Abt im Garten

 

 

 

 

Wir Mönche der Abtei Kornelimünster
leben nach der Regel des hl. Benedikt von Nursia (480-547). Unser Kloster wurde 1906 gegründet, 1951-1956 wurde die Abteikirche gebaut.

Gebet, Lesung und Arbeit sind die Eckpunkte unseres Selbstverständnisses als Christen und Benediktiner.

 

Die Melodie der Stille
Gebet
ist für uns die innere Grundausrichtung, Gott in unserem Leben zu Wort kommen zu lassen. Gebet ist darum mehr ein Hören und Fragen, was Gott für unser Leben sagen will, als eine Anhäufung menschlicher Worte. Auch das Gebet in der Gemeinschaft – das Chorgebet z.B. – ist vor allem ein Sich-Hineinhören in Gott. Die Regel Benedikts beginnt mit den Worten: „Höre, mein Sohn und neige das Ohr deines Herzens“ (Prolog 1).

 

Neues wagen
Die Lesung ist Ausdruck der Bereitschaft, die christliche und monastische Grundhaltung zu vertiefen und zu erweitern. Der Weg dahin ist die Offenheit, Anregungen von außen zu erfahren und in das eigene Ich zu integrieren. Benedikt versteht sein Kloster als Schule des Evangeliums, die in immer größere Weite des Herzens führt. „Müßiggang ist der Feind der Seele. Deshalb sollen sich die Brüder zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit, zu bestimmten Stunden dagegen mit heiliger Lesung beschäftigen“ (Regel Benedikts 48,1).

 

Das Ziel ersehnen
Arbeit
ist für uns das ganze Feld der Durchdringung der Welt mit Gott. Sie ist ein „JA“ zur Schöpfung, zur Geschichte und zu ihrem Wachsen auf Vollendung hin. Arbeit ist Handwerk, aber auch Kopfarbeit. Es ist das Mühen um den materiellen Unterhalt, aber auch die unbezahlbare Begegnung mit den Menschen. Jede klösterliche „Werkstatt“ ist eine „Wirkstatt“ Gottes.

 

Ein Schwerpunkt unserer Gemeinschaft ist die Pflege der Gastfreundschaft. Wir verstehen unser Kloster als ein „Haus der Glaubensbegegnung“. Es ist offen für jeden, der nach der Mitte seines Lebens sucht. Er kann das in privater Stille, in einzelnen Gesprächen mit einem Mitbruder, in begleiteten Einzelexerzitien oder in Wochenendangeboten tun. Das Leben und besonders das Chorgebet der Mönche sind der Rahmen, der den Klang der Fragen auffängt.

 

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