserer Mitte. Die Bilder von Joop van Meel werden noch bis in den Januar 2002 bei uns hängen und laden somit zu einer zweiten und auch dritten Begegnung ein.

Cantor Josef Eich, Kornelimünster, hatte für die weitere Stunde (22:00 – 23:00) in kongenialer Einfühlung in den von uns angedachten ruhigen Gesamtduktus des Abends Orgelwerke der deutschen Romantik (Adolph Hesse, Felix Mendelssohn, Camillo Schumann) ausgewählt. Wir sind Herrn Eich für seine Freundschaft und seine Bereitschaft, festliche Gelegenheiten bei uns an der Orgel mitzugestalten von Herzen dankbar. Sein Orgelspiel war auch diesmal ein Genuss und eine Freude für die Hörer.

In kurzen ein- bzw. überleitenden Worten zu den einzelnen Abschnitten des Abends und in einigen zusammenfasssenden Gedanken in der Vigil deutete Abt Albert die verschiedenen Elemente dieser Stunden als suchende Schritte des Menschen zu sich selbst und zu Gott hin und als Suchen Gottes nach dem Menschen.

In der Rückschau haben wir ein sehr gutes Gefühl. Wir haben nichts Extravagantes präsentiert, sondern das „Proprium“, das unsere Gemeinschaft lebt und sich als weiter zu vertiefendes Ziel gesetzt hat, sich ausleben und wirken lassen. Der Abend hatte eine klare Struktur, - es gab keine Längen, - es gab keine Hektik. In dieser gelassenen Ruhe und der Beschränkung auf wenige, uns wesentlich erscheinende Programmpunkte, konnte sich der Abend als ein Er-Leben von Begegnung im Suchen und Glauben entfalten. Wir konnten unsere Gemeinschaft und unsere Kirche als ein „Haus der Glaubensbegegnung“ selbst erleben und erfahrbar machen.

Abt Albert Altenähr OSB

 


 

nach oben